Wasserturm Sayda
Die Bergstadt Sayda trägt ihren Namen nach einem gewissen Zavid, der vermutlich im Auftrag des böhmischen Klosters Ossegg (Osek) die Ortsgründung übernommen hatte. Schon 1196 taucht "Zavidowe" in historischen Akten auf, wodurch angenommen werden kann, dass es sich um eine der ältesten Siedlungen des Oberen Erzgebirges handelt. Die Lage der Stadt ergab sich durch den Verlauf des Böhmischen Steigs bzw. der Alten Salzstraße, die hier das Erzgebirge querte. Die wirtschaftliche Entwicklung der "Kleinstadt auf der Höhe" blieb insgesamt bescheiden, zumal auch der Bergbau in der Umgebung vergleichsweise wenig Erträge brachte. Zudem führten zahlreiche Brände immer wieder zu Rückschlägen. Die auf der Westseite der Stadt gelegene Burg wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Bis ins 19. Jahrhundert waren noch zwei Wehrtürme erhalten, die dann jedoch abgetragen worden sind, wodurch die Spuren der Burg nahezu vollständig getilgt wurden.
Der 25 m hohe Wasserturm neben dem Hospitalfriedhof wurde 1893/94 errichtet. Das Bauwerk war nötig geworden, da die Wasserversorgung Saydas in Folge des Fehlens von Quellen im Stadtgebiet von jeher problematisch war. Über hölzerne Wasserleitungen war Trinkwasser aus teilweise weit entfernten Quellgebieten in die Stadt gebracht worden. Trotz dieses Aufwands war in dem Dürrejahr 1892 die Wasserversorgung zum Erliegen gekommen, weshalb der Bau eines Hochbehälters als einziger Ausweg erschien. Die gesamte wasserwirtschaftliche Anlage wurde für 75.000 Mark von der Königin Marienhütte in Cainsdorf bei Zwickau erbaut. Ein 1898 eigens erbautes Elektrizitätswerk sowie die Schaffung eines zusätzlichen Wasserreservoirs führten zu einer Optimierung des Wasserwerks, welches sich im Dürrejahr 1911 als ausgezeichnet funktionierend erwies. Der bis heute in Betrieb stehende Wasserturm gilt als wichtiges Baudenkmal der städtischen Wasserversorgungen der Zeit um 1900.
Wasserturm Sayda
Die Bergstadt Sayda trägt ihren Namen nach einem gewissen Zavid, der vermutlich im Auftrag des böhmischen Klosters Ossegg (Osek) die Ortsgründung übernommen hatte. Schon 1196 taucht "Zavidowe" in historischen Akten auf, wodurch angenommen werden kann, dass es sich um eine der ältesten Siedlungen des Oberen Erzgebirges handelt. Die Lage der Stadt ergab sich durch den Verlauf des Böhmischen Steigs bzw. der Alten Salzstraße, die hier das Erzgebirge querte. Die wirtschaftliche Entwicklung der "Kleinstadt auf der Höhe" blieb insgesamt bescheiden, zumal auch der Bergbau in der Umgebung vergleichsweise wenig Erträge brachte. Zudem führten zahlreiche Brände immer wieder zu Rückschlägen. Die auf der Westseite der Stadt gelegene Burg wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Bis ins 19. Jahrhundert waren noch zwei Wehrtürme erhalten, die dann jedoch abgetragen worden sind, wodurch die Spuren der Burg nahezu vollständig getilgt wurden.
Der 25 m hohe Wasserturm neben dem Hospitalfriedhof wurde 1893/94 errichtet. Das Bauwerk war nötig geworden, da die Wasserversorgung Saydas in Folge des Fehlens von Quellen im Stadtgebiet von jeher problematisch war. Über hölzerne Wasserleitungen war Trinkwasser aus teilweise weit entfernten Quellgebieten in die Stadt gebracht worden. Trotz dieses Aufwands war in dem Dürrejahr 1892 die Wasserversorgung zum Erliegen gekommen, weshalb der Bau eines Hochbehälters als einziger Ausweg erschien. Die gesamte wasserwirtschaftliche Anlage wurde für 75.000 Mark von der Königin Marienhütte in Cainsdorf bei Zwickau erbaut. Ein 1898 eigens erbautes Elektrizitätswerk sowie die Schaffung eines zusätzlichen Wasserreservoirs führten zu einer Optimierung des Wasserwerks, welches sich im Dürrejahr 1911 als ausgezeichnet funktionierend erwies. Der bis heute in Betrieb stehende Wasserturm gilt als wichtiges Baudenkmal der städtischen Wasserversorgungen der Zeit um 1900.