Vienna - Schönbrunn Palace
Wien - Schloß Schönbrunn
seen from Neptune Fountain
gesehen vom Neptunbrunnen
Schönbrunn Palace (German: Schloss Schönbrunn [ʃøːnˈbʁʊn]; Central Bavarian: Schloss Scheenbrunn) was the main summer residence of the Habsburg rulers, located in Hietzing, Vienna. The 1,441-room Rococo palace is one of the most important architectural, cultural, and historic monuments in the country. Since the mid-1950s it has been a major tourist attraction. The history of the palace and its vast gardens spans over 300 years, reflecting the changing tastes, interests, and aspirations of successive Habsburg monarchs.
In 1569, Holy Roman Emperor Maximilian II purchased a large floodplain of the Wien river beneath a hill, situated between Meidling and Hietzing, where a former owner, in 1548, had erected a mansion called Katterburg. The emperor ordered the area to be fenced and put game there such as pheasants, ducks, deer and boar, in order for it to serve as the court's recreational hunting ground. In a small separate part of the area, "exotic" birds such as turkeys and peafowl were kept. Fishponds were also built.
The name Schönbrunn (meaning "beautiful spring") has its roots in an artesian well from which water was consumed by the court.
During the next century, the area was used as a hunting and recreation ground. Eleonora Gonzaga, who loved hunting, spent much time there and was bequeathed the area as her widow's residence after the death of her husband, Ferdinand II. From 1638 to 1643, she added a palace to the Katterburg mansion, while in 1642 came the first mention of the name "Schönbrunn" on an invoice. The origins of the Schönbrunn orangery seem to go back to Eleonora Gonzaga as well. The Schönbrunn Palace in its present form was built and remodelled during the 1740–50s during the reign of empress Maria Theresa who received the estate as a wedding gift. Franz I commissioned the redecoration of the palace exterior in the neoclassical style as it appears today.
Franz Joseph, the longest-reigning emperor of Austria, was born at Schönbrunn and spent a great deal of his life there. He died there, at the age of 86, on 21 November 1916. Following the downfall of the Habsburg monarchy in November 1918, the palace became the property of the newly founded Austrian Republic and was preserved as a museum.
After World War II and during the Allied Occupation of Austria (1945—55), Schönbrunn Palace was requisitioned to provide offices for both the British Delegation to the Allied Commission for Austria, and for the headquarters for the small British Military Garrison present in Vienna. With the reestablishment of the Austrian republic in 1955, the palace once again became a museum. It is still sometimes used for important events such as the meeting between U.S. president John F. Kennedy and Soviet premier Nikita Khrushchev in 1961.
Since 1992 the palace and gardens have been owned and administered by the Schloss Schönbrunn Kultur-und Betriebsges.m.b.H., a limited-liability company wholly owned by the Republic of Austria. The company conducts preservation and restoration of all palace properties without state subsidies. UNESCO catalogued Schönbrunn Palace on the World Heritage List in 1996, together with its gardens, as a remarkable Baroque ensemble and example of synthesis of the arts (Gesamtkunstwerk).
The sculpted garden space between the palace and the Neptune Fountain is called the Great Parterre. The French garden, a big part of the area, was planned by Jean Trehet, a disciple of André Le Nôtre, in 1695. It contains, among other things, a maze.
The complex however includes many more attractions: Besides the Tiergarten, an orangerie erected around 1755, staple luxuries of European palaces of its type, a palm house (replacing, by 1882, around ten earlier and smaller glass houses in the western part of the park) is noteworthy. Western parts were turned into English garden style in 1828–1852.
The area called Meidlinger Vertiefung (engl.: depression of Meidling) to the west of the castle was turned into a play area and drill ground for the children of the Habsburgs in the 19th century. At this time it was common to use parks for the military education of young princes. Whereas the miniature bastion, which was built for this purpose, does not exist anymore, the garden pavilion that was used as shelter still does. It was turned into a café in 1927 and is known as Landtmann’s Jausen Station since 2013.
At the outmost western edge, a botanical garden going back to an earlier arboretum was re-arranged in 1828, when the Old Palm House was built. A modern enclosure for Orangutans, was restored besides a restaurant and office rooms in 2009.
