Kirche des Erzengels Michael und Voigteihaus in Goldenstein
Branná - Kostel sv. Michaela a Fojtství
Goldenstein (Branná) am Fuß des Altvatergebirges (Hrubý Jeseník) wurde vermutlich im Schutz einer Burg um das Jahr 1282 gegründet. 1325 wurde die an der Handelsstraße nach Schlesien gelegene Siedlung vom Markgrafen Karl von Mähren zu einer Bergstadt erhoben. Im Tal der Bord (Branná) existierten bereits damals Eisenhämmer und auf der hiesigen Goldkuppe waren Silber- und Goldbergwerke in Betrieb, wovon sich zugleich der Name der Siedlung Goldenstein herleiten lässt. Der Bergbau kam im Zuge der Hussitenkriege zwar zum Erliegen, jedoch erhielt Goldenstein im Jahr 1570 Marktrechte. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Bergbau durch die Graphitwerke Buhl-Alberti AG nochmals aufgenommen und Goldenstein wurde an das Bahnnetz angeschlossen. Nach der Vertreibung der deutschen Anwohner sank die Einwohnerzahl um mehr als die Hälfte und das Städtchen, welches bis 1948 noch den von „Goldenstein“ abgeleiteten tschechischen Namen „Kolštejn“ trug wurde nunmehr nach dem Flüsschen Branná benannt.
Die eindrucksvolle Silhouette Goldensteins wird durch das Ensemble von Burg, Voigtei, Stadtkirche und Rathaus geprägt. Die Ruine der um 1350 entstandenen gotischen Burg blieb beim 1575 bis 1613 unter dem Grafen von Würben erfolgenden Bau des Renaissanceschlosses erhalten. Die Stadtkirche des Erzengels Michael entstand zeitgleich (1612-14) als Renaissancebau, der zunächst den protestantischen Böhmischen Brüdern diente. Als die Kirche bereits rekatholisiert war, erhielt sie 1690-94 ihren dominanten Turm, der sich deutlich über den Turm des daneben bereits 1608 errichteten Voigteihauses erhebt. Das ebenfalls turmbekrönte repräsentative Rathaus an der Nordseite des Marktplatzes wurde erst 1905/06 erbaut.
Kirche des Erzengels Michael und Voigteihaus in Goldenstein
Branná - Kostel sv. Michaela a Fojtství
Goldenstein (Branná) am Fuß des Altvatergebirges (Hrubý Jeseník) wurde vermutlich im Schutz einer Burg um das Jahr 1282 gegründet. 1325 wurde die an der Handelsstraße nach Schlesien gelegene Siedlung vom Markgrafen Karl von Mähren zu einer Bergstadt erhoben. Im Tal der Bord (Branná) existierten bereits damals Eisenhämmer und auf der hiesigen Goldkuppe waren Silber- und Goldbergwerke in Betrieb, wovon sich zugleich der Name der Siedlung Goldenstein herleiten lässt. Der Bergbau kam im Zuge der Hussitenkriege zwar zum Erliegen, jedoch erhielt Goldenstein im Jahr 1570 Marktrechte. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Bergbau durch die Graphitwerke Buhl-Alberti AG nochmals aufgenommen und Goldenstein wurde an das Bahnnetz angeschlossen. Nach der Vertreibung der deutschen Anwohner sank die Einwohnerzahl um mehr als die Hälfte und das Städtchen, welches bis 1948 noch den von „Goldenstein“ abgeleiteten tschechischen Namen „Kolštejn“ trug wurde nunmehr nach dem Flüsschen Branná benannt.
Die eindrucksvolle Silhouette Goldensteins wird durch das Ensemble von Burg, Voigtei, Stadtkirche und Rathaus geprägt. Die Ruine der um 1350 entstandenen gotischen Burg blieb beim 1575 bis 1613 unter dem Grafen von Würben erfolgenden Bau des Renaissanceschlosses erhalten. Die Stadtkirche des Erzengels Michael entstand zeitgleich (1612-14) als Renaissancebau, der zunächst den protestantischen Böhmischen Brüdern diente. Als die Kirche bereits rekatholisiert war, erhielt sie 1690-94 ihren dominanten Turm, der sich deutlich über den Turm des daneben bereits 1608 errichteten Voigteihauses erhebt. Das ebenfalls turmbekrönte repräsentative Rathaus an der Nordseite des Marktplatzes wurde erst 1905/06 erbaut.