Kronstädter Kapelle bzw. Kapelle Mariä Heimsuchung (Kunštátská kaple / kaple Navštívení Panny Marie)
Der Hauptkamm des Adlergebirges erstreckt sich von der Hohen Mense (Vrchmezí) im Norden bis zum Ernestinenberg (Anenský vrch) im Süden über etwa 20 km bei einer vergleichsweise einheitlichen Höhenlage zwischen 1100 und 1000 m über NN. Über den Kamm verläuft ein über weite Strecken schnurgerader Wanderweg, der früher volkstümlich „Armesünderstraße“ genannt wurde. Auf dem langgestreckten Rücken des Kronstädter Berges sieht man in der Flucht des Weges bereits von Weitem ein ungewöhnliches Bauwerk. Es handelt sich um die kreisrunde Kronstädter Kapelle (Kunštátská kaple), welche von den deutschsprachigen Einheimischen „Puuschkopalle“ genannt wurde und wegen des geschnitzten Altarbildes auch als „Mariä Heimsuchung“ (Navštívení Panny Marie) bezeichnet wird.
Die Wallfahrten fanden dementsprechend jährlich am ersten Sonntag nach dem Mariä Heimsuchung-Tag (2. Juli) statt. Noch vor dem Ersten Weltkrieg kamen große Menschenmengen zusammen, wobei über den Standort der Kapelle auch allerlei Sagen umgingen. Obwohl ein östlich des Berges gelegenes Dorf den Namen Kronstadt trug (heute tsch. Kunštát), glaubte man, das die Kapelle auf dem Berge der Rest einer eingegangenen großen Stadt sei. Tatsächlich ist über den Ursprung der Kronstädter Kapelle nichts Konkretes bekannt, allerdings wird angenommen, dass sie an einem hier seit dem Mittelalter den Gebirgskamm querenden Weg entstand. Belegt ist, dass 1670/71 eine hölzerne Kapelle für die aus Tirol ins Adergebirge gerufenen Waldarbeiter erbaut wurde. Die heutige Kapelle entstand 1869 als Ersatz für eine wegen Baufälligkeit abgetragene steinerne Kapelle die bereist 1831 errichtet worden war.
Nach der Vertreibung der deutschen Bewohner verwahrloste die Kapelle. Aus Schutz vor weiteren Plünderungen wurde die letzte erhaltene Plastik 1960 in die Kirche des Dorfes Stiebnitz (Zdobnice) verbracht. Nach der Restaurierung und im Jahr 2005 erfolgenden Weihe wurde diese Pieta wieder in der Kapelle platziert.
Kronstädter Kapelle bzw. Kapelle Mariä Heimsuchung (Kunštátská kaple / kaple Navštívení Panny Marie)
Der Hauptkamm des Adlergebirges erstreckt sich von der Hohen Mense (Vrchmezí) im Norden bis zum Ernestinenberg (Anenský vrch) im Süden über etwa 20 km bei einer vergleichsweise einheitlichen Höhenlage zwischen 1100 und 1000 m über NN. Über den Kamm verläuft ein über weite Strecken schnurgerader Wanderweg, der früher volkstümlich „Armesünderstraße“ genannt wurde. Auf dem langgestreckten Rücken des Kronstädter Berges sieht man in der Flucht des Weges bereits von Weitem ein ungewöhnliches Bauwerk. Es handelt sich um die kreisrunde Kronstädter Kapelle (Kunštátská kaple), welche von den deutschsprachigen Einheimischen „Puuschkopalle“ genannt wurde und wegen des geschnitzten Altarbildes auch als „Mariä Heimsuchung“ (Navštívení Panny Marie) bezeichnet wird.
Die Wallfahrten fanden dementsprechend jährlich am ersten Sonntag nach dem Mariä Heimsuchung-Tag (2. Juli) statt. Noch vor dem Ersten Weltkrieg kamen große Menschenmengen zusammen, wobei über den Standort der Kapelle auch allerlei Sagen umgingen. Obwohl ein östlich des Berges gelegenes Dorf den Namen Kronstadt trug (heute tsch. Kunštát), glaubte man, das die Kapelle auf dem Berge der Rest einer eingegangenen großen Stadt sei. Tatsächlich ist über den Ursprung der Kronstädter Kapelle nichts Konkretes bekannt, allerdings wird angenommen, dass sie an einem hier seit dem Mittelalter den Gebirgskamm querenden Weg entstand. Belegt ist, dass 1670/71 eine hölzerne Kapelle für die aus Tirol ins Adergebirge gerufenen Waldarbeiter erbaut wurde. Die heutige Kapelle entstand 1869 als Ersatz für eine wegen Baufälligkeit abgetragene steinerne Kapelle die bereist 1831 errichtet worden war.
Nach der Vertreibung der deutschen Bewohner verwahrloste die Kapelle. Aus Schutz vor weiteren Plünderungen wurde die letzte erhaltene Plastik 1960 in die Kirche des Dorfes Stiebnitz (Zdobnice) verbracht. Nach der Restaurierung und im Jahr 2005 erfolgenden Weihe wurde diese Pieta wieder in der Kapelle platziert.