Schloss Belgershain
Das in der Leipziger Tieflandsbucht etwa 15 km südöstlich des Leipziger Stadtzentrums gelegene Belgershain kann erstmals zum Jahr 1296 in Schriftquellen nachgewiesen werden. Das hiesige Schloss geht jedoch auf eine Sumpfburg zurück, die wohl schon im 11./12. Jahrhundert angelegt worden sein dürfte. Die Wehranlage diente damals dem Schutz der aus der Gegend um Halle über die Lausitz nach Schlesien führenden Hohen Landstraße (Via Regia Lusatiae Superioris). Im Laufe des 16. Jahrhunderts wurde der Herrensitz zu einem Rittergut umgewandelt, dessen Besitz jedoch häufig wechselte. In dieser Zeit wurde jedoch die alte von Wassergräben umgebene Burg in ein Renaissanceschloss umgestaltet. Im 17. Jahrhundert erhielten die Innenräume ihr heutiges Aussehen, worunter eine Halle mit Kreuzgratgewölbe und ein Wendelstein zählen. Nachdem 1792 die Adelsfamilie von Uechteritz das Rittergut erworben hatte, ließ sie das Schloss zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Stil der Neogotik umgestalten. Nachdem die Familie Schönburg-Waldenburg als spätere Besitzer 1945 enteignet worden war, sollte das Schloss abgebrochen werden. Glücklicherweise wurde dem Einspruch der Gemeinde statt gegeben, so dass die Anlage mitsamt der Kavaliershäuser für öffentliche Zwecke weitergenutzt werden konnte.
Das Ensemble des von einem Wassergraben vollständig umgebenen Schlosses wird durch ein barockes Kavaliershaus sowie die westlich gelegene Johanneskirche vervollständigt. Diese wurde nach dem Abriss der alten Dorfkirche 1682-84 im Barockstil vollständig neu errichtet, wozu im sumpfigen Gelände eine Gründung auf Eichenpfählen nötig war. Die dennoch mangelhafte Standfestigkeit des Bauwerk machte den Einbau einer Eisenbetonkonstruktion unter den Umfassungsmauern nötig, der bis 1931abgeschlossen werden konnte.
Schloss Belgershain
Das in der Leipziger Tieflandsbucht etwa 15 km südöstlich des Leipziger Stadtzentrums gelegene Belgershain kann erstmals zum Jahr 1296 in Schriftquellen nachgewiesen werden. Das hiesige Schloss geht jedoch auf eine Sumpfburg zurück, die wohl schon im 11./12. Jahrhundert angelegt worden sein dürfte. Die Wehranlage diente damals dem Schutz der aus der Gegend um Halle über die Lausitz nach Schlesien führenden Hohen Landstraße (Via Regia Lusatiae Superioris). Im Laufe des 16. Jahrhunderts wurde der Herrensitz zu einem Rittergut umgewandelt, dessen Besitz jedoch häufig wechselte. In dieser Zeit wurde jedoch die alte von Wassergräben umgebene Burg in ein Renaissanceschloss umgestaltet. Im 17. Jahrhundert erhielten die Innenräume ihr heutiges Aussehen, worunter eine Halle mit Kreuzgratgewölbe und ein Wendelstein zählen. Nachdem 1792 die Adelsfamilie von Uechteritz das Rittergut erworben hatte, ließ sie das Schloss zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Stil der Neogotik umgestalten. Nachdem die Familie Schönburg-Waldenburg als spätere Besitzer 1945 enteignet worden war, sollte das Schloss abgebrochen werden. Glücklicherweise wurde dem Einspruch der Gemeinde statt gegeben, so dass die Anlage mitsamt der Kavaliershäuser für öffentliche Zwecke weitergenutzt werden konnte.
Das Ensemble des von einem Wassergraben vollständig umgebenen Schlosses wird durch ein barockes Kavaliershaus sowie die westlich gelegene Johanneskirche vervollständigt. Diese wurde nach dem Abriss der alten Dorfkirche 1682-84 im Barockstil vollständig neu errichtet, wozu im sumpfigen Gelände eine Gründung auf Eichenpfählen nötig war. Die dennoch mangelhafte Standfestigkeit des Bauwerk machte den Einbau einer Eisenbetonkonstruktion unter den Umfassungsmauern nötig, der bis 1931abgeschlossen werden konnte.