Zähringerbrunnen + Zytgloggeturm / Zeitglockenturm in der Kramgasse in der Altstadt von Bern in der Schweiz
Der Zähringerbrunnen in der Kramgasse in der Altstadt von Bern in der Schweiz
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Im Hintergrund der Zytgloggeturm / Zeitglockenturm
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Z ä h r i n g e r b r u n n e n B e r n
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Der Zähringerbrunnen gehört zu den Berner Altstadtbrunnen aus dem 16. Jahrhundert und steht
in der Kramgasse in der Altstadt - Stadt Bern im Kanton Bern der Schweiz
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Er wurde 1535 von H.ans H.iltbrand errichtet und steht unterhalb des Z.ytglogge - T.urms.
Der heutige Name des Brunnens kam erst im 19. Jahrhundert]auf und erinnert an Berns
Stadtgründer Berchtold V. von Zähringen.
Daneben wurde die Anlage auch Finstergässlibrunnen oder Bärenbrunnen genannt.
Die Brunnenfigur ist ein stehender Bär mit Helm, in dessen Gürtel zwei Schwerter
stecken. Die rechte Pranke hält ein Banner, die linke einen Schild. Banner und Schild
zeigen einen goldenen Löwen auf rotem Hintergrund und sollten das Wappen der
Zähringer darstellen.
In Wirklichkeit führte jedoch Berchtold der V. einen roten A.dler auf goldenem Hinter-
grund als Wappen. Zwischen den Beinen des grossen Bären sitzt ein Bärenjunges,
das eine T.raube verschlingt.
Nicht zu verwechseln mit dem Zähringerbrunnen ist das Z.ähringerdenkmal im
N.ydegghöfli bei der N.ydeggkirche.
1535 errichtet Hans Hiltbrand Figur, Kapitell und Säule des Brunnens am Rossmarkt.
Der Name Zähringerbrunnen taucht erst in der Mitte des 19. Jh. auf, nachdem es vorher
nicht an andern historisierenden Vorschlägen gefehlt hat ( 1.7.5.7 Berchtoldsbrunnstock ).
Gelegentlich wird der Zähringerbrunnen Finstergässlibrunnen genannt. 1.8.8.9 stellt
L.aurenti einen neuen Trog her. Zu Beginn des 20. Jh. heisst der Zähringerbrunnen auch
Bärenbrunnen.
Standort: Vor 1.6.0.3 und seit 1.9.0.2: vor dem H.aus Kramgasse 63; 1.6.0.3 - 1.9.0.2
etwas weiter östlich vor dem Haus Nr. 61
Historisch - topographisches L.exikon der Stadt Bern von B.erchtold W.eber ( 1.9.7.6 )
.
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Der 1542 errichtete Zähringerbrunnen zuoberst an der Kramgasse erinnert an Berns
Gründer und steht untenher des Z.eitglockenturmes unweit der Grenze der alten
Zähringerstadt.
Aus denn Brunnenstock münden aus L.öwenmasken vier von stilisierten D.elphinen
gestützte R.öhren. Die an der Basis mit Akanthusblättern verzierte, tief kannelierte
Säule ist mit einem Kapitäl gekrönt, das statt der Voluten vier Karyatiden aufweist,
zwischen denen vier Renaissanceschilder mit folgenden Aufschriften placiert sind:
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«Berchtholdus Dux Zeringen Bernam», «Liberam Conditit Anno MCLXXXXI»,
«BERCHTOLD HERZOG VON ZERINGEN HAT DIE», «STATT BERN GESTIFT IM
JAHR 1191».
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Das Standbild zeigt einen aufrechtstehenden Bären mit Spangenhelm, der als Zier
eine goldene Kugel trägt. Im Gürtel stecken zwei Schwerter. Die rechte Pranke hält
ein Banner mit einem langen Schaft, während die linke einen Schild hält.
Banner und Schild zeigen in Rot einen goldenen L.öwen, das irrtümlicherweise den
Zähringen zugeschriebene Wappen. In Wirklichkeit führte Berchtold V. in Gold einen
roten A.dler.
