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Nessmersiel
Ostfriesland
Niedresachsen
„...Sich selbst und mehr noch den Anderen gegenüber eine Schwäche einzugestehen gleicht einem Makel. Und während ich diese Worte denke, werden irgendwo Menschen an der von ihnen geforderten Stärke zerbrechen und doch wird die Welt sich weiterdrehen, einfach so; so, als wäre nie etwas geschehen. Da gibt es kein Innehalten; trotz und vielleicht sogar gerade wegen all der viel zu oft nur geheuchelten Anteilnahme, die der Treibstoff zu sein scheint für die Hektik und Beiläufigkeit in diesen, unseren Tagen…Ich bin ein Teil, ein Bruchstück dieser Welt und will es doch nicht sein. Nicht so, wie es gefordert wird. Und bin es doch und will auch sein… Ich muss den Horizont nicht sehen können, um zu wissen, das er noch da ist. Dieser Gedanke ist es vielleicht, den ich mit dem Norden verbinde. Es mag aber auch sein, dass ich mich einfach nur irre…Wie sich die Dinge und manchmal auch die Menschen vor der Natur zu kauern scheinen, wie sich vieles duckt und nicht nach oben zu streben scheint, das schenkt mir dort Ruhe. Und diese innere Regungslosigkeit ist eine Mangelware, die wieder zurück in der Heimat in keinem Prospekt beworben wird, so sehr ich auch darin blättern mag. Das Leben wird doch mittlerweile im Quartal an irgendwelchen fadenscheinigen Superlativen gemessen; der Weg zum Gipfel ist nicht mehr das eigentliche Ziel, sondern am besten direkt von Oben hinab blicken zu können…Ich erwähnte es schon vor Monaten, wiederhole mich an dieser Stelle aber gerne noch einmal: Nein, ich denke nicht in Schwarz und Weiß, sondern nur Grau in Grau. Weil ich ja trotz allem auch nur ein kleines Rädchen bin, das in diesem urbanen Uhrwerk ständig in Rotation gehalten wird. Und dem Unsinn, welcher der Ursprung für viele meiner Handlungen ist, setze ich als Gegenpol eben solche Gedanken entgegen. Was aus dieser Mischung entsteht, ist eben beides, ist weder hell noch dunkel…Was wäre denn, wenn es wirklich so wäre? Wenn wir uns zu sehr auf alles andere, aber eben nicht auf diesen Augenblick konzentrieren würden? Wir reden immer wieder von der Einmaligkeit so vieler Dinge und Momente und nehmen dem Jetzt und Hier damit vielleicht ein wenig ihre Besonderheiten…Nein, dem Horizont sind wir doch eigentlich egal. Er lächelt mitleidig über unsere Beschränktheit und unsere Bemühungen, ihm wirklich nahe zu kommen... Aber ich dachte in diesem Moment eigentlich mehr an unsere eigenen Beweggründe. Die Zeit an sich ist zu kostbar und wir selbst sollten es einander auch sein. Dieses ewige Lamentieren führt zu nichts. Ich schenke Dir ein Lächeln. Und selbst, wenn Du es nicht erwiderst, kommt es irgendwann zu mir zurück. Es sind nicht die Anderen, die für die Scherben am Boden sorgen. Nein, wir sind es selbst...“
Verbz - What we have
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Nessmersiel
Ostfriesland
Niedresachsen
„...Sich selbst und mehr noch den Anderen gegenüber eine Schwäche einzugestehen gleicht einem Makel. Und während ich diese Worte denke, werden irgendwo Menschen an der von ihnen geforderten Stärke zerbrechen und doch wird die Welt sich weiterdrehen, einfach so; so, als wäre nie etwas geschehen. Da gibt es kein Innehalten; trotz und vielleicht sogar gerade wegen all der viel zu oft nur geheuchelten Anteilnahme, die der Treibstoff zu sein scheint für die Hektik und Beiläufigkeit in diesen, unseren Tagen…Ich bin ein Teil, ein Bruchstück dieser Welt und will es doch nicht sein. Nicht so, wie es gefordert wird. Und bin es doch und will auch sein… Ich muss den Horizont nicht sehen können, um zu wissen, das er noch da ist. Dieser Gedanke ist es vielleicht, den ich mit dem Norden verbinde. Es mag aber auch sein, dass ich mich einfach nur irre…Wie sich die Dinge und manchmal auch die Menschen vor der Natur zu kauern scheinen, wie sich vieles duckt und nicht nach oben zu streben scheint, das schenkt mir dort Ruhe. Und diese innere Regungslosigkeit ist eine Mangelware, die wieder zurück in der Heimat in keinem Prospekt beworben wird, so sehr ich auch darin blättern mag. Das Leben wird doch mittlerweile im Quartal an irgendwelchen fadenscheinigen Superlativen gemessen; der Weg zum Gipfel ist nicht mehr das eigentliche Ziel, sondern am besten direkt von Oben hinab blicken zu können…Ich erwähnte es schon vor Monaten, wiederhole mich an dieser Stelle aber gerne noch einmal: Nein, ich denke nicht in Schwarz und Weiß, sondern nur Grau in Grau. Weil ich ja trotz allem auch nur ein kleines Rädchen bin, das in diesem urbanen Uhrwerk ständig in Rotation gehalten wird. Und dem Unsinn, welcher der Ursprung für viele meiner Handlungen ist, setze ich als Gegenpol eben solche Gedanken entgegen. Was aus dieser Mischung entsteht, ist eben beides, ist weder hell noch dunkel…Was wäre denn, wenn es wirklich so wäre? Wenn wir uns zu sehr auf alles andere, aber eben nicht auf diesen Augenblick konzentrieren würden? Wir reden immer wieder von der Einmaligkeit so vieler Dinge und Momente und nehmen dem Jetzt und Hier damit vielleicht ein wenig ihre Besonderheiten…Nein, dem Horizont sind wir doch eigentlich egal. Er lächelt mitleidig über unsere Beschränktheit und unsere Bemühungen, ihm wirklich nahe zu kommen... Aber ich dachte in diesem Moment eigentlich mehr an unsere eigenen Beweggründe. Die Zeit an sich ist zu kostbar und wir selbst sollten es einander auch sein. Dieses ewige Lamentieren führt zu nichts. Ich schenke Dir ein Lächeln. Und selbst, wenn Du es nicht erwiderst, kommt es irgendwann zu mir zurück. Es sind nicht die Anderen, die für die Scherben am Boden sorgen. Nein, wir sind es selbst...“
Verbz - What we have