Happy new week, dear friends :-)
The past weeks we had an always changing weather - up in the mountains it was snowing , the snow was melting and meanwhile it snowed again...The typical weather for February.
The poem " Der Februar" by German author, poet, screenwriter and satirist Erich Kästner describes this month so well. (From the cycle of poems: "The 13 Months").
Sorry please, in German only.
________
Die letzten Wochen hatten wir ein ständig wechselndes Wetter:
oben in den Bergen schneite und taute und stürmte und schneite es, unten in den Städten: auch trübes Wetter.
Erich Kästner beschreibt diesen Monat in dem Gedichtzyklus "Die 13 Monate" aus seinem ganz besonderen Blickwinkel.
_________
Der Februar
Nordwind bläst. Und Südwind weht.
Und es schneit. Und taut. Und schneit.
Und indes die Zeit vergeht
bleibt ja doch nur eins: die Zeit.
Pünktlich holt sie aus der Truhe
falschen Bart und goldnen Kram.
Pünktlich sperrt sie in die Truhe
Sorgenkleid und falsche Scham.
In Brokat und seidnen Resten,
eine Maske vorm Gesicht,
kommt sie dann zu unsren Festen.
Wir erkennen sie nur nicht.
Bei Trompeten und Gitarren
drehn wir uns im Labyrinth
und sind aufgeputzte Narren
um zu scheinen, was wir sind.
Unsre Orden sind Attrappe.
Bunter Schnee ist aus Papier.
Unsre Nasen sind aus Pappe.
Und aus welchem Stoff sind wir?
Bleich, als sähe er Gespenster,
mustert uns Prinz Karneval.
Aschermittwoch starrt durchs Fenster.
Und die Zeit verläßt den Saal.
Pünktlich legt sie in die Truhe
das Vorüber und Vorbei.
Pünktlich holt sie aus der Truhe
Sorgenkleid und Einerlei.
Nordwind bläst. Und Südwind weht.
Und es schneit. Und taut. Und schneit.
Und indes die Zeit vergeht,
bleibt uns doch nur eins: die Zeit.
Happy new week, dear friends :-)
The past weeks we had an always changing weather - up in the mountains it was snowing , the snow was melting and meanwhile it snowed again...The typical weather for February.
The poem " Der Februar" by German author, poet, screenwriter and satirist Erich Kästner describes this month so well. (From the cycle of poems: "The 13 Months").
Sorry please, in German only.
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Die letzten Wochen hatten wir ein ständig wechselndes Wetter:
oben in den Bergen schneite und taute und stürmte und schneite es, unten in den Städten: auch trübes Wetter.
Erich Kästner beschreibt diesen Monat in dem Gedichtzyklus "Die 13 Monate" aus seinem ganz besonderen Blickwinkel.
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Der Februar
Nordwind bläst. Und Südwind weht.
Und es schneit. Und taut. Und schneit.
Und indes die Zeit vergeht
bleibt ja doch nur eins: die Zeit.
Pünktlich holt sie aus der Truhe
falschen Bart und goldnen Kram.
Pünktlich sperrt sie in die Truhe
Sorgenkleid und falsche Scham.
In Brokat und seidnen Resten,
eine Maske vorm Gesicht,
kommt sie dann zu unsren Festen.
Wir erkennen sie nur nicht.
Bei Trompeten und Gitarren
drehn wir uns im Labyrinth
und sind aufgeputzte Narren
um zu scheinen, was wir sind.
Unsre Orden sind Attrappe.
Bunter Schnee ist aus Papier.
Unsre Nasen sind aus Pappe.
Und aus welchem Stoff sind wir?
Bleich, als sähe er Gespenster,
mustert uns Prinz Karneval.
Aschermittwoch starrt durchs Fenster.
Und die Zeit verläßt den Saal.
Pünktlich legt sie in die Truhe
das Vorüber und Vorbei.
Pünktlich holt sie aus der Truhe
Sorgenkleid und Einerlei.
Nordwind bläst. Und Südwind weht.
Und es schneit. Und taut. Und schneit.
Und indes die Zeit vergeht,
bleibt uns doch nur eins: die Zeit.