The garden axis points towards a 60-metre-high (200 ft) hill, which since 1775 has been crowned by the Gloriette structure (Fischer von Erlach had initially planned to erect the main palace on the top of this hill).
(Wikipedia)
Das Schloss Schönbrunn, in seiner heutigen Form im 18. Jahrhundert als Sommerresidenz für Kaiserin (eigentlich Kaisergattin und Erzherzogin) Maria Theresia errichtet, liegt seit 1892 im 13. Wiener Gemeindebezirk, Hietzing. Sein Name geht auf einen Kaiser Matthias zugeschriebenen Ausspruch zurück. Er soll hier im Jahr 1619 auf der Jagd eine artesische Quelle „entdeckt“ und ausgerufen haben: „Welch’ schöner Brunn“.
Von 1638 bis 1643 wurde in dieser Gegend ein Schlossbau als Residenz für die zweite Ehefrau des Kaisers Ferdinand II., Eleonora Gonzaga, errichtet. Diese Anlage wurde jedoch in der Zweiten Wiener Türkenbelagerung 1683 schwer beschädigt. 1687 gab Leopold I. für seinen Thronfolger Joseph I. einen repräsentativen Neubau von Johann Bernhard Fischer von Erlach für das damals weit vor den Toren der Stadt gelegene Schloss in Auftrag.
Erst ab 1743 wurden unter Maria Theresia, seit 1745 als Kaiserin tituliert, von Nikolaus von Pacassi und Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg das Schloss und der Park in seiner heutigen Form um- und ausgebaut. Der barocke Palast war von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches im Jahre 1806 die Sommerresidenz der Könige und Kaiser des Reiches und ab 1804 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges des österreichischen Kaiserhauses. Das Schloss war in dieser Zeit fast durchgehend von einem mehrere hundert Personen umfassenden Hofstaat bewohnt und wurde zu einem kulturellen und politischen Mittelpunkt des Habsburgerreiches. Während der österreichisch-ungarischen Monarchie wurde es auch k. k. Lustschloss Schönbrunn genannt.
Schönbrunn ist das größte Schloss und eines der bedeutendsten und meistbesuchten Kulturgüter Österreichs. Das Schloss und der etwa 160 ha große Park sind seit 1996 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Eine Hauptattraktion im Schlosspark ist der älteste noch bestehende Zoo der Welt, der Tiergarten Schönbrunn (16 ha). Schloss und Park zählen zu den touristischen Hauptsehenswürdigkeiten Wiens.
Das Schloss und sein Park bilden ein untrennbares Ensemble. Zwar ist die Anlage bereits in Fischer von Erlachs Entwurf skizziert, doch geht die gartenarchitektonische Gestaltung auf Jean Trehet, einen Schüler Le Nôtres, zurück, der 1695 mit den Planungen begann und bis 1699 ständig in Schönbrunn beschäftigt war. Späteres, wenigstens zeitweiliges Wirken ebenda ist anzunehmen. Auf Trehet geht die Breite des Parterres zurück (das sich damals aber vermutlich nur in halber jetziger Länge erstreckte), und er ließ die seitlich davon liegenden Boskette anlegen. Zu Trehets Anlage gibt es zwar Notizen, doch leider keine Abbildungen.
Nachdem Maria Theresia 1742 das Schloss zur Sommerresidenz erkoren hatte, wurde das Parterre um 1750 auf die jetzige Größe erweitert. Um die Umgestaltung der Anlage kümmerte sich insbesondere Kaiser Franz I. Stephan, der 1752 den Tiergarten und 1753, auf dafür zugekauftem Grund, der westlich an das bisherige Areal anschloss, den Holländisch-Botanischen Garten einrichten ließ. Er beauftragte damit den Holländer Adrian van Steckhoven und seinen Gehilfen Richard van der Schot. Zwar wurde 1755 das jetzige Orangeriegebäude fertig gestellt, doch Pläne für die Gestaltung des Hügels gediehen zu Lebzeiten des Kaisers nur so weit, dass eine das Parkett fortführende Schneise in den Wald geschlagen wurde.
Erst sieben Jahre nach dem Tode ihres Gemahls gab Maria Theresia eine gründliche Umgestaltung des Hügels und des Parks in Auftrag, und zwar an Hetzendorf von Hohenberg, den ihr Berater Kaunitz bereits 1765 bei Hof eingeführt hatte.
