Aufgearbeitetes Basaltblockmeer am Kleinen Gleichberg (Steinsburg)
Die Gleichberge beherrschen als markanter Doppelgipfel die Landschaft südlich des Thüringer Waldes. Beide Berge werden aus Basalten aufgebaut die durch Vulkanismus während der Zeit des Tertiär gebildet worden sind. Insbesondere der Kleine Gleichberg fasziniert durch ungewöhnlich große Blockmeere, die sich um den gesamten Gipfel ziehen. Der plateauartige Berg bot dadurch von jeher eine grandiose Fernsicht, wodurch er einen geradezu perfekten Ort zur Anlage einer Höhensiedlung darstellte. Die als "Steinsburg" bezeichnete keltische Bergfestung wurde in mehreren Phasen ausgebaut, wobei ein mehrteiliges Ringmauersystem entstand, dessen äußerste Mauer über 3 Kilometer lang war! Die Steinsburg wurde im 19. Jahrhundert von den ersten Forschern aufgrund dieser gigantischen Bauleistung gar auf eine Stufe mit den ägyptischen Pyramiden gestellt wurde. Nichtsdestotrotz fielen große Teil des Trockenmauerwerks der Abfuhr des Steinmaterials zum Zwecke des Straßenbaus zum Opfer. Die gesamten Blockmeere wurden zudem systematisch umgepflügt, um brauchbare Pflastersteine auszulesen. Dabei entstanden die gangartigen Strukturen und Steinsetzungen, die das mystische Erscheinungsbild des Berges ergänzen. Zumindest brachte dieses zerstörerische Werk eine ungewöhnlich große Zahl archäologischer Funde, die allerdings selten exakt in ihrer Befundsituation dokumentiert sind. Neben den verbliebenen baulichen Zeugnissen der Steinsburg kann auf dem Gipfel das Fundament der ehemaligen Wallfahrtskapelle St. Michael entdeckt werden. Vermutlich wurde sie am Standort eines vorchristlichen Heiligtums angelegt. Die archäologischen Funde aus der Steinsburg sowie aus der weiteren Umgebung können im Museum am Sattel zwischen Großem und Kleinen Gleichberg betrachtet werden. Eine Wanderung auf den Kleinen Gleichberg lohnt aber allein schon wegen der unvergleichlich reichhaltigen Fernsicht.
Aufgearbeitetes Basaltblockmeer am Kleinen Gleichberg (Steinsburg)
Die Gleichberge beherrschen als markanter Doppelgipfel die Landschaft südlich des Thüringer Waldes. Beide Berge werden aus Basalten aufgebaut die durch Vulkanismus während der Zeit des Tertiär gebildet worden sind. Insbesondere der Kleine Gleichberg fasziniert durch ungewöhnlich große Blockmeere, die sich um den gesamten Gipfel ziehen. Der plateauartige Berg bot dadurch von jeher eine grandiose Fernsicht, wodurch er einen geradezu perfekten Ort zur Anlage einer Höhensiedlung darstellte. Die als "Steinsburg" bezeichnete keltische Bergfestung wurde in mehreren Phasen ausgebaut, wobei ein mehrteiliges Ringmauersystem entstand, dessen äußerste Mauer über 3 Kilometer lang war! Die Steinsburg wurde im 19. Jahrhundert von den ersten Forschern aufgrund dieser gigantischen Bauleistung gar auf eine Stufe mit den ägyptischen Pyramiden gestellt wurde. Nichtsdestotrotz fielen große Teil des Trockenmauerwerks der Abfuhr des Steinmaterials zum Zwecke des Straßenbaus zum Opfer. Die gesamten Blockmeere wurden zudem systematisch umgepflügt, um brauchbare Pflastersteine auszulesen. Dabei entstanden die gangartigen Strukturen und Steinsetzungen, die das mystische Erscheinungsbild des Berges ergänzen. Zumindest brachte dieses zerstörerische Werk eine ungewöhnlich große Zahl archäologischer Funde, die allerdings selten exakt in ihrer Befundsituation dokumentiert sind. Neben den verbliebenen baulichen Zeugnissen der Steinsburg kann auf dem Gipfel das Fundament der ehemaligen Wallfahrtskapelle St. Michael entdeckt werden. Vermutlich wurde sie am Standort eines vorchristlichen Heiligtums angelegt. Die archäologischen Funde aus der Steinsburg sowie aus der weiteren Umgebung können im Museum am Sattel zwischen Großem und Kleinen Gleichberg betrachtet werden. Eine Wanderung auf den Kleinen Gleichberg lohnt aber allein schon wegen der unvergleichlich reichhaltigen Fernsicht.