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Schloss Winterberg (Vimperk)

Die Stadt Winterberg (Vimperk) zählt zu den bedeutendsten Städten des Böhmerwaldes, da sie am Kreuzungspunkt mehrerer wichtiger Handelswege liegt. Ihren Namen erhielt sie von Mönchen, die Ende des 12. Jahrhunderts mit der Siedlung Klösterle (Klášterec) einen ersten Stützpunkt inmitten der damaligen ausgedehnten Waldlandschaft angelegt hatten. Nach ihrem Stammkloster Windberg in Bayern wurde die neue Siedlung im Tal des Flüsschens Wollinka (Volyňka) zunächst Windberg genannt, was im Laufe der Zeit in Winterberg abgewandelt wurde. Mit der Gründung einer Burg durch König Ottokar II. Přemysl und der Anlegung einer Marktsiedlung wurde Winterberg zum Zentrum für die weitere Erschließung des hiesigen Teil des Böhmerwaldes. Bedeutsam war dabei, dass ein Zweig des für den Salzhandel wichtigen Goldenen Steigs unmittelbar an Winterberg vorbeiführte. Unter dem Grundherrn Petr Kaplirz de Sulewicz erhielt die Siedlung Stadtrechte und es kam zum Bau einer massiven Stadtbefestigung. In dieser Zeit entstand hier sogar die erste Druckerei Böhmens, in der neben lateinischen und deutschen auch tschechische Texte gedruckt wurden.

 

Die auf einem schmalen und steil einfallenden Bergrücken angelegte Stadt wird durch den langgestreckten Marktplatz geprägt, an dessen unterem Ende der um 1500 erbaute Glockenturm ein Wahrzeichen der Stadt bildet. Direkt daneben befindet sich die Stadtkirche Mariä Heimsuchung, die wohl bereits vor dem Jahr 1365 entstanden sein dürfte. Abgerundet wird das Stadtbild durch das Renaissanceschloss, welches 1622-24 anstelle der Burg errichtet worden ist.

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Uploaded on November 27, 2024