BrandtSchmitt FotoArt
Drag to set position!
Brandt + Schmitt präsentieren komplexe visuelle Cluster,
die in der Mehrzahl in direkter Auseinandersetzung mit den Inhalten
und Strukturen der eigenen Analogen und Digitalen Fotografie
und dem Internet entstanden sind.
Ihre Arbeiten zeigen verdichtete Bilder von medial vermittelten Welten.
Tief ins Bild reichende Räume verschwimmen in multifokalen
Fluchtpunkten,
werden zu mehrdimensionalen Bühnen und evozieren die betörende
Gleichzeitigkeit des Phänomens der Desorientierung.
BrandtSchmitt steht für ein Zweigespann und zwar für das
Künstlerduo Axel Brandt und Manfred R. Schmitt,
die schon seit 30 Jahren regelmäßig Gemeinschaftsarbeiten fertigen.
Die zwei Künstler sprechen sich im Voraus nicht über die Art und Weise
der Umsetzung ab. Es gibt keine gemeinsamen Vorstudien oder Entwürfe.
Von Mal zu Mal wird festgelegt, wer anfängt. Dabei ist im Rotationsprinzip
jeder von ihnen nur einmal mit der Arbeit befasst. Der zweite reagiert auf
die Arbeit des anderen.
"Wir spinnen das jeweilige Thema assoziativ und phantasievoll aus."
Die Motive erwecken den Eindruck von phantastischem, rätselhaftem
Geschehen. Jeder hat vollen Freiraum, wenn er an dem Kunstwerk
arbeitet. Er reagiert auf Vorgefundenes so rücksichtslos und
rücksichtsvoll, als ob das bisher Entstandene vom ihm selbst stammt,
sein Handeln erhält dadurch, dass er in den Entscheidungsbereich
des anderen eingreift, ein Zweifaches an Verantwortung.
Vertrauen in die Entscheidungskraft des anderen ist vermutlich die
wichtigste Voraussetzung für die Arbeit von BrandtSchmitt,
denn am Ende stehen beide Namen gemeinsam und gleichwertig
unter dem Kunstwerk.
Wer der Urheber der einzelnen Teile in den Bildern ist, bleibt eine offene,
nicht zwangsläufig zu beantwortende Frage.
Man könnte jetzt überlegen,
ob diese Arbeitsweise nicht im Widerspruch steht zur herrschenden
Auffassung, dass ein Künstler sich in seiner ganz spezifischen,
individuellen Weise ausdrückt, als Grundvoraussetzung seines
künstlerischen Schaffens.
Man könnte überlegen,
ob das Hineinfinden in- und Reagieren auf- die Ausdruckswelt des anderen
nicht zu einer Aufweichung der individuellen künstlerischen Position führt.
Das ist jedoch bei diesen Arbeiten nicht der Fall.
Sie erhalten einen Mehrwert durch die Ergänzung und das konkurrierende
Moment. Wenn der Betrachter vor den Arbeiten das beliebte Spiel spielt:
Wer hat was gezeichnet,
gemalt,
fotografiert,
digitalisiert,
entschieden,
was stammt von wem,
dann wird er schnell spüren, daß dies zu kurz gegriffen ist,
denn die Summe der Handschriften,
ist nicht zwei, sondern ist weit mehr als das."
(Quelle unbekannt)
- JoinedSeptember 2013
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