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Jede Veraenderung wider der Natur
Ist ein sich Entfernen vom Perfekten ...
Ely Magos
©
"Ohne Liebe ist Alles Nichts"
Einführung zu Ely Magos
Magos Malerei im Stil der Mischtechnik weist einen Zug deutlicher Verspieltheit auf. Ein schaukelnder Hummer, Straßenverkehr aus der Vogelperspektive, ein Seehund, der farbenfrohe Kleidungsstücke abschüttelt - das sind die unbeschwerten Bilder von der Hand eines nachdenklichen Künstlers mit Humor. Hinter dem Namen Mago verbirgt sich ein begabter österreichischer Künstler, der sich mit einer eindrucksvollen Vielfalt an Stilen und Interessen beschäftigt.
Lebhafte, gelbe Farbpigmente bilden den heiteren Hintergrund für das humorvolle Bild Atlantis Undressed Seadog, auf dem ein abgerichteter Seehund zu erkennen ist, der bunt gesprenkelte Kleidungsstücke in verschiedene Richtungen abwirft. (Das deutsche Wort für Seehund kann in diesem Fall im Englischen wörtlich mit "seadog" wiedergegeben werden.)
Es handelt sich hier aber auch um ein ernsthaftes Bild, das mehrere wichtige Themen in sich vereint. Zunächst ist es Teil der Bilder aus der Atlantis - Serie, die der Künstler während der letzten Jahre schuf. Atlantis ist ein verlorenes Paradies, das erstmals von Plato im vierten Jahrhundert vor Christus als im Atlantischen Ozean versunkener Kontinent beschrieben wird. In Platos Erzählung ist Atlantis nicht nur eine historische Zivilisation, sondern das Sinnbild einer spirituellen Suche, insbesondere der Suche nach demWissen über den Ursprung des Universums.
Für Ely Magos erfüllt der Akt der Malerei eine Funktion der eigenen spirituellen Suche, eine Suche, die ihn um die Welt führte, von New York nach Finnland, von Ägypten und Israel bis nach Frankreich und in die Ukraine.
In Atlantis Undressed Seadog wird das Auge in dynamischer Weise vom zentralen Motiv zu den strahlenförmig verteilten Formen am Bildrand und im Hintergrund gelenkt, um die Frage zu lösen: "Was geht hier vor? Was soll das sein?" Als menschliche Wesen sind wir ständig in seiner Lage: den Informationsfragmenten einen Sinn zu entlocken. In Magos Werk liefert der Titel einen erzählerischen "Hinweis", der dem Betrachter eine Lösung bietet. Der Titel ist jedoch nicht wesentlich. Zwischen den kontrastierenden Farben Gelb und Grau und der diagonalen Komposition der Formen kommt es auch auf das für das Auge erfahrbare Abenteuer an.
In Jumping Whale wird die Leinwand von einer tränenförmigen Gestalt beherrscht. Als Darstellung eines Wals reduziert es das Säugetier - einen Schritt von der Abstraktion entfernt - auf seine reine Form. Das Gemälde wirkt in seiner Schlichtheit anmutig. Zoomartig führt es einen Aspekt des Wal-Seins vor Auge, der seltsam und zugleich bemerkenswert ist: Der Meeressäuger atmet Luft. Er sucht nach einem Universum jenseits des von ihm bewohnten. So auch der Künstler.
Ein kompositorisch ähnliches Werk ist Atlantis Lobster. Die Bildfläche wird von einer deutlich erkennbaren Form belebt. Zahlreiche Werke Magos erforschen die Beziehung zwischen Form und Funktion. Für ein Krustentier ist Form Funktion. Sein äußeres Skelett ermöglicht es ihm, zu überleben und auf dem Meeresboden nach Futter zu suchen.
In zweien seiner Bilder, Forms and Colours I und New York City Traffic, wird eine interessante Beziehung zwischen Abstraktion und bildlicher Darstellung deutlich. Forms und Colours I ist eine lyrische Studie organischer, in einer milchigen Atmosphäre treibender Formen. Rote und gelbe Formen beherrschen den Vordergrund, während sich schwarz umrandete Kästchen im Hintergrund reihen. Es ist eine kinetische Komposition, die chemische Verbindungen, Familienbeziehungen oder irgendetwas anderes bedeuten könnte. Größtenteils ist es ein heiteres, nicht entschlüsselbares Werk.
Das Bild New York City Traffic weist eine ähnliche Farb- und Formgebung auf: Doch sind hier die vorbeiziehenden schwarzen Kästchen in den Vordergrund gereiht und die roten und gelben Farbflächen verlaufen dazwischen. Da der Betrachter sich dem Werk mit einer bestimmten Vorstellung nähert (davon ausgehend, dass der Betrachter den Werktitel liest), zeichnet sich unmittelbar eine Stadtansicht ab. Dies zeigt nur zu deutlich wie beeinflussbar unser Denken ist. Während sie sich an wenige Worte klammern, beschwören unsere Gedanken ein Bild herauf und weisen ihm eine Bedeutung zu. Das Bild, das den Verkehr in Manhattan thematisiert, lässt die Kästchen zu Autos werden, während die farbigen Formen das Leben repräsentieren – verschwommen wahrnehmbar- durch reglementierende oder Grenzen sprengende Vorstellungen, die nicht der regel-orientierten Metropolis entsprechen.
