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Kriegsgräberstätte - Kloster Arnsburg (Lich b. Hessen)

Das Kloster Arnsburg (auch Abtei Arnsberg; lat. Monasterium Castrum Aquilae) ist die teilerhaltene Klosteranlage einer ehemaligen Zisterzienserabtei und seit 1977 Stadtteil der Stadt Lich in Hessen, Deutschland. Kloster Arnsburg liegt am Nordrand der Wetterau in der Niederung des Flusses Wetter, unweit der Burg Münzenberg, in unmittelbarer Nähe des Limes.

 

Die Abtei wurde 1174 gegründet und 1803 im Laufe der Säkularisation aufgehoben. Nach dem Abzug der Mönche 1810 fiel das Klostergut an die Grafen zu Solms-Laubach, die Teile der barocken Gebäude der Anlage bis heute als Schloss nutzen, während die spätromanischen und frühgotischen Teile der Kirche als Ruine erhalten sind. Im ehemaligen Kreuzgang befindet sich seit 1960 eine Kriegsgräberstätte.

 

447 mit Thymian bepflanzte und von Graswegen gesäumte Reihengräber sind innerhalb des Kreuzgangs angelegt. In Anlehnung an die Bestattungspraxis der Zisterzienser sind sie von West nach Ost ausgerichtet. Bronzetafeln am Fußende jedes Grabes tragen, soweit bekannt, die persönlichen Daten der Bestatteten, die oft nur aus einem Datum oder einer Jahreszahl bestehen. Über die Anlage verteilt stehen einzeln oder in Gruppen Steinkreuze aus rötlichem Lavatuff. Neben gefallenen Soldaten fanden auch verstorbene Kriegsgefangene und Fremdarbeiter aus der ehemaligen Sowjetunion, aus Polen, Ungarn, Rumänien, Frankreich und Luxemburg eine letzte Ruhestätte, unter ihnen 81 Frauen und sechs Männer aus verschiedenen Ländern, die bei Hirzenhain kurz vor dem Eintreffen der amerikanischen Armee am 26. März 1945 in einer Nacht-und-Nebel-Aktion von SS- und Gestapo-Leuten erschossen worden sind.

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Uploaded on November 14, 2021
Taken on November 13, 2021