Michelhausen. Halter-Kreuz, um 1712 - Barock
Im nordöstlichen Ortsteil der 1.320-Seelen-Marktgemeinde Michelhausen (TU) steht mitten in der Wegkreuzung Feld- und Talstrasse dieser etwa 2,6m hohe ziegelgemauerte barocke Bildstock. Er wird örtlich "Halter-Kreuz" genannt. Er ruht in 187m SH im Ried Unterfeld auf seinem alten Grundfundament auf dem der Bildstock aufgemauert wurde. Er hat unterhalb ein mächtiges Postament auf dem eine weit vorspringende Kragenplatte aufliegt. Sie ist unterhalb mehrfach geplattet mit einem abschliessenden dreiseitigen Sims. Oberhalb ist die Kragenplatte ziegelgedeckt. Auf der Kragenplatte ein quaderförmiger Tabernakel der an seiner Vorderseite eine rechteckige tiefe Blendnische zeigt die durch ein Eisengitter verschlossen ist. An der Rückseite der Nische ein polychrom gemaltes Blechbild das den Hl.Georg, den Drachentöter zeigt. Im Oberteil des Bildes folgende Inschrift: "Heiliger Georg - Ritter und Märtyrer". Über der Nische wieder ein dreiseitiger Sims. Am Tabernakel eine vorspringende Dachplatte die unterhalb wieder mehrfach geplattet ist. An der Vorderseite der Dachplatte ein ziegelgedeckter Traufsims. Über der Nische ein profilierter Dreiecksgiebel mit dem "Alles-sehende-Auge" Gottes, ein Dreifaltigkeitssymbol. Geschützt wird der Bildstock durch ziegelgedecktes Satteldach. Bekrönend am First ein kunstvolles einfaches Kreuz mit Kleeblattenden und Spiralverzierung. Halter-Kreuz desshalb weil am Ende des Dorfes früher für gewöhnlich die Hütte des armen Mannes stand, der für die Bauern deren Bullen, den Eber und den Ziegenbock "gehalten" hat, das heisst gefüttert und betreut hatte, um für Nachwuchs in den Ställen der Bauern sorgte. Bei diesem Bildstock, gab es nach der Ortschronik des Ortes, noch die Buchstaben "LKB" am Sims die das Monogramm des Bauern, den wahrscheinlichen Stifter, Leopold Klingenbrunner verrieten. Klingenbrunner war auch hier von 1702 bis 1710 Dorfrichter im Ort. Der Legende und Chronik nach sollen hier auch während der zweiten Türkenbelagerung von Wien die drei Söhne des Fleischhauers Glaxner von türkischen Streifscharen 1683 ermordet worden sein. Wahrscheinlich war er ein Scheidewegmarterl oder aber das Pest-Kreuz (Pestperiode 1712/13) des Ortes, weit vor dem bebauten Ort, auf einem weiten freien Platz, an einer Wegkreuzung. Der Bildstock ist an dieser Stelle in allen bekannten Katastern eingezeichnet. Bekannte Restaurierungsjahre sind: 1989 (ÖKB).
Standort: GPS 48.291319, 15.943277
Denkmalschutz OID 23389 nach § 2a
Michelhausen. Halter-Kreuz, um 1712 - Barock
Im nordöstlichen Ortsteil der 1.320-Seelen-Marktgemeinde Michelhausen (TU) steht mitten in der Wegkreuzung Feld- und Talstrasse dieser etwa 2,6m hohe ziegelgemauerte barocke Bildstock. Er wird örtlich "Halter-Kreuz" genannt. Er ruht in 187m SH im Ried Unterfeld auf seinem alten Grundfundament auf dem der Bildstock aufgemauert wurde. Er hat unterhalb ein mächtiges Postament auf dem eine weit vorspringende Kragenplatte aufliegt. Sie ist unterhalb mehrfach geplattet mit einem abschliessenden dreiseitigen Sims. Oberhalb ist die Kragenplatte ziegelgedeckt. Auf der Kragenplatte ein quaderförmiger Tabernakel der an seiner Vorderseite eine rechteckige tiefe Blendnische zeigt die durch ein Eisengitter verschlossen ist. An der Rückseite der Nische ein polychrom gemaltes Blechbild das den Hl.Georg, den Drachentöter zeigt. Im Oberteil des Bildes folgende Inschrift: "Heiliger Georg - Ritter und Märtyrer". Über der Nische wieder ein dreiseitiger Sims. Am Tabernakel eine vorspringende Dachplatte die unterhalb wieder mehrfach geplattet ist. An der Vorderseite der Dachplatte ein ziegelgedeckter Traufsims. Über der Nische ein profilierter Dreiecksgiebel mit dem "Alles-sehende-Auge" Gottes, ein Dreifaltigkeitssymbol. Geschützt wird der Bildstock durch ziegelgedecktes Satteldach. Bekrönend am First ein kunstvolles einfaches Kreuz mit Kleeblattenden und Spiralverzierung. Halter-Kreuz desshalb weil am Ende des Dorfes früher für gewöhnlich die Hütte des armen Mannes stand, der für die Bauern deren Bullen, den Eber und den Ziegenbock "gehalten" hat, das heisst gefüttert und betreut hatte, um für Nachwuchs in den Ställen der Bauern sorgte. Bei diesem Bildstock, gab es nach der Ortschronik des Ortes, noch die Buchstaben "LKB" am Sims die das Monogramm des Bauern, den wahrscheinlichen Stifter, Leopold Klingenbrunner verrieten. Klingenbrunner war auch hier von 1702 bis 1710 Dorfrichter im Ort. Der Legende und Chronik nach sollen hier auch während der zweiten Türkenbelagerung von Wien die drei Söhne des Fleischhauers Glaxner von türkischen Streifscharen 1683 ermordet worden sein. Wahrscheinlich war er ein Scheidewegmarterl oder aber das Pest-Kreuz (Pestperiode 1712/13) des Ortes, weit vor dem bebauten Ort, auf einem weiten freien Platz, an einer Wegkreuzung. Der Bildstock ist an dieser Stelle in allen bekannten Katastern eingezeichnet. Bekannte Restaurierungsjahre sind: 1989 (ÖKB).
Standort: GPS 48.291319, 15.943277
Denkmalschutz OID 23389 nach § 2a