Hohenbergs erstes Projekt (1771/1772) sah ein großes Bassin auf der Anhöhe vor, das eine Anzahl von Springbrunnen speisen sollte, beispielsweise neben dem Neptunbrunnen vier weitere im Großen Parterre. Die Bauarbeiten wurden 1773 begonnen. Ein in der Mittelachse des Parterres seit etwa 1700 bestehendes sternförmiges Becken wurde in das westliche Boskett versetzt, wo es bis heute als Sternbassin oder Westlicher Najadenbrunnen besteht.
Erst 1776/1777 stellte sich endgültig heraus, dass der Wasserbedarf der Brunnen von Hohenbergs erstem Entwurf nicht gedeckt werden konnte, weshalb zwölf bereits gegrabene Brunnenbecken wieder zugeschüttet wurden, die vier im Großen Parterre, die anderen am Hang. Hohenberg vollendete stattdessen den Obeliskbrunnen (1777) und die Ruine (1778) und konzentrierte sich danach auf die Gestaltung des Neptunbrunnens. Dieser konnte 1780, noch zu Lebzeiten Maria Theresias, in Betrieb genommen werden.
Der Park wurde um 1779 von Kaiser Joseph II. zum Unmut des Hofadels der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und stellt seither ein wichtiges Erholungsgebiet für die Wiener Bevölkerung dar. Bedeutender Hofgartendirektor war Friedrich Leo von Rottenberger, der die Leitung von 1918 bis 1934 erfolgreich innehatte. Nach dem Ende der Monarchie wurden die Gärten von den Bundesgärten Wien Innsbruck verwaltet. Nachfolger von Rottenberger wurde Franz Matschkai. Derzeit liegt die Leitung bei Brigitte Mang.
(Wikipedia)
Der Neptunbrunnen im Schönbrunner Schlosspark wurde im Zuge der Umgestaltung der Anlage unter Kaiserin Maria Theresia zwischen 1778 und 1780 erbaut. Der Brunnen ist gut hundert Meter lang, knapp fünfzig Meter breit und ohne Figuren etwas über sieben Meter hoch.
Geschichte
Der Neptunbrunnen im Schönbrunner Schlosspark wurde im Zuge der Umgestaltung der Anlage unter Kaiserin Maria Theresia zwischen 1778 und 1780 erbaut. Der Brunnen ist gut hundert Meter lang, knapp fünfzig Meter breit und ohne Figuren etwas über sieben Meter hoch.
Geschichte
Die Grabungen für das Bassin (und vier weitere im Großen Parterre vorgesehene Brunnen) wurden 1776 begonnen, doch musste das Konzept 1777 abgeändert werden, nachdem sich herausgestellt hatte, dass keine entsprechenden Mengen Wassers herbeigeleitet werden könnten. Dies führte dazu, dass gegrabene Bassins wieder zugeschüttet werden mussten und dass die Fertigstellung des Neptunbrunnens sich bis 1780 verzögerte.
Der Entwurf der aus Ziegeln gemauerten, aber mit Kaiserstein verkleideten Anlage stammt von Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg. Die Herstellung der Skulpturen aus weißem Sterzinger Marmor wurde dem k.k. Hofstatuarius (Hofbildhauer) Johann Christian Wilhelm Beyer übertragen und in seinem Atelier ausgeführt.
Beschreibung
Der Brunnen liegt in der Hauptachse zwischen Schloss und Gloriette am Rande des Großen Parterres, das die über-lebensgroßen Figuren abschließen, während sie gleichzeitig den Übergang zum Hügel akzentuieren.
Er besteht aus einem großen Bassin, das gegen den Hang durch eine geschwungene Stützmauer abgeschlossen wird. In deren Mitte befindet sich eine künstliche Felsgrotte, darüber der Meeresgott Neptun auf einem Muschelwagen, gestützt auf seinen Dreizack.
