Aula Leopoldina - Alte Universität Breslau - Aula Leopoldina – Stary Uniwersytet Wrocławski

Die Aula Leopoldina wurde 1728 bis 1732 zu Ehren des Gründers der Universität zu Breslau, des Römisch-deutschen Kaisers Leopold I. aus der Dynastie der Habsburger erbaut. Auftraggeber war dessen Sohn Kaiser Karl VI., der so wie sein Vater König von Böhmen und somit schlesischer Landesfürst war. Es handelt sich um Polens größten und einen der größten Barocksäle Europas.

 

Die Gestaltung des Saales entwarf Christoph Tausch. Die Stuckdekorationen führte der Bildhauer Franz Joseph Mangoldt aus und die Deckenmalerei Johann Christoph Handke. Für die Holzskulpturen war Christoph Hollandt verantwortlich.

 

Die Aula Leopoldina blieb während des Zweiten Weltkriegs unversehrt. Trotzdem wurde sie kaum genutzt und musste Ende der 90er Jahre umfangreich saniert werden. Ein großer Teil des Geldes für die Sanierung kam aus Deutschland von offiziellen Stellen, u. a. aus Mitteln des damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau. Am 17. November 2001 wurde die Aula Leopoldina mit einem klassischen Konzert eines deutsch-polnischen Orchesters, dem Wroclaw Chamber Orchestra, offiziell wiedereröffnet.

 

Die Aula ist heute sowohl ein Teil des Universitätsmuseums als auch ein Ort für offizielle, jährlich stattfindende Zeremonien, z. B. für Immatrikulationen. Wegen ihrer hervorragenden Akustik wird die Aula Leopoldina häufig für Konzerte genutzt.

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Uploaded on December 18, 2024
Taken on August 2, 2024