Hier hat es der kleine Bär nicht nötig, selbst Wehr und Waffen zu tragen. Zwischen
den Beinen des Alten sitzend, verschlingt er eine T.raube. Durheim erwähnt, dass
1.8.5.9 zwei R.öhren mit Aufschriften versehen waren. Diese Notiz ist von verschiedenen
A.utoren bis in die neueste Zeit immer wieder übernommen worden, obschon die R.öhren
selbst nicht beschriftet sind.
In Wirklichkeit waren die damals in Bern beliebten Devisen «SOLI DEO GLORIA» und
«PROTEGE NOS DOM INE» auf den beidseitig den A.rkaden zugewendeten Seiten des
achteckigen Beckens eingemeisselt, ebenso die Jahrzahl 1542.
Diese Brunnenschale wurde 1.8.8.9 entfernt und durch eine neue ersetzt, welche von
B.ildhauer L.aurenti angefertigt wurde. In Verbindung damit wurden Säule und Figur
1.8.9.0 restauriert.
So hatten, wie Spiess zu berichten weiss, frühere M.aler die I.nschriften auf den Schildern
am Kapitäl, die dann bei den Renovationsarbeiten entdeckt wurden, überstrichen. Die
Kosten für die Restauration und die neue Schale betrugen für diesen Brunnen 2372 Franken,
von denen die Hausbesitzer in der Nachbarschaft des Brunnens 1700 Franken zu tragen
hatten.
1.9.0.2, als das T.ramgeleise verlegt wurde, musste der Brunnen etwas versetzt werden. Er
steht also heute auch nicht mehr auf seinem ursprünglichen Platz. Die letzten Neube-
malungen erhielten Figur und Säule in den Jahren 1.9.0.4 und 1.9.2.6.
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( BeschriebZähringerbrunnen KantonBern AlbumStadtBern AlbumBernerBrunnen Berner
AlbumBrunnenmitBrunnenfigurinderSchweiz StadtBern Brunnen fountain springvand
suihkulähde fontaine fontana 噴水 fontein Stad fontene fontanna fonte fontän fuente fountain
Stadt City Ville シティ By 城市 Città Город Altstadt Berner Brunnen Geschichte History
Unesco Welterbe Unesco World Heritage Bärn BernerBrunnen Schweiz Suisse Switzerland
Svizzera Suissa Swiss Sveitsi Sviss スイス Zwitserland Sveits Szwajcaria Suíça Suiza )
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Z y t g l o g g e - T u r m
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Der Zytgloggeturm ( Zeitglockenturm - Zytglogge - Zeitglocke ) bildete das alte westliche
Stadttor der Berner Altstadt in der Stadt Bern im Kanton Bern in der Schweiz
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Erbaut im Jahr 1191 war er bis 1.2.5.6 das erste Westtor und bildete einst den Abschluss
der ersten Stadterweiterung. Er änderte im Laufe der Jahre sein Aussehen sehr stark,
im Zytgloggeturm sind M.odelle aus den verschiedenen Epochen ausgestellt
Durch die Entwicklung der Stadt rückte der Turm mit jeder Erweiterung immer mehr ins
Zentrum der Stadt.
Für einige Zeit ist der Turm gar als F.rauengefängnis genutzt worden - Pfaffendirnen-
gefängnis
Nach dem grossen B.rand von 1.4. M.ai 1.4.0.5, der nahezu die gesamte Stadt in S.chutt
und A.sche legte, wurde er zum „ Zytglogge “ umfunktioniert.
.
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In seiner Chronik schildert der C.hronist C.onrad J.ustinger das Ausmass der K.atastrophe :
Also verbrann die alt kebie, do die zitglogge inne hanget, darinne verbrunnen siben pfaffen-
dirnen. ... Also verbrunnen bi sechshundert hüsern, gros und klein, und gros guot darinne
und me denne hundert mönschen.
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Z y t g l o g g e
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Die Zytglogge, die G.locke, die seither im neuen Turm die Stunden verkündet, wurde noch
im gleichen Jahr durch J.ohann R.eber aus A.arau gegossen. Sie war es, die dem Turm
den heutigen Namen gab : Zytglogge.
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Ihre Inschrift lautet:
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+ anno d[omi]ni mccccv mense octobris fusa sum a ma[gi]stro ioh[ann]e d[i]c[t]o reber de
arow sum vas et cer[a] et cunctis [...] gero diei horas.
.