Mago verwendet zahlreiche Stile. Sein Werk ist bildlich, abstrakt und symbolisch. Er malt Porträts und schafft Skulpturen. Allein der Umstand, dass Ely Magos gleichzeitig Arbeiten in verschiedenen Stilen ausstellt, deutet darauf hin, dass Erforschung und Entdeckung ihn dazu beflügeln, Kunst zu machen. Da letztlich der Sinn und die Suche danach das Fundament seiner Kunst bilden, ist ein Großteil seines Oeuvres entweder erkennbar oder trägt Titel, die starke Assoziationen hervorrufen.
Als ich zum ersten Mal Bilder aus der aleph - Serie vor Augen hatte, geriet ich in Verlegenheit. Ich erkannte die Formen nicht und ohne dieses Wissen vermochte ich das Werk kaum zu verstehen. Nachforschungen ergaben, welches interessante Symbol hier verwendet wurde. Als altes semitisches Zeichen, ist aleph der erste Buchstabe des 22 Zeichen umfassenden Hebräischen Alphabets, mit einem qualitativen, auf den Buchstaben bezogenen und einem quantitativen, auf die Zahl bezogenen Wert; so ist aleph sowohl gleichbedeutend mit A und mit 1. Diese Zeichen haben auch die Funktion von Symbolen: aleph ist ein Symbol für Gott, der durch einen Willensakt das Universum schuf. Ebenso steht aleph auch für den Anfang.
Mit Überzeugung erschaffen Künstler, die sich durch besondere Hingabe an ihr Metier auszeichnen, ihr Universum durch jeden einzelnen Willensakt – das Kunstwerk – und stehen mit jedem Werk erneut am Beginn einer Entdeckung.
Die Anordnung von Magos aleph Bildern durch den Künstler erfolgt vertikal, als ob sich diese oberhalb und unterhalb der Bilder fortsetzen würden. So erzeugen sie ein endloses Muster. Da jedes aleph als "1" gelesen werden kann, ergibt die Komposition "1-1-1", ein weiterer Name des Höchsten Gottes. Eine Farbe dominiert in jedem einzelnen Werk, da die Farbe als Baustein dieses aleph-Schöpfers dient.
Die Aleph Bilder erweisen sich als geeigneter Zugang, um Gefallen an und ein tieferes Verständnis für Magos Kunst zu finden. Sein beginnendes und anhaltendes Schaffen ist in dem Glauben begründet, dass das Leben einen Sinn hat, dass das Wissen erworben, aber die Kunst spontan ist und, dass die Kunst eine Bedeutungsträgerin ist.
Das ist der noble Standpunkt, den der Künstler vertritt.
-- Eleanor Kennelly
Eleanor Kennelly schreibt für ARTnews, Art & Antiques sowie für Art & Auction. Sie wirkte als Kunstkritikerin und Kolumnistin für die Washington Times.
1960 in der Steiermark,Österreich, geboren, präsentierte Ely Magos
seine Werke in zahlreichen Ausstellungen in Österreich, darunter im Museum für Moderne Kunst in Wien. Weitere Ausstellungen folgten in London, Jerusalem, Ithaka und in Washington, D.C.
Folgende bedeutende Sammlungen beinhalten u.a. Werke von Ely Magos:
Landesmuseum am Joanneum Neue Galerie, Graz
Alex Gallery Washington DC. USA
Bundeskanzleramt, Wien
Lady Shower, London
Karl Franzens Universität Graz Projekt Monolith
Landesrat Mag. Herbert Paierl Land Steiermark
Estag , Energie Steiermark AG , Graz
Univ. Prof.Dr.Dr. Schachner –Blasicek Land Steiermark Kultur
Mr.Bruce Schena, San Francisco
Academia Wien
Gemeinde Lieboch, Steiermark
Art & Trend Galerie, Graz/Salzburg/Wien
Dr.Gölles, Graz
Gründerinnen Zentrum, Graz
uvm.
Kunst als Lebensinhalt
Maler u. Bildhauer
int.Ausstellungen / USA / Spanien / England/ Österreich
Interesse an Reisen, Sprachen Schrift
und Schriften aller Art
habe in Israel,Ungarn, Frankreich, USA,Schweiz und Liechtenstein gelebt und gearbeitet .. jetzt Österreich ...
Ausstellung zur Synagogeneröffnung in Graz im Jahr 2000 im Kulturzentrum bei den Minoriten
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