das Museum ein Kunstwerk
HANS HOLLEIN
Die Planung für das Museum begann 1972. Erste Entwürfe entstanden 1974. Die Bauphase erstreckte sich von 1977 bis 1982. 1985 wurde es mit dem internationalen Architekturpreis, dem „Pritzker Award” ausgezeichnet.
Hollein berücksichtigte das historische Stadtbild mit der Abtei, als auch die extreme Hangsituation des Abteigartens. Er nutzte die verschiedenen Raumkomplexe so, daß sie sich für den Besucher wie aus einem Guss, von oben nach unten erschließen. Damit schuf er ein architektonisches Gebilde, das in der inneren Raumgliederung wie im äußeren Erscheinungsbild voller Ideen, Vielfalt und Überraschungen steckt und mit seiner Schönheit, Funktionalität und Eigenwilligkeit mit den bekanntesten Museumsbauten der Welt konkurrieren kann.
„Ich bin an die Planung dieses Museums als Architekt und als Künstler herangegangen. Als Künstler, der sowohl einen engen Bezug zu den dort präsentierten Kunstwerken hat, als Künstler, der selbst Kunstwerke (die in Museen stehen) produziert, und als Künstler, der ein Bauobjekt als Kunstwerk auffasst. Eine Dialektik zwischen dem Bauwerk, dem Raum und dem Kunstwerk ist angestrebt – nicht im Sinne einer Integration, sondern im Sinne einer Konfrontation, die das Potential der Objekte und des Raumes sichtbar und erlebbar werden lässt. Der Raum soll von einer komplexen Neutralität sein. Flexibilität soll nicht Beweglichkeit von Stellwänden und Decken bedeuten, sondern ein Angebot vielschichtiger Situationen, die für ein Kunstwerk entdeckt werden, auf die ein Kunstwerk antwortet. Das Bewegliche ist primär das Kunstwerk und der Mensch. Innerhalb von Architektur. Die Verantwortung des Architekten wird nicht auf den Kurator übertragen. Der Architekt schafft ein autonomes Kunstwerk – für Kunstwerke und Menschen.” (Hans Hollein)Text Museum g)
das Museum ein Kunstwerk
HANS HOLLEIN
Die Planung für das Museum begann 1972. Erste Entwürfe entstanden 1974. Die Bauphase erstreckte sich von 1977 bis 1982. 1985 wurde es mit dem internationalen Architekturpreis, dem „Pritzker Award” ausgezeichnet.
Hollein berücksichtigte das historische Stadtbild mit der Abtei, als auch die extreme Hangsituation des Abteigartens. Er nutzte die verschiedenen Raumkomplexe so, daß sie sich für den Besucher wie aus einem Guss, von oben nach unten erschließen. Damit schuf er ein architektonisches Gebilde, das in der inneren Raumgliederung wie im äußeren Erscheinungsbild voller Ideen, Vielfalt und Überraschungen steckt und mit seiner Schönheit, Funktionalität und Eigenwilligkeit mit den bekanntesten Museumsbauten der Welt konkurrieren kann.
„Ich bin an die Planung dieses Museums als Architekt und als Künstler herangegangen. Als Künstler, der sowohl einen engen Bezug zu den dort präsentierten Kunstwerken hat, als Künstler, der selbst Kunstwerke (die in Museen stehen) produziert, und als Künstler, der ein Bauobjekt als Kunstwerk auffasst. Eine Dialektik zwischen dem Bauwerk, dem Raum und dem Kunstwerk ist angestrebt – nicht im Sinne einer Integration, sondern im Sinne einer Konfrontation, die das Potential der Objekte und des Raumes sichtbar und erlebbar werden lässt. Der Raum soll von einer komplexen Neutralität sein. Flexibilität soll nicht Beweglichkeit von Stellwänden und Decken bedeuten, sondern ein Angebot vielschichtiger Situationen, die für ein Kunstwerk entdeckt werden, auf die ein Kunstwerk antwortet. Das Bewegliche ist primär das Kunstwerk und der Mensch. Innerhalb von Architektur. Die Verantwortung des Architekten wird nicht auf den Kurator übertragen. Der Architekt schafft ein autonomes Kunstwerk – für Kunstwerke und Menschen.” (Hans Hollein)Text Museum g)