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Norway / Agder - Lindesnes fyr

Norwegen / Agder - Lindesnes fyr

 

Lindesnes Lighthouse (Norwegian: Lindesnes fyr) is a coastal lighthouse at the southernmost tip of Norway, about 10 kilometres (6.2 mi) southwest of the village of Høllen in Lindesnes municipality in Agder county. The present lighthouse was built in 1915, although the station was first built in 1656 to mark the entrance to the Skaggerak and the Baltic Sea from the North Sea. The current 16.1-metre (53 ft) tall lighthouse is cast iron with a granite foundation. The lighthouse is painted white, with a red top. The light sits at an elevation of 50.1 metres (164 ft) and it emits a fixed and flashing white light that is always on and it rotates between a low intensity and high intensity light every 20 seconds. The light comes from a first order Fresnel lens that can be seen for up to 17.7 nautical miles (32.8 km; 20.4 mi).

 

History

 

The lighthouse was first built in 1656, and over the centuries, several more were built to replace the older ones. In 1822, the lighthouse was refitted with a coal lamp, and in 1854, a new lamp was installed with the current lens. The current cast iron tower was set up in 1915 and fitted with the old Fresnel lens. In 1920, the lighthouse station got its first fog signal, a siren. The fog signal and its machinery is placed in a building beside the tower.

 

During World War II, the lighthouse was taken over by the Germans. Being an important watchpoint, the Germans built a small fortress with four guns and, after a while, a radar antenna. The traces from World War II are still visible as trenches, tunnels, and other fortifications.

 

In the 1950s, the lighthouse station was electrified and the fog signal was replaced with a powerful Diaphone. The fog signal was closed as a navigational aid in 1988, but it is still operational and is used on special occasions.

 

The lighthouse was selected as the millennium site for Vest-Agder county.

 

Museum

 

Lindesnes Lighthouse is owned by the Norwegian Coastal Administration and is still active. It is also a museum, operated by the non-profit Lindesnes Lighthouse Museum Foundation. In addition to the buildings belonging to the lighthouse, keeper's cottages, sheds, and boathouses, Lindesnes Lighthouse also has a visitor centre inside the nearby mountain with exhibitions, a cinema hall and a cafeteria. There is also a museum shop.

 

Lindesnes Lighthouse Museum is a part of the National Museums of Coastal Infrastructure, Kystmusea, together with Tungenes Lighthouse outside Stavanger, Dalsfjord Lighthouse museum in Sunnmøre, and the Lofoten Museum in Kabelvåg. Kystmusea cooperates closely with the Norwegian Coastal Administration.

 

(Wikipedia)

 

Das Lindesnes fyr ist Norwegens ältester und südlichster Leuchtturm auf dem Festland. Am 27. Februar 1655 wurde hier Norwegens erstes Leuchtfeuer angezündet. Lindesnes fyr befindet sich auf dem Gebiet der Kommune Lindesnes.

 

Geschichte

 

Mittelalter

 

Schon seit dem Mittelalter war das Lindesnes fyr eine der wichtigsten Landmarken zwischen Nordsee und Ostsee.

 

An Norwegens Südspitze trifft die wichtige Küstenlinie auf die Hochsee. Die meisten Segelschiffe, die über den Skagerrak segeln wollten, suchten die Südspitze als Ziel und Ausgangspunkt aus, zumal die Küste viele Zufluchtsmöglichkeiten in Form natürlicher Häfen bietet. Auf dänischer Seite gibt es dagegen nur die Jammerbucht, um Schutz vor Wetter und Wind zu finden. Am Schluss des 15. Jahrhunderts beschreibt der norwegische Priester und Historiker Peder Claussøn Friis Lindesnes als „die Landzunge, welche alle Seefahrer kennen“.

 

Das Fahrwasser um Lindesnes war dennoch gefürchtet, da dort Skagerrak und Nordsee aufeinandertreffen. Kräftige Winde und Strömungen haben dort viele Segelschiffe auf Grund gesetzt: die Strecke zwischen Lindesnes und Lista wird von Seefahrtshistorikern als ein „klassisches Schiffbruchgebiet“ bezeichnet.

