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Krems/Weinzierl. Betsäule, um 1650 - Barock

Im östlichen neuen Ortsteil Weinzierl der 14.400-Seelen-Bezirkshauptstadt Krems an der Donau (KR) steht an der alte alten Hauptstrasse und Ecke Schulgasse dieser etwa 6,5m hohe ziegelgemauerte barocke kapellenartige Breitpfeiler. Er gedenkt heute der den gefallenen Mitbürgern des Ortsteil Weinzierl beider Weltkriege. Er ruht in 196m SH im alten Ried "Point" (damals Eselstein) auf einem rechteckigen alten Grundfundament in dem der Etagenbildstock aufgemauert ist. Er hat unterhalb einen rechteckigen Sockel an dessen Vorderseite eine rechteckige leere Nische zu sehen ist mit seitlichen Schulterbögen. Darauf eine vorspringende Deckplatte die unterhalb barock gestuft ist. Darauf ein hohes Postament das an seiner Vorderseite eine hohe rechteckige Nische hat die oberhalb einen Korbbogen mit Schulterbogen zeigt. Bis etwa 1922 war in der Nische ein Sgraffito der Heiligen Petrus und Paulus zu sehen. Heute ist in der Nische eine helle Marmortafel aus 1922 die der 35 gefallenen Mitbürgern des Ersten Weltkrieges gedenkt. Darüber ein Tatzenkreuz, ein goldener Helm mit Lorbeerblätter. 1914 - 1918: "Ihr gabt euer Leben, wir geben den Stein, der stolz zu eurem Gedenken sein". Unter den Namen : "Gewidmet von den Bewohnern Weinzierl". An den beiden Nischenseitenwänden wieder je eine Marmortafel aus 1960 mit: "1939 - 1945" und darunter die 50 Namen der Gefallenen von Weinzierl des Zweiten Weltkrieges. Zu beider Seiten der Nische je ein Relief eines gedrehten jonischen Pilasters. Über der Nische eine mehrfach profiliertes Gesims mit einer weiteren Deckplatte oberhalb. Auf der Deckplatte ein quaderförmiger Aufbau mit einer Korbbogennische in der ein modernes Gemälde einer Hl.Dreifaltigkeit zu sehen ist, vom Typus Gnadenstuhl vom Sonntagsberg. Zu beider Seiten der Aufbaues reliefierte Voluten, dazwischen Rokoko-Stuckdekor. Auf den Voluten je ein aus Sandstein gefertigter Pinienzapfen. An den beiden Schmalseiten des Breitpfeilers je ein jonischer Pilaster mit Voluten- und Blattdekor mit einer seichten Schulterbogennische an beiden Seiten darin. Über der Nische wieder profilierte Gesimse. Bekrönend oberhalb ein gefaschter und gekappter Giebel mit Volutendekor. Um 1760 wurde die ursprünglich glatte Fassade mit Rokoko-Ornamenten verziert und am Giebel wurde zu dieser Zeit ein hölzernes Glockentürmchen aufgesetzt mit kleine Dreiecksgiebeln oberhalb und innerhalb der Ampel eine kleine Messingglocke. Geschützt wird der Glockenturm durch ein eine Kupferblechbedachung. Oberhalb noch ein hohes einfaches Kreuz. Seine ursprünglich Funktion war wahrscheinlich die einer barocken Betsäule (später mit Glockenturm) da Weinzierl bei Errichtung ein Strassendorf war und keine eigene Kirche im Ort damals verfügte. Der Breitpfeiler stand am Anger des Dorfes an dessen einzigen Hauptstrasse die es heute noch gibt. Heute vom Ortsausbau von Krems längst überholt und ist heute ein eigener Stadtbezirk von Krems (II.Bezirk).

 

Standort: GPS 48.412228, 15.619768

Denkmalschutz OID 77587 nach § 2a

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Uploaded on March 20, 2022
Taken on March 20, 2022