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Kurden demonstrieren in Berlin gegen türkischen Einmarsch in Rojava, Syrien

Rund 3.000 Menschen, überwiegend Kurden und Angehöriger linker Gruppen, demonstrieren in Berlins Mitte gegen den Einmarsch von Truppen der Türkei in die Region Rojava im Nordosten Syriens.

Zwischenzeitlich wurde die Demonstration gestoppt, nachdem über einem Block linker Gruppen eine YPG-Fahne geshalten wurde. Nachdem diese entfernt war setzte die Demonstration ihren Weg fort. Hin und wieder kamen Rauchkerzen seitens der Demonstration zum Einsatz. Weitere Zwischenfälle gab es nicht.

 

Die selbstverwaltete Region wird von den kurdischen Selbstverteidigungseinheiten YPG und YPJ verteidigt. Bei den Kämpfen in den letzten Tagen sollen hunderte Menschen ihr Leben verloren haben. Über 100.000 Menschen sind auf der Flucht.

In Reden werden sowohl die Türkei, als auch die ehemaligen Verbündeten der YPG/YPJ kritisiert.

 

Die Türkei sieht in der YPG/YPJ einen Ableger der Kurdischen Arbeiterpartei PKK und sieht sie daher als Terroristen an. Derweil waren die kurdischen Einheiten in den letztzen Jahren der engste Verbündete des Westens, insbesondere der USA im Kampf gegen Daesh (IS). Durch die Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trump, die eigenen Truppen aus den kurdischen Gebieten abzuziehen, eröffnete er der Türkei die Möglichkeit des Einmarschs.

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Uploaded on November 2, 2019
Taken on November 2, 2019