NEPAL , Kathmandu, Kumari , "lebende Göttin", (Postcard) 15036/7665
Postcard-Portrait of Kumari.
Kumari, or Kumari Devi, or Living Goddess – Nepal is the tradition of worshipping young pre-pubescent girls as manifestations of the divine female energy or devi in Hindu religious traditions. The word Kumari is derived from the Sanskrit Kaumarya, meaning "princess".
In Nepal, a Kumari is a pre-pubescent girl selected from the Shakya caste or Bajracharya clan of the Nepalese Newari community. The Kumari is revered and worshiped by some of the country's Hindus as well as the Nepali Buddhists, though not the Tibetan Buddhists. While there are several Kumaris throughout Nepal, with some cities having several, the best known is the Royal Kumari of Kathmandu, and she lives in the Kumari Ghar, a palace in the center of the city.
Die bekannteste Kumari lebt in einem Tempel-Palast am Durbar-Platz in Kathmandu, der Hauptstadt des Landes. Im Kleinkindalter zwischen zwei und vier Jahren wird sie aus der buddhistischen Newar-Ethnie ausgewählt und bis zu ihrer ersten Menstruation als „lebende Göttin“ verehrt.
Einmal im Jahr, im Rahmen eines großen religiösen Festes, Dasain, suchte der König Nepals sie auf und küsste ihr die Füße. Er ließ sich durch die Kumari segnen, indem er sich von ihr ein Tika, ein Segenszeichen, auf die Stirn tupfen ließ. Wie sich das göttliche Kind dabei dem König gegenüber verhielt, wurde von vielen Nepalis als Omen für die Geschicke des Landes und der Monarchie interpretiert. Seit Abschaffung der Monarchie 2008 besucht sie auch der maoistische Premierminister.
Früher erhielten die Kumaris keinerlei Schulbildung, da eine Göttin als allwissend gilt. Heute werden die Kumaris von Privatlehrern unterrichtet und ihr Wissensstand geprüft. Da der Mädchengöttin nicht widersprochen werden darf, gestaltet sich der Unterricht schwierig. Ehemalige Kumaris erhalten, nachdem sie ihren göttlichen Status verloren haben, inzwischen eine Pension vom Staat (monatlich ca. 30,- €) und werden weiterhin betreut, um ihnen den Einstieg in ein normales Leben zu erleichtern.
Mehrmals im Jahr verlässt die Kumari den Palast und nimmt an religiösen Festen teil. Das größte dieser Feste ist Indra Jatra Dabei wird die Kumari in einem Tempelwagen (Ratha) durch die Straßen von Kathmandu gefahren und von den Gläubigen verehrt. Zu diesem einwöchigen Jahresfest gehören auch Aufführungen von Tanzdramen. Beim Mahakali pyakhan genannten Tanzdrama kämpfen Mahakali, Mahalakshmi und Kumari, drei Inkarnationen Durgas, gegen eine Reihe von Dämonen.
NEPAL , Kathmandu, Kumari , "lebende Göttin", (Postcard) 15036/7665
Postcard-Portrait of Kumari.
Kumari, or Kumari Devi, or Living Goddess – Nepal is the tradition of worshipping young pre-pubescent girls as manifestations of the divine female energy or devi in Hindu religious traditions. The word Kumari is derived from the Sanskrit Kaumarya, meaning "princess".
In Nepal, a Kumari is a pre-pubescent girl selected from the Shakya caste or Bajracharya clan of the Nepalese Newari community. The Kumari is revered and worshiped by some of the country's Hindus as well as the Nepali Buddhists, though not the Tibetan Buddhists. While there are several Kumaris throughout Nepal, with some cities having several, the best known is the Royal Kumari of Kathmandu, and she lives in the Kumari Ghar, a palace in the center of the city.
Die bekannteste Kumari lebt in einem Tempel-Palast am Durbar-Platz in Kathmandu, der Hauptstadt des Landes. Im Kleinkindalter zwischen zwei und vier Jahren wird sie aus der buddhistischen Newar-Ethnie ausgewählt und bis zu ihrer ersten Menstruation als „lebende Göttin“ verehrt.
Einmal im Jahr, im Rahmen eines großen religiösen Festes, Dasain, suchte der König Nepals sie auf und küsste ihr die Füße. Er ließ sich durch die Kumari segnen, indem er sich von ihr ein Tika, ein Segenszeichen, auf die Stirn tupfen ließ. Wie sich das göttliche Kind dabei dem König gegenüber verhielt, wurde von vielen Nepalis als Omen für die Geschicke des Landes und der Monarchie interpretiert. Seit Abschaffung der Monarchie 2008 besucht sie auch der maoistische Premierminister.
Früher erhielten die Kumaris keinerlei Schulbildung, da eine Göttin als allwissend gilt. Heute werden die Kumaris von Privatlehrern unterrichtet und ihr Wissensstand geprüft. Da der Mädchengöttin nicht widersprochen werden darf, gestaltet sich der Unterricht schwierig. Ehemalige Kumaris erhalten, nachdem sie ihren göttlichen Status verloren haben, inzwischen eine Pension vom Staat (monatlich ca. 30,- €) und werden weiterhin betreut, um ihnen den Einstieg in ein normales Leben zu erleichtern.
Mehrmals im Jahr verlässt die Kumari den Palast und nimmt an religiösen Festen teil. Das größte dieser Feste ist Indra Jatra Dabei wird die Kumari in einem Tempelwagen (Ratha) durch die Straßen von Kathmandu gefahren und von den Gläubigen verehrt. Zu diesem einwöchigen Jahresfest gehören auch Aufführungen von Tanzdramen. Beim Mahakali pyakhan genannten Tanzdrama kämpfen Mahakali, Mahalakshmi und Kumari, drei Inkarnationen Durgas, gegen eine Reihe von Dämonen.