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Bottrop

Ruhrgebiet

NRW

 

 

„Ich vergleiche Orte gerne mit Menschen. Bei beiden ist mir nicht das Offensichtliche wichtig. Spannend sind für mich die Dinge, die bei ihnen nicht unmittelbar einleuchten. Im richtigen Licht betrachtet, erscheint fast alles ansprechend. Aber muss es das immer? Gibt es tatsächlich falsches Licht? Nicht für mich jedenfalls. Es gibt Schattenseiten. Negative Räume. Grenzen des Sichtbaren. Und doch sind die Übergange fließend. Meine eigene Negativität beeinflusst mich positiv, gerade in der Dunkelheit. Wobei ich mich selbst nicht als negativ bezeichnen würde, sondern nur diesen blinden Passagier in mir, der wie ein Zugvogel zwischen den emotionellen Extremen in mir hin und her pendelt... Das, was ich nicht sehen kann, ist trotzdem da. Darum liebe ich Langzeitbelichtungen. Ich muss mir einfach die Zeit nehmen. Ich darf die Dinge nicht nur oberflächlich betrachten. Was ich dann sehen kann, muss mich nicht immer positiv überraschen. Enttäuschungen dürfen ruhig dazugehören. Enttäuscht zu sein bedeutet für mich nicht automatisch, auch desillusioniert zu sein. Denn den Illusionen gebe ich mich nur zu gerne hin. Der Geist der Straße und seine Geisterbilder... Ich freue mich über jeden, der hier hinsieht und auch etwas wahrnimmt. Aber die Wahrheit ist, dass ich das nicht erwarten darf. Was ich mache, ist nicht Gut oder Schlecht. Was ich mache füllt eine kleine Nische in der Darstellung meiner Welt...“

 

 

 

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Uploaded on December 28, 2022
Taken on December 27, 2022