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Du, den ich innig schätze
Photo: Fenster im Weimarer Stadtschloss
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Du, den ich innig schätze
1.) Du, den ich innig schätze,
Mein Heiland, wenn ich mich
An deiner Huld ergötze,
O, wie beglückt bin ich!
Dann schwinden alle Leiden
Der kurzen Pilgerzeit
Vor den vollkommnen Freuden
Der nahen Ewigkeit.
2.) Nichts, nichts sei meinem Herzen
So wert, als du, schon hier.
Denn mit wie großen Schmerzen
Erkauftest du es dir!
Dir müss' es angehören
Mit Allem, was es ist.
Dich über alles ehren,
Der du sein Retter bist.
3.) Was kann mich mehr beglücken,
Mit Trost mich mehr erfreun,
Mich selbst im Tod erquicken:
Als Herr dein Wort allein?
Dir bleib ich stets ergeben,
Bei dir ist Sicherheit
Vor jeder Not, ist Leben,
Ist Trost und Seligkeit.
4.) Was sollt' ich trostlos klagen?
Hab ich auch, Jesu, hier
Noch manche Last zu tragen:
Ich hange doch an dir.
Ich will geduldig leiden,
Wie du des Lebens Not!
Nichts soll mich von dir scheiden,
Kein Glück, kein Schmerz, kein Spott.
5.) O Herrlichkeit der Erde,
Vergebens lockst du mich!
Wenn ich nur selig werde:
Wie gern entbehr' ich dich!
Wo Jesus Hütten bauet,
Da, da ist's gut zu sein.
Wenn einst mein Aug' ihn schauet:
Wie will ich dann mich freun!
6.) Sei denn in jedem Leide,
Im Tode sei mit mir.
Und führ, o meine Freude,
Mich näher dann zu dir!
Wenn mich kein Leid mehr rühren,
Kein Tod mehr töten kann:
Wie werd' ich triumphieren!
Wie selig bin ich dann!
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Autor: Salomon Liskow
Melodie: Herzlich tut mich verlangen
oder: Lob Gott getrost mit Singen
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Sammlung geistlicher Lieder - Band 1 -
Herausgegeben von Nikolaus Joachim Guilliam Evers
Archediakonus an der Jakobi-Kirche, Hamburg
Druck und Verlag: G.F.Schniebes, E.E.Raths
Hamburg, 1817
Liednummer 615
Thema: Glaube, Kampf und Rechtfertigung
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Salomon Liskow (*25.10.1640 - + 5.12.1689) stammt aus der Gegend zwischen Ober- und Niederlausitz. Er wirkte als evangelischer Pfarrer in Wurzen. Liskows Vater Johann war in Niemitzsch lutherischer Pfarrer, den er genauso wie seine Mutter früh verlor. Er ging als Schüler in die Dresdner Kreuzschule und konnte ab 1660 mit einem Stipendium Theologie in Wittenberg studieren. Bereits damals zeigte sich seine hohe Begabung der Dichtkunst, mit der er bekannt wurde. 1664 wurde er Pfarrer in Ottwisch und Stockheim im Kirchenbezirk Grimma. Im Juni desselben Jahres heiratete er Margaretha Nicolai, eine Tochter eines Amtsbruders aus Schwepnitz bei Bautzen, die ihm neun Söhne und vier Töchter schenkte. 1685 wechselte er nach Wurzen, wo er vier Jahre später im Alter von 49 Jahren starb. In seinem Leben dichtete er weltliche und geistliche Lieder, die schnell Aufnahme in die evangelischen Kirchengesangbücher fanden. Seine Poesie entspricht dem frühen Pietismus, er gehört zu den besten Dichtern der evangelischen Christenheit und wurde oft mit Paul Gerhardt verglichen. Zwei eigene Liedsammlungen von Liskow sind erhalten.
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Du, den ich innig schätze
Photo: Fenster im Weimarer Stadtschloss
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Du, den ich innig schätze
1.) Du, den ich innig schätze,
Mein Heiland, wenn ich mich
An deiner Huld ergötze,
O, wie beglückt bin ich!
Dann schwinden alle Leiden
Der kurzen Pilgerzeit
Vor den vollkommnen Freuden
Der nahen Ewigkeit.
2.) Nichts, nichts sei meinem Herzen
So wert, als du, schon hier.
Denn mit wie großen Schmerzen
Erkauftest du es dir!
Dir müss' es angehören
Mit Allem, was es ist.
Dich über alles ehren,
Der du sein Retter bist.
3.) Was kann mich mehr beglücken,
Mit Trost mich mehr erfreun,
Mich selbst im Tod erquicken:
Als Herr dein Wort allein?
Dir bleib ich stets ergeben,
Bei dir ist Sicherheit
Vor jeder Not, ist Leben,
Ist Trost und Seligkeit.
4.) Was sollt' ich trostlos klagen?
Hab ich auch, Jesu, hier
Noch manche Last zu tragen:
Ich hange doch an dir.
Ich will geduldig leiden,
Wie du des Lebens Not!
Nichts soll mich von dir scheiden,
Kein Glück, kein Schmerz, kein Spott.
5.) O Herrlichkeit der Erde,
Vergebens lockst du mich!
Wenn ich nur selig werde:
Wie gern entbehr' ich dich!
Wo Jesus Hütten bauet,
Da, da ist's gut zu sein.
Wenn einst mein Aug' ihn schauet:
Wie will ich dann mich freun!
6.) Sei denn in jedem Leide,
Im Tode sei mit mir.
Und führ, o meine Freude,
Mich näher dann zu dir!
Wenn mich kein Leid mehr rühren,
Kein Tod mehr töten kann:
Wie werd' ich triumphieren!
Wie selig bin ich dann!
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Autor: Salomon Liskow
Melodie: Herzlich tut mich verlangen
oder: Lob Gott getrost mit Singen
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Sammlung geistlicher Lieder - Band 1 -
Herausgegeben von Nikolaus Joachim Guilliam Evers
Archediakonus an der Jakobi-Kirche, Hamburg
Druck und Verlag: G.F.Schniebes, E.E.Raths
Hamburg, 1817
Liednummer 615
Thema: Glaube, Kampf und Rechtfertigung
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Salomon Liskow (*25.10.1640 - + 5.12.1689) stammt aus der Gegend zwischen Ober- und Niederlausitz. Er wirkte als evangelischer Pfarrer in Wurzen. Liskows Vater Johann war in Niemitzsch lutherischer Pfarrer, den er genauso wie seine Mutter früh verlor. Er ging als Schüler in die Dresdner Kreuzschule und konnte ab 1660 mit einem Stipendium Theologie in Wittenberg studieren. Bereits damals zeigte sich seine hohe Begabung der Dichtkunst, mit der er bekannt wurde. 1664 wurde er Pfarrer in Ottwisch und Stockheim im Kirchenbezirk Grimma. Im Juni desselben Jahres heiratete er Margaretha Nicolai, eine Tochter eines Amtsbruders aus Schwepnitz bei Bautzen, die ihm neun Söhne und vier Töchter schenkte. 1685 wechselte er nach Wurzen, wo er vier Jahre später im Alter von 49 Jahren starb. In seinem Leben dichtete er weltliche und geistliche Lieder, die schnell Aufnahme in die evangelischen Kirchengesangbücher fanden. Seine Poesie entspricht dem frühen Pietismus, er gehört zu den besten Dichtern der evangelischen Christenheit und wurde oft mit Paul Gerhardt verglichen. Zwei eigene Liedsammlungen von Liskow sind erhalten.
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