Zu seiner Rechten kniet die Meeresnymphe Thetis, die Mutter des Achill. Sie bittet Neptun um einen Seesturm, der die Entführung Helenas durch den trojanischen Prinzen Paris nach Troja vereiteln sollte. Im Wissen um die Prophezeiung, ihr Sohn werde im Trojanischen Krieg einen frühen Tod sterben, sucht sie den Meeresgott zu überreden, den drohenden Krieg zu verhindern, und so das Leben ihres Sohnes zu retten. Zu Neptuns Linken, zu seinen Füßen, eine Nymphe mit Füllhorn, Hinweis auf den überquellenden Reichtum der Meere. Umgeben wird die Hauptgruppe von vier Tritonen, den Bändigern der Hippocampen (Meerespferde), die Neptuns Wagen ziehen. Die ursprünglich sieben Figurengruppen (neben der Hauptgruppe mit Neptun und den vier Tritonengruppen noch zwei Najadengruppen, die im Bassin aufgestellt werden sollten) führten zu Streit und einigem amtlichem Schriftverkehr: Die Najadengruppen waren gegenüber den anderen so unproportional klein ausgeführt, dass man sie in die beiden Becken des östlichen und westlichen Rondells (jetzt Rundes und Sternenbecken) setzen musste. Beyer wurde beschuldigt, dies absichtlich herbeigeführt zu haben, um anderen Bildhauern, die sonst für diese Bassins gearbeitet hätten, mit vollendeten Tatsachen zuvorzukommen.
Der die Meere beherrschende Neptun stand in der Kunst des 16. bis 18. Jahrhunderts als Gleichnis für den sein Land lenkenden Souverän.
Hinter dem Brunnen befindet sich ein in den Hang gemauertes Gebäude, durch das ein Ziegelgewölbe mit bis zu eineinhalb Meter dicken Mauern unterhalb des Brunnens und ein Verbindungsstollen zum hinteren Glorietteteich zugänglich werden. Das Wasser wird durch eine Gravitationsleitung von dort zum Neptunbrunnen geführt. Wegen Wassermangels wurde der Brunnen früher nur bei besonderen Anlässen in Betrieb genommen, und nach jedem der beiden Weltkriege gar nicht. Erst seit der letzten und kompletten Sanierung des Brunnens ist ein Wasserkreislauf vorhanden und damit ein Dauerbetrieb möglich.
(Wikipedia)
Vienna - Schönbrunn Palace
Wien - Schloß Schönbrunn
seen from Neptune Fountain
gesehen vom Neptunbrunnen
Schönbrunn Palace (German: Schloss Schönbrunn [ʃøːnˈbʁʊn]; Central Bavarian: Schloss Scheenbrunn) was the main summer residence of the Habsburg rulers, located in Hietzing, Vienna. The 1,441-room Rococo palace is one of the most important architectural, cultural, and historic monuments in the country. Since the mid-1950s it has been a major tourist attraction. The history of the palace and its vast gardens spans over 300 years, reflecting the changing tastes, interests, and aspirations of successive Habsburg monarchs.
In 1569, Holy Roman Emperor Maximilian II purchased a large floodplain of the Wien river beneath a hill, situated between Meidling and Hietzing, where a former owner, in 1548, had erected a mansion called Katterburg. The emperor ordered the area to be fenced and put game there such as pheasants, ducks, deer and boar, in order for it to serve as the court's recreational hunting ground. In a small separate part of the area, "exotic" birds such as turkeys and peafowl were kept. Fishponds were also built.
The name Schönbrunn (meaning "beautiful spring") has its roots in an artesian well from which water was consumed by the court.
During the next century, the area was used as a hunting and recreation ground. Eleonora Gonzaga, who loved hunting, spent much time there and was bequeathed the area as her widow's residence after the death of her husband, Ferdinand II. From 1638 to 1643, she added a palace to the Katterburg mansion, while in 1642 came the first mention of the name "Schönbrunn" on an invoice. The origins of the Schönbrunn orangery seem to go back to Eleonora Gonzaga as well. The Schönbrunn Palace in its present form was built and remodelled during the 1740–50s during the reign of empress Maria Theresa who received the estate as a wedding gift. Franz I commissioned the redecoration of the palace exterior in the neoclassical style as it appears today.
Franz Joseph, the longest-reigning emperor of Austria, was born at Schönbrunn and spent a great deal of his life there. He died there, at the age of 86, on 21 November 1916. Following the downfall of the Habsburg monarchy in November 1918, the palace became the property of the newly founded Austrian Republic and was preserved as a museum.
