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Germany, Schwäbische Alb, rund um den Hohen Neuffen, Keltengrabhügel , Heidengraben , 23794

Germany, Schwäbische Alb, rund um den Hohen Neuffen.

 

Der Heidengraben

Eine spätkeltische „Stadt“ am Rande der Schwäbischen Alb

 

Das Oppidum Heidengraben ist mit fast 17 Quadratkilometern eine der größten befestigten spätkeltischen Siedlungen Europas. Die Siedlung wurde in der späten Latènezeit um 120 vor Christus auf der Vorderen Alb errichtet und gliedert sich in zwei in ihrer Funktion unterschiedliche Areale. Den Kernbereich bildet die seinerzeit offenbar dicht besiedelte „Elsachstadt“, die durch zusätzliche Wälle geschützt war. Der einfach um- wallte Außenbereich der Anlage wurde wohl hauptsächlich landwirtschaftlich genutzt. Seine Blütezeit erlebte der Heidengraben zwischen 120 und 50 vor Christus. Zahlreiche Funde aus dieser Zeit belegen weitreichende Fernhandelsbeziehungen bis zum Mittelmeer. Grabhügel und Siedlungsfunde zeigen jedoch, dass das Gebiet des Heidengrabens schon seit frühkeltischer Zeit genutzt wurde.

Noch heute – über 3000 Jahre später – sind die Reste seiner gewaltigen Befestigungsanlagen gut im Gelände sichtbar. Als einmaliger Fundort der keltischen Zeit bilden der Heidengraben und das Gräberfeld beim Burrenhof heute ein Kulturdenkmal von europäischem Rang und sind wichtiger Bestandteil des UNESCO-Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Der Heidengraben zählt zu den fünf bedeutendsten Keltenstätten der Keltenkonzeption des Landes Baden-Württemberg.

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Uploaded on August 6, 2025
Taken on October 19, 2017