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( Im Jahre 1.4.0.5 im Monat O.ktober wurde ich von M.eister J.ohannes genannt R.eber aus
A.arau gegossen. Ich bin G.efäss und W.achs (?) ...und allen verkünde ich die Stunden
des Tages ).
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U.hrwerk
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Zur Zeitmessung gehörte natürlich auch ein U.hrwerk. Gleichzeitig mit der G.locke, wurde
also auch eine U.hr mit einem Stundenschlagwerk eingebaut. Über den Erbauer und über
die Ausmasse der U.hr ist leider nichts bekannt.
Hingegen wissen wir, dass das noch heute vorhandene A.strolabium bereits damals den
Turm zierte. Wie bei andern K.unstuhren diente es vorwiegend als Repräsentationsobjekt.
Es gehörte zum Ansehen einer Stadt, technische Spitzenleistungen öffentlich zur Schau
zu stellen und damit Bewunderung auszulösen.
Nebst vielen astronomischen Indikationen konnte man beiläufig auch noch die Zeit ab-
lesen. Dies war aber schwierig und überhaupt nicht das Ziel. Wichtig war die akustische
Zeitangabe durch die G.locke.
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts häuften sich die Reparaturen am bereits über 100
jährigen Uhrwerk. Es wurde immer offensichtlicher, dass das Werk ausgedient hatte.
1.5.2.7 erhielt der damalige W.affenschlosser und Zeitglockenrichter, K.aspar B.runner,
den Auftrag, ein neues U.hrwerk zu bauen. Es stand von Anfang an fest, dass die Uhr
grösser, schöner und kunstvoller sein musste als die alte von 1.4.0.5.
1.5.3.0 präsentierte B.runner den Bernern eine M.onumentaluhr mit kunstreichem Figuren-
spiel und einem R.äderwerk von gewaltigem Ausmass, wie es bis jetzt noch nicht ge-
baut wurde. Von Brunner sind keine weiteren Uhrwerke bekannt, dieses scheint sein
einziges zu sein.
Die Ausmasse, die Robustheit und die kunstvolle Bauweise ( Räder mit einzeln einge-
setzten Zähnen, massive Wellen, die Gewehrläufen ähneln ) zeugen vom Meister, der
sich im Bau von Waffen und Geschützen auskannte, aber auch in der Lage war, eine
aussergewöhnliche Uhr zu realisieren.
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An der O.stseite des Zytgloggeturms ist ein sehr schönes G.lockenspiel angebracht, unter
anderem mit B.ärenfiguren und, hoch oben im D.ach des Turms, der S.tatue von H.ans
T.hann, einem R.itter in voller R.üstung.
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Das F.igurenspiel - G.lockenspiel
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Jede volle Stunde läuft das beliebte und vor allem von T.ouristen viel beachtete F.igurenspiel
ab :
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Ca. 3 Minuten vor dem Stundenschlag kräht der H.ahn und eröffnet das Spiel.
Kurz darauf kreist der B.ärenreigen, er symbolisiert die S.tadtwache, die pflichtbewusst ihre
Runden dreht. Dazu schlägt der N.arr die Stunde an seine zwei G.löcklein. ( Zu früh, aber
das ist Narrenfreiheit )
Nun kräht der H.ahn zum zweiten Mal.
Sobald die volle Stunde erreicht ist, schlägt die Viertelstundenglocke vier Viertel, mitten
im Spielerker auf seinem T.hron dreht C.hronos, der G.ott der Zeit, die S.anduhr; dann
hebt er das Z.epter in seiner linken H.and und gibt den Auftakt zum Stundenschlag.
Nun schwingt H.ans von T.hann, der goldene G.lockenschläger, seinen H.ammer und führt
die erforderliche Anzahl Schläge aus. C.hronos hört aufmerksam zu und zählt die Schläge,
indem er seinen M.und öffnet und schliesst.
Der L.öwe, Symbol des Stadtgründers, H.erzog B.erchtold V. von Z.ähringen, quittiert jeden
Schlag mit einer leichten Kopfdrehung. Zum Schluss schlägt der H.ahn ein drittes Mal
und kündet damit den Beginn einer neuen Stunde an.
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Es ist ein wahres Meisterwerk der mittelalterlichen Uhrmacherkunst.
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A.stronomische U.hr
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Unter dem großen Z.ifferblatt ist eine astronomische Uhr aus dem 15. Jahrhundert zu be-
wundern.