After World War II and during the Allied Occupation of Austria (1945—55), Schönbrunn Palace was requisitioned to provide offices for both the British Delegation to the Allied Commission for Austria, and for the headquarters for the small British Military Garrison present in Vienna. With the reestablishment of the Austrian republic in 1955, the palace once again became a museum. It is still sometimes used for important events such as the meeting between U.S. president John F. Kennedy and Soviet premier Nikita Khrushchev in 1961.
Since 1992 the palace and gardens have been owned and administered by the Schloss Schönbrunn Kultur-und Betriebsges.m.b.H., a limited-liability company wholly owned by the Republic of Austria. The company conducts preservation and restoration of all palace properties without state subsidies. UNESCO catalogued Schönbrunn Palace on the World Heritage List in 1996, together with its gardens, as a remarkable Baroque ensemble and example of synthesis of the arts (Gesamtkunstwerk).
The sculpted garden space between the palace and the Neptune Fountain is called the Great Parterre. The French garden, a big part of the area, was planned by Jean Trehet, a disciple of André Le Nôtre, in 1695. It contains, among other things, a maze.
The complex however includes many more attractions: Besides the Tiergarten, an orangerie erected around 1755, staple luxuries of European palaces of its type, a palm house (replacing, by 1882, around ten earlier and smaller glass houses in the western part of the park) is noteworthy. Western parts were turned into English garden style in 1828–1852.
The area called Meidlinger Vertiefung (engl.: depression of Meidling) to the west of the castle was turned into a play area and drill ground for the children of the Habsburgs in the 19th century. At this time it was common to use parks for the military education of young princes. Whereas the miniature bastion, which was built for this purpose, does not exist anymore, the garden pavilion that was used as shelter still does. It was turned into a café in 1927 and is known as Landtmann’s Jausen Station since 2013.
At the outmost western edge, a botanical garden going back to an earlier arboretum was re-arranged in 1828, when the Old Palm House was built. A modern enclosure for Orangutans, was restored besides a restaurant and office rooms in 2009.
The garden axis points towards a 60-metre-high (200 ft) hill, which since 1775 has been crowned by the Gloriette structure (Fischer von Erlach had initially planned to erect the main palace on the top of this hill).
(Wikipedia)
Das Schloss Schönbrunn, in seiner heutigen Form im 18. Jahrhundert als Sommerresidenz für Kaiserin (eigentlich Kaisergattin und Erzherzogin) Maria Theresia errichtet, liegt seit 1892 im 13. Wiener Gemeindebezirk, Hietzing. Sein Name geht auf einen Kaiser Matthias zugeschriebenen Ausspruch zurück. Er soll hier im Jahr 1619 auf der Jagd eine artesische Quelle „entdeckt“ und ausgerufen haben: „Welch’ schöner Brunn“.
Von 1638 bis 1643 wurde in dieser Gegend ein Schlossbau als Residenz für die zweite Ehefrau des Kaisers Ferdinand II., Eleonora Gonzaga, errichtet. Diese Anlage wurde jedoch in der Zweiten Wiener Türkenbelagerung 1683 schwer beschädigt. 1687 gab Leopold I. für seinen Thronfolger Joseph I. einen repräsentativen Neubau von Johann Bernhard Fischer von Erlach für das damals weit vor den Toren der Stadt gelegene Schloss in Auftrag.
Erst ab 1743 wurden unter Maria Theresia, seit 1745 als Kaiserin tituliert, von Nikolaus von Pacassi und Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg das Schloss und der Park in seiner heutigen Form um- und ausgebaut. Der barocke Palast war von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches im Jahre 1806 die Sommerresidenz der Könige und Kaiser des Reiches und ab 1804 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges des österreichischen Kaiserhauses. Das Schloss war in dieser Zeit fast durchgehend von einem mehrere hundert Personen umfassenden Hofstaat bewohnt und wurde zu einem kulturellen und politischen Mittelpunkt des Habsburgerreiches. Während der österreichisch-ungarischen Monarchie wurde es auch k. k. Lustschloss Schönbrunn genannt.
