NSU “Bullus” 500 SS 1931
Über die NSU 500 SS, ihren Konstrukteur Walter William Moore und ihren bekanntesten Fahrer Tom Bullus haben wir hier bereits einmal erzählt – hier also mehr im Detail: Im Mai 1930 waren vier 500er Modelle der SS (SuperSport) fertig und mussten sich jetzt im Wettbewerbseinsatz beweisen. Moore hatte in Person des jungen Fahrers Tom Bullus Verstärkung von der Insel mitgebracht. Beim ersten Härtetest - dem Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring - belegte der gleich gegen stärkste Konkurrenz einen vierten Platz hinter Graham Walker (Rudge), Stanley Woods (Norton) und Tyrell Smith (ebenfalls Rudge), allesamt ehemalige Landsleute. Noch besser lief es im weiteren Verlauf des Jahres, Bullus siegte nach Belieben und immer in Rekordzeit: beim Schauinsland- und beim Eifelrennen, am Gaisberg- und am Klausen, und beim GP von Italien in Monza. Auf nationaler Ebene tat es ihm Paul Rüttchen aus Erkelenz gleich, auch der siegte mehrmals. Bullus hat aber noch mehr gewonnen, nämlich das Herz der Tochter eines der NSU Direktoren, die er ehelichte und der zuliebe er nach 1932 den Rennsport aufgab.
Nach Rennsiegen und Feiern konnte also die kommerzielle Schlacht beginnen: die SS gab es als 500er Sportmaschine mit Doppelportauspuffanlage und 20 PS Leistung, und als Rennmaschine (SSR) mit nur einem Auspuff und höherer Verdichtung, die dem Halblitermodell zu 28 Pferdestärken verhalf. Es entstanden aber auch eine 600er für Gespannwettbewerbe und ab 1932 auch eine 350er Version. Obwohl Tom Bullus zu der Zeit schon gar nicht mehr aktiv war und also auch keine 350er fahren konnte, sind auch diese Rennmaschinen bis heute unter seinem Namen bekannt: „Bullus-NSU“. Im Sattel von „Bullus“ NSU’s waren auch zwei Österreicher erfolgreich: die zwei Rudis Runtsch und Reheis. Moore hat die „SS“ ständig weiterentwickelt, und daneben auch noch die brave OSL gebaut – verkaufsstrategisch ein Meisterstück - die in riesigen Stückzahlen abgesetzt werden konnte.
NSU “Bullus” 500 SS 1931
Über die NSU 500 SS, ihren Konstrukteur Walter William Moore und ihren bekanntesten Fahrer Tom Bullus haben wir hier bereits einmal erzählt – hier also mehr im Detail: Im Mai 1930 waren vier 500er Modelle der SS (SuperSport) fertig und mussten sich jetzt im Wettbewerbseinsatz beweisen. Moore hatte in Person des jungen Fahrers Tom Bullus Verstärkung von der Insel mitgebracht. Beim ersten Härtetest - dem Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring - belegte der gleich gegen stärkste Konkurrenz einen vierten Platz hinter Graham Walker (Rudge), Stanley Woods (Norton) und Tyrell Smith (ebenfalls Rudge), allesamt ehemalige Landsleute. Noch besser lief es im weiteren Verlauf des Jahres, Bullus siegte nach Belieben und immer in Rekordzeit: beim Schauinsland- und beim Eifelrennen, am Gaisberg- und am Klausen, und beim GP von Italien in Monza. Auf nationaler Ebene tat es ihm Paul Rüttchen aus Erkelenz gleich, auch der siegte mehrmals. Bullus hat aber noch mehr gewonnen, nämlich das Herz der Tochter eines der NSU Direktoren, die er ehelichte und der zuliebe er nach 1932 den Rennsport aufgab.
Nach Rennsiegen und Feiern konnte also die kommerzielle Schlacht beginnen: die SS gab es als 500er Sportmaschine mit Doppelportauspuffanlage und 20 PS Leistung, und als Rennmaschine (SSR) mit nur einem Auspuff und höherer Verdichtung, die dem Halblitermodell zu 28 Pferdestärken verhalf. Es entstanden aber auch eine 600er für Gespannwettbewerbe und ab 1932 auch eine 350er Version. Obwohl Tom Bullus zu der Zeit schon gar nicht mehr aktiv war und also auch keine 350er fahren konnte, sind auch diese Rennmaschinen bis heute unter seinem Namen bekannt: „Bullus-NSU“. Im Sattel von „Bullus“ NSU’s waren auch zwei Österreicher erfolgreich: die zwei Rudis Runtsch und Reheis. Moore hat die „SS“ ständig weiterentwickelt, und daneben auch noch die brave OSL gebaut – verkaufsstrategisch ein Meisterstück - die in riesigen Stückzahlen abgesetzt werden konnte.