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Es handelt sich um ein A.strolabium mit südlicher Projektion, wie sie vorwiegend an
Kunstuhren bis in die erste Hälfte des 15. Jahrhundert gebaut wurden.
Der S.tundenzeiger zeigt mit der g.oldenen H.and die modernen Stunden und mit dem
S.onnenemblem den S.onnenstand gegenüber dem aufgemalten P.lanisphärium, wobei
links der S.onnenaufgang im O.sten, oben der S.onnenhöchststand im S.üden und rechts
der S.onnenuntergang im W.esten dargestellt ist.
Die K.ugel ( mit einer goldenen und einer schwarzen Hälfte ) zeigt die aktuelle M.ondphase
an.
Auch der aktuelle M.ondstand kann aufgrund der relativen Position zum S.onnenzeiger ab-
gelesen werden. Auf der beweglichen exzentrischen S.cheibe der E.kliptik zeigt die S.onne
das aktuelle T.ierkreiszeichen an.
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Der Turm und das U.hrwerk können mit einer Führung besichtigt werden.
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Siehe auch :
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bern-altstadt.ch/htm/zytgloggeturm.htm
www.berninfo.com/de/page.cfm/CityToursAusfluege/Stadtfueh...
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( BeschriebZytglogge BeschriebZeitglocke BeschriebZytgloggeturm BeschriebZeitglockenturm AlbumZytgloggeturm AlbumStadtBern Bern Berne Berna Bärn Stadt City Ville kaupunki città シティ
stad ciudad Stadtturm Turm torre tower torni tour tårn wieża torn Mittelalter Geschichte History
Wehrbau Frühgeschichte Burganlage Festung Schweiz Suisse Switzerland Svizzera Suissa
Swiss Sveitsi Sviss スイス Zwitserland Sveits Szwajcaria Suíça Suiza UNESCO Weltkulturerbe
Unesco World Heritage )
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Mit dem F.ahrrad durch die Altstadt von Bern am Montag den 14. April 2008
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Hurni080414 KantonBern AlbumStadtBern StadtBern
E - Mail : chrigu.hurni@bluemail.ch
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Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 250216
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NIF
Zähringerbrunnen + Zytgloggeturm / Zeitglockenturm in der Kramgasse in der Altstadt von Bern in der Schweiz
Der Zähringerbrunnen in der Kramgasse in der Altstadt von Bern in der Schweiz
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Im Hintergrund der Zytgloggeturm / Zeitglockenturm
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Z ä h r i n g e r b r u n n e n B e r n
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Der Zähringerbrunnen gehört zu den Berner Altstadtbrunnen aus dem 16. Jahrhundert und steht
in der Kramgasse in der Altstadt - Stadt Bern im Kanton Bern der Schweiz
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Er wurde 1535 von H.ans H.iltbrand errichtet und steht unterhalb des Z.ytglogge - T.urms.
Der heutige Name des Brunnens kam erst im 19. Jahrhundert]auf und erinnert an Berns
Stadtgründer Berchtold V. von Zähringen.
Daneben wurde die Anlage auch Finstergässlibrunnen oder Bärenbrunnen genannt.
Die Brunnenfigur ist ein stehender Bär mit Helm, in dessen Gürtel zwei Schwerter
stecken. Die rechte Pranke hält ein Banner, die linke einen Schild. Banner und Schild
zeigen einen goldenen Löwen auf rotem Hintergrund und sollten das Wappen der
Zähringer darstellen.
In Wirklichkeit führte jedoch Berchtold der V. einen roten A.dler auf goldenem Hinter-
grund als Wappen. Zwischen den Beinen des grossen Bären sitzt ein Bärenjunges,
das eine T.raube verschlingt.
Nicht zu verwechseln mit dem Zähringerbrunnen ist das Z.ähringerdenkmal im
N.ydegghöfli bei der N.ydeggkirche.
1535 errichtet Hans Hiltbrand Figur, Kapitell und Säule des Brunnens am Rossmarkt.
Der Name Zähringerbrunnen taucht erst in der Mitte des 19. Jh. auf, nachdem es vorher
nicht an andern historisierenden Vorschlägen gefehlt hat ( 1.7.5.7 Berchtoldsbrunnstock ).
