Schloss Rochsburg
Das Gebiet um Rochsburg an der Zwickauer Mulde wurde im Zuge des Hochmittelalterlichen Landesausbaus bzw. deutschen Ostkolonisation besiedelt. In wenigen Jahrzehnten in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts wurden die Waldgebiete gerodet und Siedlungen angelegt. Der älteste schriftliche Beleg für die Existenz von Rochsburg datiert aus dem Jahr 1190, als der Ort bereits Zentrum eines Herrschaftsbezirks war, der unmittelbar dem Deutschen Reich unterstellt war. Über die ältesten Bauphasen der auf einem Felssporn über der Zwickauer Mulde angelegten Burg liegen nahezu keine Informationen vor. Lediglich eine Umbauphase in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts ist ausführlicher durch Archivquellen belegt, während danach wiederum kaum Nachrichten vorhanden sind. Zweifelsfrei ist der massive Bergfried bereits um 1200 entstanden und auch am Nordflügel sind Mauerreste aus romanischer Zeit zu finden. Bedeutung erlangte ein Umbau unter Burgherrn Hugo von Schleinitz, der 1470 den berühmten Baumeister Arnold von Westfalen damit beauftragte die Burg in ein Renaissanceschloss umzugestalten. Das Projekt erfolgte zeitgleich mit dem Umbau der Albrechtsburg in Meißen, wo Westfalen für die sächsischen Herrscher Kurfürst Ernst und Herzog Albrecht ein baugeschichtlich bedeutsamen Schlossbau realisierte. Die bis 1482 in Rochsburg realisierte schlichte Vierflügelanlage des Typus "Kastellanalge" ist ebenso wie die Albrechtsburg Vorlage für zahlreiche spätere Schlossbauten Deutschlands geworden.
1503 zerstörte ein verheerender Brand die neugebaute Schlossanlage, was dazu führte, dass bei der Renovierung die Schlosskapelle mit einem Netzrippengewölbe versehen wurde. Nach erneuten Schäden in Folge des Schmalkaldischen Krieges wurden unter der neuen Besitzerfamilie von Schönberg Instandsetzungsarbeiten vorgenommen. Schon 1582 beschädigte ein neuerlicher Brand die Schlossanlage. Bei der Renovierung wurden um das Jahr 1620 romantische Erneuerungen vorgenommen, wie das schlanke Türmchen am Burgeingang. Seither ist das Antlitz des Schlosses Rochsburg jedoch nahezu unverändert geblieben.
Das damals bereits kaum mehr als Adelssitz genutzt Schloss wurde 1911 erstmals für Museumszwecke geöffnet. Ab den 1920er Jahren konnten erholungsbedürftige Kinder in Räumen des Schlosses Ferienaufenthalte verbringen. Der Landesverein Sächsischer Heimatschutz realisiert 1928-1937 dank großzügiger Spenden die bauliche Instandsetzung des Schlosses , womit der ein umfangreicher Jugendherbergsbetrieb aufgenommen werden konnte.
Schloss Rochsburg
Das Gebiet um Rochsburg an der Zwickauer Mulde wurde im Zuge des Hochmittelalterlichen Landesausbaus bzw. deutschen Ostkolonisation besiedelt. In wenigen Jahrzehnten in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts wurden die Waldgebiete gerodet und Siedlungen angelegt. Der älteste schriftliche Beleg für die Existenz von Rochsburg datiert aus dem Jahr 1190, als der Ort bereits Zentrum eines Herrschaftsbezirks war, der unmittelbar dem Deutschen Reich unterstellt war. Über die ältesten Bauphasen der auf einem Felssporn über der Zwickauer Mulde angelegten Burg liegen nahezu keine Informationen vor. Lediglich eine Umbauphase in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts ist ausführlicher durch Archivquellen belegt, während danach wiederum kaum Nachrichten vorhanden sind. Zweifelsfrei ist der massive Bergfried bereits um 1200 entstanden und auch am Nordflügel sind Mauerreste aus romanischer Zeit zu finden. Bedeutung erlangte ein Umbau unter Burgherrn Hugo von Schleinitz, der 1470 den berühmten Baumeister Arnold von Westfalen damit beauftragte die Burg in ein Renaissanceschloss umzugestalten. Das Projekt erfolgte zeitgleich mit dem Umbau der Albrechtsburg in Meißen, wo Westfalen für die sächsischen Herrscher Kurfürst Ernst und Herzog Albrecht ein baugeschichtlich bedeutsamen Schlossbau realisierte. Die bis 1482 in Rochsburg realisierte schlichte Vierflügelanlage des Typus "Kastellanalge" ist ebenso wie die Albrechtsburg Vorlage für zahlreiche spätere Schlossbauten Deutschlands geworden.
1503 zerstörte ein verheerender Brand die neugebaute Schlossanlage, was dazu führte, dass bei der Renovierung die Schlosskapelle mit einem Netzrippengewölbe versehen wurde. Nach erneuten Schäden in Folge des Schmalkaldischen Krieges wurden unter der neuen Besitzerfamilie von Schönberg Instandsetzungsarbeiten vorgenommen. Schon 1582 beschädigte ein neuerlicher Brand die Schlossanlage. Bei der Renovierung wurden um das Jahr 1620 romantische Erneuerungen vorgenommen, wie das schlanke Türmchen am Burgeingang. Seither ist das Antlitz des Schlosses Rochsburg jedoch nahezu unverändert geblieben.
Das damals bereits kaum mehr als Adelssitz genutzt Schloss wurde 1911 erstmals für Museumszwecke geöffnet. Ab den 1920er Jahren konnten erholungsbedürftige Kinder in Räumen des Schlosses Ferienaufenthalte verbringen. Der Landesverein Sächsischer Heimatschutz realisiert 1928-1937 dank großzügiger Spenden die bauliche Instandsetzung des Schlosses , womit der ein umfangreicher Jugendherbergsbetrieb aufgenommen werden konnte.