Zwölfter CareSlam! in Berlin: Gegen Jens Spahns RISG
Im Bild: Ricarda Maschke.
Am 01.11.2019 findet in Berlin Friedrichshain der zwölfte CareSlam! statt.
Dieser CareSlam! steht ganz im Zeichen des unter seinem Zitiertitel RISG bekannt gewordenen "Gesetz zur Stärkung von Rehabilitation und intensivpflegerischer Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung", einem Referentenentwurf aus dem Bundesministerium für Gesundheit unter Jeans Spahn (CDU).
Dieser Entwurf löste Entsetzen unter den Betroffenen aus, besonders unter den beatmeten Patienten, da erstmals der Grundsatz Ambulante Versorgung vor Heimunterbringung gebrochen werden soll und für die Patienten mit Vollendung des 18. Lebensjahres eine Unterbringung in Heimen die Regel werden soll. Dies würde ein Ende eines, soweit die Krankheit es zulässt, selbstbestimmten Lebens bedeuten. Die Würde des Menschen würde ökonomischen Zwängen unterworfen.
Die Betroffenen vermuten, dass Ziel des Vorhabens ist, die hervorragend ausgebildeten Pflegefachkräfte, die als persönliche Assistenten arbeiten, wieder in die Heime zu bringen.
Zum Auftakt zum zwölften CareSlam betritt die Initiatorin Yvonne Falckner die Bühne und erklärt, warum es Ohrenzeugen braucht. Sie übergibt dann das Wort an die Betroffenen.
Ricarda Maschke, Anästhesie- und Intensiv-Krankenpflegerin, beschreibt mit bewegenden Worten, wie es ist, wenn man um das Leben eines Menschen kämpft. Sie lässt jedoch zugleich die Frage im Raum stehen, welche Grenzen hier gesetzt werden sollten und welche Folgen entstehen.
Ihr folgt Jörg Klemme, einer der persönlichen Assistenten von Sarah George, der die Auswirkungen des Gesetzentwurfes auf das Leben der beatmeten Patienten hat.
Als nächstes rollt Sarah George auf die Bühne. Die beatmete 23jährige Kunststudentin schuldert, was ein normales Leben für sie bedeutet und bringt mit eindringlichen Worten ihre Verzweiflung und die tiefen psychischen Qualen, durch die Androhung einer Heimunterbringung durch RISG zum Ausdruck.
Nach einer Pause folgt Ute-Ulrike Meißner, die in ihrem zweiten Auftritt bei einem CareSlam die wahren Gründe für den Gesetzentwurf offenbart und die Rolle von Erwin Rüddel (CDU) beleuchtet.
Felicitas Ingendahl spielt mit Zahlen und legt dar, wie absurd und ohne bzw. falschen Grundlagen die vom Gesundheitsministerium ins Feld geführte Zahlen als Untermauerung von RISG sind.
Den Abschluss bildet Martin Seidler, Ansprechpartner für Öffentlichkeitsarbeit bei Ambulante Dienste e.V.. Aufgrund seiner motorischen Einschränkungen beim Sprechen, wird das Statement zu RISG von Ambulante Dienste von Ute Ulrike Meißner vorgetragen.
Yvonne Falckner beendet den Abend mit dem Text "Re".
Zwölfter CareSlam! in Berlin: Gegen Jens Spahns RISG
Im Bild: Ricarda Maschke.
Am 01.11.2019 findet in Berlin Friedrichshain der zwölfte CareSlam! statt.
Dieser CareSlam! steht ganz im Zeichen des unter seinem Zitiertitel RISG bekannt gewordenen "Gesetz zur Stärkung von Rehabilitation und intensivpflegerischer Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung", einem Referentenentwurf aus dem Bundesministerium für Gesundheit unter Jeans Spahn (CDU).
Dieser Entwurf löste Entsetzen unter den Betroffenen aus, besonders unter den beatmeten Patienten, da erstmals der Grundsatz Ambulante Versorgung vor Heimunterbringung gebrochen werden soll und für die Patienten mit Vollendung des 18. Lebensjahres eine Unterbringung in Heimen die Regel werden soll. Dies würde ein Ende eines, soweit die Krankheit es zulässt, selbstbestimmten Lebens bedeuten. Die Würde des Menschen würde ökonomischen Zwängen unterworfen.
Die Betroffenen vermuten, dass Ziel des Vorhabens ist, die hervorragend ausgebildeten Pflegefachkräfte, die als persönliche Assistenten arbeiten, wieder in die Heime zu bringen.
Zum Auftakt zum zwölften CareSlam betritt die Initiatorin Yvonne Falckner die Bühne und erklärt, warum es Ohrenzeugen braucht. Sie übergibt dann das Wort an die Betroffenen.
Ricarda Maschke, Anästhesie- und Intensiv-Krankenpflegerin, beschreibt mit bewegenden Worten, wie es ist, wenn man um das Leben eines Menschen kämpft. Sie lässt jedoch zugleich die Frage im Raum stehen, welche Grenzen hier gesetzt werden sollten und welche Folgen entstehen.
Ihr folgt Jörg Klemme, einer der persönlichen Assistenten von Sarah George, der die Auswirkungen des Gesetzentwurfes auf das Leben der beatmeten Patienten hat.
Als nächstes rollt Sarah George auf die Bühne. Die beatmete 23jährige Kunststudentin schuldert, was ein normales Leben für sie bedeutet und bringt mit eindringlichen Worten ihre Verzweiflung und die tiefen psychischen Qualen, durch die Androhung einer Heimunterbringung durch RISG zum Ausdruck.
Nach einer Pause folgt Ute-Ulrike Meißner, die in ihrem zweiten Auftritt bei einem CareSlam die wahren Gründe für den Gesetzentwurf offenbart und die Rolle von Erwin Rüddel (CDU) beleuchtet.
Felicitas Ingendahl spielt mit Zahlen und legt dar, wie absurd und ohne bzw. falschen Grundlagen die vom Gesundheitsministerium ins Feld geführte Zahlen als Untermauerung von RISG sind.
Den Abschluss bildet Martin Seidler, Ansprechpartner für Öffentlichkeitsarbeit bei Ambulante Dienste e.V.. Aufgrund seiner motorischen Einschränkungen beim Sprechen, wird das Statement zu RISG von Ambulante Dienste von Ute Ulrike Meißner vorgetragen.
Yvonne Falckner beendet den Abend mit dem Text "Re".