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Fernverkehrs-Abschied, zweiter Akt

Ein Jahr ist es her, dass man entlang der Allgäubahn die letzten Tage der dieselbespannten EuroCitys genießen konnte. Und jetzt, im November 2021, kurz vor Fahrplanwechsel, steht erneut ein Abschied vor der Tür:

 

Von vielen unbeachtet, gibt es seit einigen Jahren planmäßige Tauschfahrten von Ulmer 218 zwischen Lindau und Immenstadt. Ihr Zweck besteht darin, die Lok-Umläufe der IC-Zugpaare 118/119 und 2012/2013 miteinander zu verknüpfen und so die Maschinen durchzumischen.

 

Mit der in wenigen Wochen anstehenden elektrischen Betriebsaufnahme zwischen Ulm und Lindau wird auch das Zugpaar 118/119 entsprechend umgestellt, sodass die Tauschfahrten – immerhin der allerletzte Rest des 218-bespannten Fernverkehrs im südwestlichen Teil der Allgäubahn – künftig nicht mehr notwendig sind. Da aber auch sie Bestandteil der großen 218-Story zwischen Donau und Alpen sind, stand an diesem spätherbstlichen Vormittag eine fotografische Dokumentation dieser Leistungen auf dem Plan.

 

Natürlich ist so eine Lok-Leerfahrt nicht zu vergleichen mit einem richtigen Zug, wie es hier etwa der EuroCity war. Aber schön anzuschauen und eine angenehme Erinnerung ist es allemal, wenn sich zwei 218 im flachen Licht eines Herbstmorgens durch die Kurven von Heimhofen bewegen. In diesem Fall ist es die erst kürzlich von der Revision zurückgekehrte 218 499 vor der deutlich verblicheneren 218 434. Beide sind als Tfzf(F) 78044 von Lindau-Insel nach Immenstadt unterwegs, und gerade erst ist das Gespann der Nebelsuppe entkommen, die an diesem Tag schwer wie Blei über weiten Teilen Süddeutschlands liegt.

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Uploaded on November 20, 2021
Taken on November 20, 2021