Lina Hähnle "Vogelmutter"
(*3. Februar 1851 in Sulz am Neckar als Emilie Karoline Hähnle; † 1. Februar 1941 in Giengen an der Brenz)
war die Gründerin und für fast 40 Jahre Vorsitzende des Bundes für Vogelschutz (BfV, heute Naturschutzbund Deutschland). Von diesem Amt rührt ihr Spitzname "Deutsche Vogelmutter" her.
1871 wurde das stattliche Wohnhaus für Hans Hähnle (Gründer der Württembergischen Wollfilzmanufaktur, die 1881 in die heutige Vereinigte Filzfabriken AG umgewandelt wurde) in Giengen erbaut.
Gemeinsam ziehen die frisch vermählten Eheleute Lina und Hans Hähnle in ihr erstes Haus.
Im Erdgeschoss richten die beiden einen Verkaufsraum für Filz ein. Das heute existierende, große Doppelfenster in der Mitte der Hauswand war damals die Eingangstür.
1904 kauften die Hähnles eine Villa in der Weinbergstraße. 1908 feiert die Filzfabrik ihr 50-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass beschloß Hans Hähnle, dass in das Haus eine Kinderkrippe kommen soll. Seine Frau lässt diese innerhalb eines Jahres einrichten – 1909 wird sie fertig.
Nicht nur Arbeiterinnen der Filzfabrik, sondern auch andere berufstätige Mütter konnten ihre Kinder dort kostenlos abgeben.
In den Jahren von 1909 bis 1933 wurden dort Kinder von Fachpersonal betreut, selbst während des Ersten Weltkrieges. Die Hungersnot war groß, und Lina Hähnle hielt sich eine eigene Kuh, damit die Kinder jeden Tag ein Glas Milch und Haferbrei bekommen konnten, Sie bewirtschaftete Äcker, baute Gemüse an, hielt Hühner und ein Schwein im Garten – zum Wohl der Kinder.
In der Krippe stand auch Giengens erste Waschmaschine, mit Strom aus der Fabrik betrieben.
Lina Hähnle "Vogelmutter"
(*3. Februar 1851 in Sulz am Neckar als Emilie Karoline Hähnle; † 1. Februar 1941 in Giengen an der Brenz)
war die Gründerin und für fast 40 Jahre Vorsitzende des Bundes für Vogelschutz (BfV, heute Naturschutzbund Deutschland). Von diesem Amt rührt ihr Spitzname "Deutsche Vogelmutter" her.
1871 wurde das stattliche Wohnhaus für Hans Hähnle (Gründer der Württembergischen Wollfilzmanufaktur, die 1881 in die heutige Vereinigte Filzfabriken AG umgewandelt wurde) in Giengen erbaut.
Gemeinsam ziehen die frisch vermählten Eheleute Lina und Hans Hähnle in ihr erstes Haus.
Im Erdgeschoss richten die beiden einen Verkaufsraum für Filz ein. Das heute existierende, große Doppelfenster in der Mitte der Hauswand war damals die Eingangstür.
1904 kauften die Hähnles eine Villa in der Weinbergstraße. 1908 feiert die Filzfabrik ihr 50-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass beschloß Hans Hähnle, dass in das Haus eine Kinderkrippe kommen soll. Seine Frau lässt diese innerhalb eines Jahres einrichten – 1909 wird sie fertig.
Nicht nur Arbeiterinnen der Filzfabrik, sondern auch andere berufstätige Mütter konnten ihre Kinder dort kostenlos abgeben.
In den Jahren von 1909 bis 1933 wurden dort Kinder von Fachpersonal betreut, selbst während des Ersten Weltkrieges. Die Hungersnot war groß, und Lina Hähnle hielt sich eine eigene Kuh, damit die Kinder jeden Tag ein Glas Milch und Haferbrei bekommen konnten, Sie bewirtschaftete Äcker, baute Gemüse an, hielt Hühner und ein Schwein im Garten – zum Wohl der Kinder.
In der Krippe stand auch Giengens erste Waschmaschine, mit Strom aus der Fabrik betrieben.