Gelegentlich wird der Zähringerbrunnen Finstergässlibrunnen genannt. 1.8.8.9 stellt
L.aurenti einen neuen Trog her. Zu Beginn des 20. Jh. heisst der Zähringerbrunnen auch
Bärenbrunnen.
Standort: Vor 1.6.0.3 und seit 1.9.0.2: vor dem H.aus Kramgasse 63; 1.6.0.3 - 1.9.0.2
etwas weiter östlich vor dem Haus Nr. 61
Historisch - topographisches L.exikon der Stadt Bern von B.erchtold W.eber ( 1.9.7.6 )
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Der 1542 errichtete Zähringerbrunnen zuoberst an der Kramgasse erinnert an Berns
Gründer und steht untenher des Z.eitglockenturmes unweit der Grenze der alten
Zähringerstadt.
Aus denn Brunnenstock münden aus L.öwenmasken vier von stilisierten D.elphinen
gestützte R.öhren. Die an der Basis mit Akanthusblättern verzierte, tief kannelierte
Säule ist mit einem Kapitäl gekrönt, das statt der Voluten vier Karyatiden aufweist,
zwischen denen vier Renaissanceschilder mit folgenden Aufschriften placiert sind:
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«Berchtholdus Dux Zeringen Bernam», «Liberam Conditit Anno MCLXXXXI»,
«BERCHTOLD HERZOG VON ZERINGEN HAT DIE», «STATT BERN GESTIFT IM
JAHR 1191».
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Das Standbild zeigt einen aufrechtstehenden Bären mit Spangenhelm, der als Zier
eine goldene Kugel trägt. Im Gürtel stecken zwei Schwerter. Die rechte Pranke hält
ein Banner mit einem langen Schaft, während die linke einen Schild hält.
Banner und Schild zeigen in Rot einen goldenen L.öwen, das irrtümlicherweise den
Zähringen zugeschriebene Wappen. In Wirklichkeit führte Berchtold V. in Gold einen
roten A.dler.
Hier hat es der kleine Bär nicht nötig, selbst Wehr und Waffen zu tragen. Zwischen
den Beinen des Alten sitzend, verschlingt er eine T.raube. Durheim erwähnt, dass
1.8.5.9 zwei R.öhren mit Aufschriften versehen waren. Diese Notiz ist von verschiedenen
A.utoren bis in die neueste Zeit immer wieder übernommen worden, obschon die R.öhren
selbst nicht beschriftet sind.
In Wirklichkeit waren die damals in Bern beliebten Devisen «SOLI DEO GLORIA» und
«PROTEGE NOS DOM INE» auf den beidseitig den A.rkaden zugewendeten Seiten des
achteckigen Beckens eingemeisselt, ebenso die Jahrzahl 1542.
Diese Brunnenschale wurde 1.8.8.9 entfernt und durch eine neue ersetzt, welche von
B.ildhauer L.aurenti angefertigt wurde. In Verbindung damit wurden Säule und Figur
1.8.9.0 restauriert.
So hatten, wie Spiess zu berichten weiss, frühere M.aler die I.nschriften auf den Schildern
am Kapitäl, die dann bei den Renovationsarbeiten entdeckt wurden, überstrichen. Die
Kosten für die Restauration und die neue Schale betrugen für diesen Brunnen 2372 Franken,
von denen die Hausbesitzer in der Nachbarschaft des Brunnens 1700 Franken zu tragen
hatten.
1.9.0.2, als das T.ramgeleise verlegt wurde, musste der Brunnen etwas versetzt werden. Er
steht also heute auch nicht mehr auf seinem ursprünglichen Platz. Die letzten Neube-
malungen erhielten Figur und Säule in den Jahren 1.9.0.4 und 1.9.2.6.
