Hohenwarth. Hl.Johannes Nepomuk, 1738 - Rokoko
Wenn man Hohenwarth nördlich auf der Hauptstrasse, der L 43, verlässt, steht am Kirchberg neben der romanisch-gotischen Pfarrkirche, die dem Erzengel Michael geweiht ist, diese über 3m hohe hochbarocke Statue des Hl. Nepomuk aus Sandstein. Sie ruht in 354m SH im Ried "Oftnen" auf einem quadratischen Grundfundament auf dem sich ein nach oben hin mehrfach getreppter Sockelstein befindet. Auf diesem ein konkav geschwungenes Postament das an allen vier Seiten gerahmte Kartuschen mit einem volutenartigen Rocaille-Relief oberhalb zeigt. In drei Kartuschen sind hängende Blumenbandreliefe zu sehen. In der vorderen Kartusche ist schwach eine Inschrift lesbar: ALLES ZUR GROSSEN EHRE GOTTES UND SEINER HEILIGEN. 1730. Die Inschrift ist durch den Blumenreliefteil im Text geteilt. Am Postament eine überkragende mehrstufige Deckplatte. Auf diesem ein Abakus auf dem die detailreiche hochbarocke Figur des Hl.Nepomuk sich befindet. Er ist mit all seinen christlichen Attributen ausgestattet: Unterhalb trägt er einen faltenreichen geknöpften Talar über dem er wieder ein faltenreiches Chorhemd mit einem breiten Zierband am unteren Rand trägt. Über diesem trägt er eine Mozetta, ein kurzes Cape aus Hermelin als Zeichen seiner kirchlichen Würde als Generalvikar von Prag. Am Haupt trägt er ein Birett, eine schirmlose Kappe des Klerus. Dahinter ein Sternenkranz mit fünf Sternen die das lateinische Wort TACUI symbolisieren - ich schweig. In der linken Hand hält er ein Kruzifix mit seinem Märtyrerpalmzweig darunter. Sein Blick ist andächtig auf das Kreuz gerichtet. Wie aus dem alten Pfarrarchiv zu lesen ist, haben Christian Kronberger und seine Ehewirtin, Eva, 1738 gelobt, unweit der Pfarrkirche zu Hohenwarth ein Standbild des Hl.Nepomuk zu errichten. Die kirchliche wie auch die weltliche Erlaubnis (damals Herrschaft Ravelsbach) wurden eingeholt und die Statue 1739 aufgestellt. Gleichzeitig wurde der Gemeinde Hohenwarth von den Stiftern ein Weingarten übergeben, mit der Auflage, dass man "die Säuln in aufrechten Stand erhalte". Leider ergibt sich daraus , dass das Stiftungsjahr der Inschrift falsch ist und bei der nächsten Restaurierung in 1738 umgeändert werden sollte. 1935 wurde von der Gemeinde diese Verpflichtung zur Erhaltung, laut Ingedenkbuch der Pfarre Hohenwarth, erneut. Der Platz "Beim Johannes" neben der Kirche ist durch Jahrhunderte Sammlungspunkt bei den verschiedensten kirchlichen Anlässen - sei es bei Erstkommunionsfeiern, beim Empfang der kirchlichen vorgesetzten Behörden oder auch als Ausgangspunkt von Wallfahrten. Nepomuk verrichtet hier bereits seit 280 Jahren seinen Dienst. Wasser oder Brücken hat Nepomuk hier oben am Kirchberg bis heute nicht gesehen.
Standort: GPS 48.508731, 15.829392
Denkmalschutz-OID 12445 nach § 2a
Hohenwarth. Hl.Johannes Nepomuk, 1738 - Rokoko
Wenn man Hohenwarth nördlich auf der Hauptstrasse, der L 43, verlässt, steht am Kirchberg neben der romanisch-gotischen Pfarrkirche, die dem Erzengel Michael geweiht ist, diese über 3m hohe hochbarocke Statue des Hl. Nepomuk aus Sandstein. Sie ruht in 354m SH im Ried "Oftnen" auf einem quadratischen Grundfundament auf dem sich ein nach oben hin mehrfach getreppter Sockelstein befindet. Auf diesem ein konkav geschwungenes Postament das an allen vier Seiten gerahmte Kartuschen mit einem volutenartigen Rocaille-Relief oberhalb zeigt. In drei Kartuschen sind hängende Blumenbandreliefe zu sehen. In der vorderen Kartusche ist schwach eine Inschrift lesbar: ALLES ZUR GROSSEN EHRE GOTTES UND SEINER HEILIGEN. 1730. Die Inschrift ist durch den Blumenreliefteil im Text geteilt. Am Postament eine überkragende mehrstufige Deckplatte. Auf diesem ein Abakus auf dem die detailreiche hochbarocke Figur des Hl.Nepomuk sich befindet. Er ist mit all seinen christlichen Attributen ausgestattet: Unterhalb trägt er einen faltenreichen geknöpften Talar über dem er wieder ein faltenreiches Chorhemd mit einem breiten Zierband am unteren Rand trägt. Über diesem trägt er eine Mozetta, ein kurzes Cape aus Hermelin als Zeichen seiner kirchlichen Würde als Generalvikar von Prag. Am Haupt trägt er ein Birett, eine schirmlose Kappe des Klerus. Dahinter ein Sternenkranz mit fünf Sternen die das lateinische Wort TACUI symbolisieren - ich schweig. In der linken Hand hält er ein Kruzifix mit seinem Märtyrerpalmzweig darunter. Sein Blick ist andächtig auf das Kreuz gerichtet. Wie aus dem alten Pfarrarchiv zu lesen ist, haben Christian Kronberger und seine Ehewirtin, Eva, 1738 gelobt, unweit der Pfarrkirche zu Hohenwarth ein Standbild des Hl.Nepomuk zu errichten. Die kirchliche wie auch die weltliche Erlaubnis (damals Herrschaft Ravelsbach) wurden eingeholt und die Statue 1739 aufgestellt. Gleichzeitig wurde der Gemeinde Hohenwarth von den Stiftern ein Weingarten übergeben, mit der Auflage, dass man "die Säuln in aufrechten Stand erhalte". Leider ergibt sich daraus , dass das Stiftungsjahr der Inschrift falsch ist und bei der nächsten Restaurierung in 1738 umgeändert werden sollte. 1935 wurde von der Gemeinde diese Verpflichtung zur Erhaltung, laut Ingedenkbuch der Pfarre Hohenwarth, erneut. Der Platz "Beim Johannes" neben der Kirche ist durch Jahrhunderte Sammlungspunkt bei den verschiedensten kirchlichen Anlässen - sei es bei Erstkommunionsfeiern, beim Empfang der kirchlichen vorgesetzten Behörden oder auch als Ausgangspunkt von Wallfahrten. Nepomuk verrichtet hier bereits seit 280 Jahren seinen Dienst. Wasser oder Brücken hat Nepomuk hier oben am Kirchberg bis heute nicht gesehen.
Standort: GPS 48.508731, 15.829392
Denkmalschutz-OID 12445 nach § 2a