Schönbrunn ist das größte Schloss und eines der bedeutendsten und meistbesuchten Kulturgüter Österreichs. Das Schloss und der etwa 160 ha große Park sind seit 1996 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Eine Hauptattraktion im Schlosspark ist der älteste noch bestehende Zoo der Welt, der Tiergarten Schönbrunn (16 ha). Schloss und Park zählen zu den touristischen Hauptsehenswürdigkeiten Wiens.
Das Schloss und sein Park bilden ein untrennbares Ensemble. Zwar ist die Anlage bereits in Fischer von Erlachs Entwurf skizziert, doch geht die gartenarchitektonische Gestaltung auf Jean Trehet, einen Schüler Le Nôtres, zurück, der 1695 mit den Planungen begann und bis 1699 ständig in Schönbrunn beschäftigt war. Späteres, wenigstens zeitweiliges Wirken ebenda ist anzunehmen. Auf Trehet geht die Breite des Parterres zurück (das sich damals aber vermutlich nur in halber jetziger Länge erstreckte), und er ließ die seitlich davon liegenden Boskette anlegen. Zu Trehets Anlage gibt es zwar Notizen, doch leider keine Abbildungen.
Nachdem Maria Theresia 1742 das Schloss zur Sommerresidenz erkoren hatte, wurde das Parterre um 1750 auf die jetzige Größe erweitert. Um die Umgestaltung der Anlage kümmerte sich insbesondere Kaiser Franz I. Stephan, der 1752 den Tiergarten und 1753, auf dafür zugekauftem Grund, der westlich an das bisherige Areal anschloss, den Holländisch-Botanischen Garten einrichten ließ. Er beauftragte damit den Holländer Adrian van Steckhoven und seinen Gehilfen Richard van der Schot. Zwar wurde 1755 das jetzige Orangeriegebäude fertig gestellt, doch Pläne für die Gestaltung des Hügels gediehen zu Lebzeiten des Kaisers nur so weit, dass eine das Parkett fortführende Schneise in den Wald geschlagen wurde.
Erst sieben Jahre nach dem Tode ihres Gemahls gab Maria Theresia eine gründliche Umgestaltung des Hügels und des Parks in Auftrag, und zwar an Hetzendorf von Hohenberg, den ihr Berater Kaunitz bereits 1765 bei Hof eingeführt hatte.
Hohenbergs erstes Projekt (1771/1772) sah ein großes Bassin auf der Anhöhe vor, das eine Anzahl von Springbrunnen speisen sollte, beispielsweise neben dem Neptunbrunnen vier weitere im Großen Parterre. Die Bauarbeiten wurden 1773 begonnen. Ein in der Mittelachse des Parterres seit etwa 1700 bestehendes sternförmiges Becken wurde in das westliche Boskett versetzt, wo es bis heute als Sternbassin oder Westlicher Najadenbrunnen besteht.
Erst 1776/1777 stellte sich endgültig heraus, dass der Wasserbedarf der Brunnen von Hohenbergs erstem Entwurf nicht gedeckt werden konnte, weshalb zwölf bereits gegrabene Brunnenbecken wieder zugeschüttet wurden, die vier im Großen Parterre, die anderen am Hang. Hohenberg vollendete stattdessen den Obeliskbrunnen (1777) und die Ruine (1778) und konzentrierte sich danach auf die Gestaltung des Neptunbrunnens. Dieser konnte 1780, noch zu Lebzeiten Maria Theresias, in Betrieb genommen werden.
Der Park wurde um 1779 von Kaiser Joseph II. zum Unmut des Hofadels der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und stellt seither ein wichtiges Erholungsgebiet für die Wiener Bevölkerung dar. Bedeutender Hofgartendirektor war Friedrich Leo von Rottenberger, der die Leitung von 1918 bis 1934 erfolgreich innehatte. Nach dem Ende der Monarchie wurden die Gärten von den Bundesgärten Wien Innsbruck verwaltet. Nachfolger von Rottenberger wurde Franz Matschkai. Derzeit liegt die Leitung bei Brigitte Mang.
(Wikipedia)
Der Neptunbrunnen im Schönbrunner Schlosspark wurde im Zuge der Umgestaltung der Anlage unter Kaiserin Maria Theresia zwischen 1778 und 1780 erbaut. Der Brunnen ist gut hundert Meter lang, knapp fünfzig Meter breit und ohne Figuren etwas über sieben Meter hoch.