 

17. Jahrhundert

 

Es ist kein Zufall, dass das erste Leuchtfeuer Norwegens ausgerechnet in Lindesnes angezündet wurde. Der dänische König Fredrik III. gab am 18. Juli 1655 Pouell Hansønn (Kristiansand) das Privileg, ein Leuchtfeuer in Lindesnes zu betreiben. Der Betrieb sollte mit einer Steuer auf alle Hafeneinläufe zwischen Bergen und Båhuslen finanziert werden.

 

Der Zeitpunkt für den Start im Herbst 1655 war allerdings schlecht gewählt – die drei mit Materialien und Ausrüstung von Kristiansand ausgesendeten Schiffe benötigten mehr als sieben Wochen für die Fahrt nach Lindesnes. Auch das Schiff, welches Kohle aus England holen sollte, brauchte übermäßig viel Zeit; daher wurde das Feuer zunächst als 3-geschossiger Holzturm mit 30 Kerzen hinter Bleiglasfenstern erbaut. Dieses war natürlich eine sehr unkonventionelle Konstruktion; und so ließen auch die ersten Klagen nicht auf sich warten. Selbst als das Kohlefeuer endlich in Betrieb genommen werden konnte, sah sich der König genötigt, das Feuer bereits im Herbst des nächsten Jahres einzustellen.

 

18. Jahrhundert

 

Erst 69 Jahre später wurde das Leuchtfeuer auf Lindesnes wieder in Betrieb genommen. Es wurde allerdings beschlossen, 2 Kohlefeuer einzurichten: Das auf der Landzunge und eines in Markøy, ein wenig weiter westlich. Dieses sollte die Verwechslung der Leuchtfeuer von Lindesnes und Skagen (Dänemark) verhindern. Beide Feuer wurden am 1. Februar 1725 angezündet und bestanden nur aus einem offenen Feuertopf direkt auf dem Felsen.

 

19. Jahrhundert

 

Im Jahre 1822 wurden beide Feuer zu geschlossenen Kohlefeuern umgebaut. So wurden die Feuerkessel in einem geschlossenen Lampenraum auf einem gemauerten Fundament mit Rauchkanälen platziert, was zu einer sichereren und ökonomischeren Verbrennung führte. Beide Fundamente dieser geschlossenen Kohlefeuer sind heute noch vorhanden.

 

Das Feuer in Markøy wurde 1844 abgebaut. 1854 wurde das Feuer auf Lindesnes umgebaut; es erhielt die erste Linse. Lichtquelle wurde eine moderne Dochtlampe mit Paraffin.

 

20. Jahrhundert

 

In 1915 zog die Linse in einen neugebauten Gusseisenturm um.[1] Außerdem wurde 1920 noch ein neues Maschinenhaus errichtet und ein Nebelwarnhorn installiert. Damit bekam die Feuerstation die Form, die sie auch noch heute hat.

 

Der Leuchtturm in Lindesnes hatte eine feste Besatzung bis zum Jahre 2003. Im Jahre 1992 wurde eine eigene Stiftung ins Leben gerufen, um den Leuchtturm und das Leuchtfeuer für Besucher zu öffnen und zu erhalten. Im Jahr 2000 wurde das Lindesnes fyr zur „Jahrtausendstätte“ der Fylke Vest-Agder gewählt; in Folge wurde darauf eine neue Vermittlungsstation im Fels unter dem Leuchtturm errichtet. Das Lindesnes fyr wurde außerdem als Hauptstelle für ein Nationales Leuchtturmmuseum vorgeschlagen.

 

Tourismus

 

Der Leuchtturm ist einer der meistbesuchten Plätze in Agder, direkt nach dem Tierpark in Kristiansand. Jährlich besteigen 100.000 Menschen den Turm. Im Jahre 2004 wurde Norwegens erstes Leuchtturmmuseum am Lindesnes fyr eröffnet.

 

Der Leuchtturm heute

 

Der Leuchtturm wird heute von dem Museum betrieben; es werden außerdem weitere Aktivitäten und Dienstleistungen angeboten. In der neugebauten, großen Felsenhalle unter dem heutigen Turm finden während der gesamten Touristensaison Konzerte, Gottesdienste und Veranstaltungen der Kommune (inkl. Filmvorführungen) statt.

 

(Wikipedia)

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Uploaded on December 5, 2025
Taken on August 4, 2024