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Trinitatiskirche zu Hainichen

Das in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts gegründete Waldhufendorf Hainichen wurde erst 1282 explizit als Stadt bezeichnet. 1715 wurde hier Christian Fürchtegott Gellert geboren, weshalb die Stadt diesem bedeutenden Dichter der Aufklärung zu Ehren heute den Namenszusatz "Gellertstadt" trägt. Zudem zeugt der 1816 in Hainichen geborene Friedrich Gottlob Keller, als Erfinder des Holzschliffverfahrens zur Papierherstellung, von der Bedeutung der Stadt im Zeitalter der Frühindustrialisierung. Die wirtschaftliche Entwicklung war bereits zuvor von Tuchmacherei und Leinwandherstellung geprägt, wodurch im 19. Jahrhundert die Textilindustrie mit über 22 Spinnereien und weiterverarbeitenden Gewerben eine starke Vergrößerung der Siedlungsfläche herbeiführte. Die heute mit ihrem 72 m hohen Turm das Ortsbild prägende Trinitatiskirche kündet vom damaligen bürgerlichen Anspruch der Stadt Hainichen. Das in Klinkerbauweise errichtete Bauwerk in neogotischer Optik wurde von Gotthilf Ludwig Möckel entworfen. Die im Ortskern befindliche alte Kirche wurde 1906 ersatzlos abgetragen.

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Uploaded on January 13, 2024