Nonsense...oder: die Festung aus Silber...
Blick auf die bombensichere Garnisionskirche der Festung Franzensfeste (Forte di Fortezza) im Südtiroler Eisacktal.
Die Festung wurde als Sperrwerk für die wichtige transalpine Verbindung über den Brennerpass konzipiert. Nach dem Ausbruch der Julirevolution 1830 in Frankreich begann das Kaiserreich Österreich seine Südgrenze zu sichern. Kern der Maßnahmen war der 1833 begonnene Festungsbau, der 1838 abgeschlossen war. Die im Bild zu sehende Garnisionskirche entstand 1845, es handelte sich um einen der erste neogotischen Bauten in Tirol.
Die Franzensfeste war das einzige Beispiel der reinen neupreußischen Befestigungskunst österreichischen Boden. Das Labyrinth aus Mauern, Tunneln und Kavernen verschlang die immensen Kosten von etwa 2,6 Millionen Gulden (das dürfte so um die 400 Millionen € entsprechen), was insbesondere der Beschaffung des verwendeten Granits geschuldet war. Kaiser Franz I., Namensgeber der Festung, soll deshalb bei der Einweihung gesagt haben, dass er bei den Kosten eigentlich eine Festung aus Silber erwartet hätte.
Ihren militärischen Wert konnte bzw. musste die Anlage, konzipiert für 90 Geschütze und eine Garnision von 1.000 Mann, jedoch nie beweisen. Schon mit der Unterzeichnung des Dreibundes 1882 zwischen Deutschland, Österreich und Italien wurde sie zum Lager herabgestuft. Im Zweiten Weltkrieg wurden hier knapp 130 Tonnen Goldreserven der Banca d'Italia eingelagert, später von den Deutschen aber wieder abtransportiert. Von einem Teil des Goldes fehlt bis heute jede Spur. Der Mythos des verlorenen Goldes umweht die Festung bis heute.
Erst 2003 zogen die letzten Soldaten hier ab und seit 2017 ist die Anlage als eines der Südtiroler Landesmuseen für die Öffentlichkeit zugänglich.
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Franzensfeste Fortress, South Tyrol, Italy
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Dieses Foto ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung meinerseits zulässig. Dies gilt auch für die Nutzung auf privaten Homepages.
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Please Note: This photo ist (C) Copyrighted & All Rights Reserved. Do not use this image in any form without my written permission.
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Nonsense...oder: die Festung aus Silber...
Blick auf die bombensichere Garnisionskirche der Festung Franzensfeste (Forte di Fortezza) im Südtiroler Eisacktal.
Die Festung wurde als Sperrwerk für die wichtige transalpine Verbindung über den Brennerpass konzipiert. Nach dem Ausbruch der Julirevolution 1830 in Frankreich begann das Kaiserreich Österreich seine Südgrenze zu sichern. Kern der Maßnahmen war der 1833 begonnene Festungsbau, der 1838 abgeschlossen war. Die im Bild zu sehende Garnisionskirche entstand 1845, es handelte sich um einen der erste neogotischen Bauten in Tirol.
Die Franzensfeste war das einzige Beispiel der reinen neupreußischen Befestigungskunst österreichischen Boden. Das Labyrinth aus Mauern, Tunneln und Kavernen verschlang die immensen Kosten von etwa 2,6 Millionen Gulden (das dürfte so um die 400 Millionen € entsprechen), was insbesondere der Beschaffung des verwendeten Granits geschuldet war. Kaiser Franz I., Namensgeber der Festung, soll deshalb bei der Einweihung gesagt haben, dass er bei den Kosten eigentlich eine Festung aus Silber erwartet hätte.
Ihren militärischen Wert konnte bzw. musste die Anlage, konzipiert für 90 Geschütze und eine Garnision von 1.000 Mann, jedoch nie beweisen. Schon mit der Unterzeichnung des Dreibundes 1882 zwischen Deutschland, Österreich und Italien wurde sie zum Lager herabgestuft. Im Zweiten Weltkrieg wurden hier knapp 130 Tonnen Goldreserven der Banca d'Italia eingelagert, später von den Deutschen aber wieder abtransportiert. Von einem Teil des Goldes fehlt bis heute jede Spur. Der Mythos des verlorenen Goldes umweht die Festung bis heute.
Erst 2003 zogen die letzten Soldaten hier ab und seit 2017 ist die Anlage als eines der Südtiroler Landesmuseen für die Öffentlichkeit zugänglich.
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Franzensfeste Fortress, South Tyrol, Italy
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