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Wildschweine mit Nachwuchs

im Nationalpark Bayerischer Wald, Tierfreigelände bei Altschönau, Landkreis Freyung-Grafenau.

Glück oder "Schwein" gehabt sagen viele, wenn man eine Wildsau so mit ihrem Nachwuchs - mit auffällig gezeichneten Frischlingen zu Gesicht bzw. vor die Linse bekommt.

Heutzutage wird einem oft mit einem süßen Schwein aus Marzipan als Glücksbringer zu Neujahr gratuliert. Warum eigentlich?

Da muss man ins Mittelalter zurückdenken. Das Europa der damaligen Zeit war überwiegend ländlich geprägt mit vielen kleinen Fürstentümern und Grafschaften. Immer wieder gab es Kriege, Besatzungen, Seuchen- und andere Zeiten des Mangels. Viele ländliche Haushalte hielten sich quasi als (Über-) Lebensversicherung ein Schwein, auf dessen Eiweiß- und Fettvorrat als Energieträger sie vor allem in Notfällen zugreifen konnten. "Glück" in Form von Fleisch.

Alle Schweine sind für ihr Leben von der Natur mit sehr guten Nasen (Rüssel) ausgerüstet, fast ständig sind diese dicht über den Boden. Damit können Schweine auch unter der Bodenoberfläche befindliche Nahrung erschnüffeln, z.B. Insektenlarven. Diese für Wildschweine selbst willkommene eiweißreiche Nahrung nehmen sie nach Umbrechen des Bodens auf.

Die Menschen indes nutzen den guten Geruchssinn der Schweine für ihre Zwecke. So versuchte man mit Schweinen unterirdisch wachsende Trüffelpilze, bei Gourmets heiß begehrt, aufzuspüren. Der Versuch war erfolgreich, man musste nur aufpassen, dass die Schweine die Pilze nicht selbst auffraßen. Ebenso zielführend war in den 1980er Jahren in Niedersachsen der Polizeieinsatz des auf Rauschgift trainierten Schweins "Louise", durch die Medien international bekannt geworden, bei der Suche nach der gut versteckten Droge.

 

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Uploaded on May 2, 2018