Geschichte
Der Neptunbrunnen im Schönbrunner Schlosspark wurde im Zuge der Umgestaltung der Anlage unter Kaiserin Maria Theresia zwischen 1778 und 1780 erbaut. Der Brunnen ist gut hundert Meter lang, knapp fünfzig Meter breit und ohne Figuren etwas über sieben Meter hoch.
Geschichte
Die Grabungen für das Bassin (und vier weitere im Großen Parterre vorgesehene Brunnen) wurden 1776 begonnen, doch musste das Konzept 1777 abgeändert werden, nachdem sich herausgestellt hatte, dass keine entsprechenden Mengen Wassers herbeigeleitet werden könnten. Dies führte dazu, dass gegrabene Bassins wieder zugeschüttet werden mussten und dass die Fertigstellung des Neptunbrunnens sich bis 1780 verzögerte.
Der Entwurf der aus Ziegeln gemauerten, aber mit Kaiserstein verkleideten Anlage stammt von Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg. Die Herstellung der Skulpturen aus weißem Sterzinger Marmor wurde dem k.k. Hofstatuarius (Hofbildhauer) Johann Christian Wilhelm Beyer übertragen und in seinem Atelier ausgeführt.
Beschreibung
Der Brunnen liegt in der Hauptachse zwischen Schloss und Gloriette am Rande des Großen Parterres, das die über-lebensgroßen Figuren abschließen, während sie gleichzeitig den Übergang zum Hügel akzentuieren.
Er besteht aus einem großen Bassin, das gegen den Hang durch eine geschwungene Stützmauer abgeschlossen wird. In deren Mitte befindet sich eine künstliche Felsgrotte, darüber der Meeresgott Neptun auf einem Muschelwagen, gestützt auf seinen Dreizack.
Zu seiner Rechten kniet die Meeresnymphe Thetis, die Mutter des Achill. Sie bittet Neptun um einen Seesturm, der die Entführung Helenas durch den trojanischen Prinzen Paris nach Troja vereiteln sollte. Im Wissen um die Prophezeiung, ihr Sohn werde im Trojanischen Krieg einen frühen Tod sterben, sucht sie den Meeresgott zu überreden, den drohenden Krieg zu verhindern, und so das Leben ihres Sohnes zu retten. Zu Neptuns Linken, zu seinen Füßen, eine Nymphe mit Füllhorn, Hinweis auf den überquellenden Reichtum der Meere. Umgeben wird die Hauptgruppe von vier Tritonen, den Bändigern der Hippocampen (Meerespferde), die Neptuns Wagen ziehen. Die ursprünglich sieben Figurengruppen (neben der Hauptgruppe mit Neptun und den vier Tritonengruppen noch zwei Najadengruppen, die im Bassin aufgestellt werden sollten) führten zu Streit und einigem amtlichem Schriftverkehr: Die Najadengruppen waren gegenüber den anderen so unproportional klein ausgeführt, dass man sie in die beiden Becken des östlichen und westlichen Rondells (jetzt Rundes und Sternenbecken) setzen musste. Beyer wurde beschuldigt, dies absichtlich herbeigeführt zu haben, um anderen Bildhauern, die sonst für diese Bassins gearbeitet hätten, mit vollendeten Tatsachen zuvorzukommen.
Der die Meere beherrschende Neptun stand in der Kunst des 16. bis 18. Jahrhunderts als Gleichnis für den sein Land lenkenden Souverän.
Hinter dem Brunnen befindet sich ein in den Hang gemauertes Gebäude, durch das ein Ziegelgewölbe mit bis zu eineinhalb Meter dicken Mauern unterhalb des Brunnens und ein Verbindungsstollen zum hinteren Glorietteteich zugänglich werden. Das Wasser wird durch eine Gravitationsleitung von dort zum Neptunbrunnen geführt. Wegen Wassermangels wurde der Brunnen früher nur bei besonderen Anlässen in Betrieb genommen, und nach jedem der beiden Weltkriege gar nicht. Erst seit der letzten und kompletten Sanierung des Brunnens ist ein Wasserkreislauf vorhanden und damit ein Dauerbetrieb möglich.
(Wikipedia)