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( BeschriebZähringerbrunnen KantonBern AlbumStadtBern AlbumBernerBrunnen Berner
AlbumBrunnenmitBrunnenfigurinderSchweiz StadtBern Brunnen fountain springvand
suihkulähde fontaine fontana 噴水 fontein Stad fontene fontanna fonte fontän fuente fountain
Stadt City Ville シティ By 城市 Città Город Altstadt Berner Brunnen Geschichte History
Unesco Welterbe Unesco World Heritage Bärn BernerBrunnen Schweiz Suisse Switzerland
Svizzera Suissa Swiss Sveitsi Sviss スイス Zwitserland Sveits Szwajcaria Suíça Suiza )
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Der Zytgloggeturm ( Zeitglockenturm - Zytglogge - Zeitglocke ) bildete das alte westliche
Stadttor der Berner Altstadt in der Stadt Bern im Kanton Bern in der Schweiz
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Erbaut im Jahr 1191 war er bis 1.2.5.6 das erste Westtor und bildete einst den Abschluss
der ersten Stadterweiterung. Er änderte im Laufe der Jahre sein Aussehen sehr stark,
im Zytgloggeturm sind M.odelle aus den verschiedenen Epochen ausgestellt
Durch die Entwicklung der Stadt rückte der Turm mit jeder Erweiterung immer mehr ins
Zentrum der Stadt.
Für einige Zeit ist der Turm gar als F.rauengefängnis genutzt worden - Pfaffendirnen-
gefängnis
Nach dem grossen B.rand von 1.4. M.ai 1.4.0.5, der nahezu die gesamte Stadt in S.chutt
und A.sche legte, wurde er zum „ Zytglogge “ umfunktioniert.
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In seiner Chronik schildert der C.hronist C.onrad J.ustinger das Ausmass der K.atastrophe :
Also verbrann die alt kebie, do die zitglogge inne hanget, darinne verbrunnen siben pfaffen-
dirnen. ... Also verbrunnen bi sechshundert hüsern, gros und klein, und gros guot darinne
und me denne hundert mönschen.
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Z y t g l o g g e
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Die Zytglogge, die G.locke, die seither im neuen Turm die Stunden verkündet, wurde noch
im gleichen Jahr durch J.ohann R.eber aus A.arau gegossen. Sie war es, die dem Turm
den heutigen Namen gab : Zytglogge.
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Ihre Inschrift lautet:
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+ anno d[omi]ni mccccv mense octobris fusa sum a ma[gi]stro ioh[ann]e d[i]c[t]o reber de
arow sum vas et cer[a] et cunctis [...] gero diei horas.
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( Im Jahre 1.4.0.5 im Monat O.ktober wurde ich von M.eister J.ohannes genannt R.eber aus
A.arau gegossen. Ich bin G.efäss und W.achs (?) ...und allen verkünde ich die Stunden
des Tages ).
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U.hrwerk
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Zur Zeitmessung gehörte natürlich auch ein U.hrwerk. Gleichzeitig mit der G.locke, wurde
also auch eine U.hr mit einem Stundenschlagwerk eingebaut. Über den Erbauer und über
die Ausmasse der U.hr ist leider nichts bekannt.
Hingegen wissen wir, dass das noch heute vorhandene A.strolabium bereits damals den
Turm zierte. Wie bei andern K.unstuhren diente es vorwiegend als Repräsentationsobjekt.
Es gehörte zum Ansehen einer Stadt, technische Spitzenleistungen öffentlich zur Schau
zu stellen und damit Bewunderung auszulösen.
Nebst vielen astronomischen Indikationen konnte man beiläufig auch noch die Zeit ab-
lesen. Dies war aber schwierig und überhaupt nicht das Ziel. Wichtig war die akustische
Zeitangabe durch die G.locke.
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts häuften sich die Reparaturen am bereits über 100
jährigen Uhrwerk. Es wurde immer offensichtlicher, dass das Werk ausgedient hatte.
1.5.2.7 erhielt der damalige W.affenschlosser und Zeitglockenrichter, K.aspar B.runner,
den Auftrag, ein neues U.hrwerk zu bauen. Es stand von Anfang an fest, dass die Uhr
grösser, schöner und kunstvoller sein musste als die alte von 1.4.0.5.
1.5.3.0 präsentierte B.runner den Bernern eine M.onumentaluhr mit kunstreichem Figuren-
spiel und einem R.äderwerk von gewaltigem Ausmass, wie es bis jetzt noch nicht ge-
baut wurde. Von Brunner sind keine weiteren Uhrwerke bekannt, dieses scheint sein
einziges zu sein.
Die Ausmasse, die Robustheit und die kunstvolle Bauweise ( Räder mit einzeln einge-
setzten Zähnen, massive Wellen, die Gewehrläufen ähneln ) zeugen vom Meister, der
sich im Bau von Waffen und Geschützen auskannte, aber auch in der Lage war, eine
aussergewöhnliche Uhr zu realisieren.
