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Riegersburg. Maria Immaculata, 1742 - Rokoko

In der 250-Seelen-Gemeinde Riegersburg (GM Hardegg, HL) steht vor dem Haupteingang des örtlichen Barockschlosses diese etwa 5m hohe spätbarocke Marienbildstock aus Zogelsdorfer Sandstein.. Sie ruht in 451m SH im Ortsried auf einem mächtigen rechteckigen Grundfundament auf dem ein polygoner Fussblock aufliegt. Darauf ein quaderförmiges Postament an dessen Vorderseite ein rechteckige seichte Kartusche zu sehen ist in der ein Relief des Gastmales in Emmaus mit Jesus Christus zu sehen ist. Zu beiden Seiten des Postamentes hohe Voluten. Am Postament eine vorspringende polygone Deckplatte die unterhalb barock gestuft ist. Darüber ein zylindrischer Aufbau mit dem gekrönten Allianzwappen-Relief der Grafen Khevenhüller-Metsch, zu beiden Seiten angeheftete breite Voluten. Auf den Voluten sitzt je ein Putto mit einem flammenden Herzen als Laterne in ihren Händen. Darin waren einst herzförmige verglaste Metalllaternen mit Kerzenbeleuchtung. Auf diesen Sandsteinzylinder eine vorspingende Deckplatte mit einem Figurensockel oberhalb. Am Figurensockel der Erdball auf dem die betende Maria Immaculata im wallendem Gewand steht. An ihrem Hinterhaupt ein goldener Sternenkranz mit zwölf Sternen. Sie steht mit einem Fuss auf der Mondsichel, ein apokalyptisches Symbol und zertritt gleichzeitig hier die drachenköpfige Schlange die sich um den Erball windet - sie ist das Symbol des Bösen, der Erbsünde. Stifter dieser künstlerisch wertvollen Statue war Siegmund Friedrich Graf Khevenhüller der zuvor, 1730, Schloss und Herrschaft Riegersburg erworben hatte, das Schloss renovieren und Barock umbauen liess. Der Graf war zu dieser Zeit Regierungspräsident und Statthalter von Niederösterreich. Wenn man mehr über das Schloss Riegersburg erfahren möchte ist im Anschluss das Album "Riegersburg" sehr informativ.

 

Standort: GPS 48.853774, 15.770860

Denkmalschutz OID 12050 nach § 2a

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Uploaded on September 24, 2021
Taken on July 25, 2021