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Schloss Hohenschwangau

 

 

Das heutige Schloss Hohenschwangau ist von 1537 bis 1547 in die teilweise erhaltenen Außenmauern der Burg Schwanstein aus dem 14. Jahrhundert hineingebaut worden. Die viergeschossige, 1833–1837 außen wie innen neugotisch überformte Anlage des Hauptbaus mit gelber Fassadenfarbe verfügt über drei Rundtürme mit polygonalen Aufbauten, der Torbau ist dreigeschossig.

 

 

 

Im Hauptgebäude befindet sich heute ein Museum. Die Inneneinrichtung aus der Biedermeierzeit ist unverändert erhalten. Die Räume sind noch immer mit den Einrichtungsgegenständen aus der Restaurierungszeit ausgestattet.

 

 

 

Die Ausmalung der Räume erfolgte nach Entwürfen von Moritz von Schwind und Ludwig Lindenschmit der Ältere. Zu den Ausführenden gehörte sowohl letzterer, als auch dessen Bruder Wilhelm Lindenschmit der Ältere. Die mehr als neunzig Wandgemälde wurden 1835–1836 ausgeführt und behandeln Themen aus der Geschichte des Schlosses und des Schwangaus sowie aus den mittelalterlichen Heldensagen, namentlich der Sage vom Schwanenritter Loherangrîn in Wolfram von Eschenbachs mittelhochdeutschem Versepos Parzival (das 1850 von Richard Wagner in seiner Oper Lohengrin verarbeitet wurde), der Nibelungensage und der Edda. Eines der Fresken greift eine örtliche Volksüberlieferung auf, nach der Christoph von Langenmantel, Martin Luther 1518 zu dessen Schutz aus Augsburg nach Hohenschwangau gebracht habe.[1]

 

 

 

In dem beschriebenen Zustand hat sich das Schloss bis heute erhalten. Einige Projekte wie der Bau einer Zugbrücke und mehrerer Türme an der Ringmauer kamen nicht mehr zur Ausführung; ein hoher Bergfried wurde 1851 begonnen, jedoch im Jahr darauf wieder abgerissen, da er teuer zu werden drohte und zudem König Max nicht gefiel.

 

 

 

Im Talboden an der Nordseite unterhalb des Schlosses befindet sich der ursprünglich zum Schloss gehörende Schwanseepark, der heute stark zugewachsen ist. Der Park wurde angelegt nach Plänen von Peter Joseph Lenné.

 

 

 

An der Stelle des 1786 errichteten Amtshauses wurde im 19. Jahrhundert das Grandhotel Alpenrose erbaut, in dem 2011 vom Wittelsbacher Ausgleichsfonds das Museum der bayerischen Könige eröffnet wurde. Dieses zeigt rund 160 Original-Ausstellungsstücke vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Kernpunkt des Museums ist der Saal der Könige, in dem die Erbauer von Hohenschwangau und Neuschwanstein, Max II. und Ludwig II., Thema sind.

 

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Uploaded on July 16, 2019
Taken on June 29, 2019