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An der O.stseite des Zytgloggeturms ist ein sehr schönes G.lockenspiel angebracht, unter
anderem mit B.ärenfiguren und, hoch oben im D.ach des Turms, der S.tatue von H.ans
T.hann, einem R.itter in voller R.üstung.
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Das F.igurenspiel - G.lockenspiel
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Jede volle Stunde läuft das beliebte und vor allem von T.ouristen viel beachtete F.igurenspiel
ab :
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Ca. 3 Minuten vor dem Stundenschlag kräht der H.ahn und eröffnet das Spiel.
Kurz darauf kreist der B.ärenreigen, er symbolisiert die S.tadtwache, die pflichtbewusst ihre
Runden dreht. Dazu schlägt der N.arr die Stunde an seine zwei G.löcklein. ( Zu früh, aber
das ist Narrenfreiheit )
Nun kräht der H.ahn zum zweiten Mal.
Sobald die volle Stunde erreicht ist, schlägt die Viertelstundenglocke vier Viertel, mitten
im Spielerker auf seinem T.hron dreht C.hronos, der G.ott der Zeit, die S.anduhr; dann
hebt er das Z.epter in seiner linken H.and und gibt den Auftakt zum Stundenschlag.
Nun schwingt H.ans von T.hann, der goldene G.lockenschläger, seinen H.ammer und führt
die erforderliche Anzahl Schläge aus. C.hronos hört aufmerksam zu und zählt die Schläge,
indem er seinen M.und öffnet und schliesst.
Der L.öwe, Symbol des Stadtgründers, H.erzog B.erchtold V. von Z.ähringen, quittiert jeden
Schlag mit einer leichten Kopfdrehung. Zum Schluss schlägt der H.ahn ein drittes Mal
und kündet damit den Beginn einer neuen Stunde an.
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Es ist ein wahres Meisterwerk der mittelalterlichen Uhrmacherkunst.
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A.stronomische U.hr
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Unter dem großen Z.ifferblatt ist eine astronomische Uhr aus dem 15. Jahrhundert zu be-
wundern.
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Es handelt sich um ein A.strolabium mit südlicher Projektion, wie sie vorwiegend an
Kunstuhren bis in die erste Hälfte des 15. Jahrhundert gebaut wurden.
Der S.tundenzeiger zeigt mit der g.oldenen H.and die modernen Stunden und mit dem
S.onnenemblem den S.onnenstand gegenüber dem aufgemalten P.lanisphärium, wobei
links der S.onnenaufgang im O.sten, oben der S.onnenhöchststand im S.üden und rechts
der S.onnenuntergang im W.esten dargestellt ist.
Die K.ugel ( mit einer goldenen und einer schwarzen Hälfte ) zeigt die aktuelle M.ondphase
an.
Auch der aktuelle M.ondstand kann aufgrund der relativen Position zum S.onnenzeiger ab-
gelesen werden. Auf der beweglichen exzentrischen S.cheibe der E.kliptik zeigt die S.onne
das aktuelle T.ierkreiszeichen an.
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Der Turm und das U.hrwerk können mit einer Führung besichtigt werden.
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Siehe auch :
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bern-altstadt.ch/htm/zytgloggeturm.htm
www.berninfo.com/de/page.cfm/CityToursAusfluege/Stadtfueh...
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( BeschriebZytglogge BeschriebZeitglocke BeschriebZytgloggeturm BeschriebZeitglockenturm AlbumZytgloggeturm AlbumStadtBern Bern Berne Berna Bärn Stadt City Ville kaupunki città シティ
stad ciudad Stadtturm Turm torre tower torni tour tårn wieża torn Mittelalter Geschichte History
Wehrbau Frühgeschichte Burganlage Festung Schweiz Suisse Switzerland Svizzera Suissa
Swiss Sveitsi Sviss スイス Zwitserland Sveits Szwajcaria Suíça Suiza UNESCO Weltkulturerbe
Unesco World Heritage )
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Mit dem F.ahrrad durch die Altstadt von Bern am Montag den 14. April 2008
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Hurni080414 KantonBern AlbumStadtBern StadtBern
E - Mail : chrigu.hurni@bluemail.ch
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Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 250216
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