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Gott lob, die schwere Kriegeslast hat endlich abgenommen
Photo: Der Vater Rhein übergibt der Mosel die Wacht (Warnhorn) über die deutschen Westgrenze, Detail am Niederwalddenkmal
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Gott lob, die schwere Kriegeslast
1.) Gott lob, die schwere Kriegeslast
Hat endlich abgenommen.
Was du, Herr Gott, versprochen hast,
Das haben wir bekommen.
Fried', Treu', Güt' und Gerechtigkeit
Begegnen uns zu unsrer Zeit
Und sich erfreulich küssen.
2.) Gott lob, nun hört man überall
Von Fried' und Ruhe singen.
Es tönt der Instrumenten Schall,
Dass Städt' und Kirchen klingen.
Was war bedrängt, verflucht den Krieg
Und ruft mit Freuden: Fried' und Sieg!
Fried' soll ein jeder wissen. (a)
3.) Gott, dir sei Ehre, Preis und Dank
Für diese deine Güte,
Gerechtigkeit geht nun im Schwang
In deines Reichs Gebiete.
Dein Volk empfindet dieses schon,
Drum stimmt es an den Freudenton:
Fried', Fried' ist uns gegeben.
4.) Gott, dir, dir sei allein der Ruhm,
Dich loben alle Zungen,
Dass deinem Volk und Eigentum
So glücklich ist gelungen,
Du, du hast an dein Volk gedacht,
Du hast den Frieden wiederbracht
Und uns geschenkt das Leben.
5.) Ach, Herr, wir bitten ferner dich,
Der du uns Ruh' gegeben,
Erhalt den Frieden gnädiglich
In unserm Land und Leben,
Zerbrich der Feinde Spieß und Schwert,
Verheere den, der uns verheert
Und sucht uns zu verderben.
6.) Du Friedensfürst, Herr Jesu Christ,
Lass Fried' und Ruhe grünen,
Wo du mit deinem Worte bist
Und wir dir christlich dienen.
Erhalt dein Land und Kirchenfried,
Vor falscher Lehr uns stets behüt',
Dass wir im Frieden sterben.
(a) erfahren
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Autor: Michael Schirmer
Melodie: Allein Gott in der Höh' sei Ehr'
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gefunden in:
Geistliches neuvermehrtes (evangelisches)
Altenburgisches Gesang- und Gebetbuch,
Altenburg, 1778.
Liednummer 530
Thema: Gottvertrauen, Kreuz und Trost
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Michael Schirmer (getauft am 18. Juli 1606 in Leipzig; † 4. Mai 1673 in Berlin) war ein Pädagoge und evangelischer Kirchenliederdichter der Barockzeit.
Nach dem Gymnasialabschluss bezog er die Universität, um hier 1630 die Magisterwürde zu erlangen, die ihn zum Lehrberuf befähigte.
1636 wurde er als Subrektor an das berühmte Berliner Gymnasium zum Grauen Kloster berufen, ab 1651 als Konrektor bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1668. Im Jahr 1637 wurde er zum kaiserlichen Poeten gekrönt.
Der Dreißigjährige Krieg brachte es mit sich, dass das Gymnasium zeitweise geschlossen werden musste und Schirmer ohne Einkommen, was ihn zwang, sich als Kostgänger in Bürgerhäuser durchzuschlagen. Etwa ab 1640 war er wieder im Dienst, doch ab 1644 quälte ihn, wohl zumindest teilweise durch die Nöte und Entbehrungen der vergangenen Jahre verursacht, fünf Jahre lang ein schweres Nervenleiden, was auch mit viel geistlicher Anfechtung verbunden war. Paul Gerhardt und Johann Crüger, Pfarrer bzw. Kantor an der Nicolaikirche in Berlin, mit denen ihn eine herzliche Freundschaft verband, waren ihm Trost und Stütze in dieser schweren Zeit.
Nach seiner Genesung, die er als Gottes Geschenk ansah, nahm Schirmer seine Tätigkeit wieder auf und stieg 1651 zum Konrektor des Berliner Gymnasiums zum Grauen Kloster auf.
Schirmer musste in der Folgezeit den Tod seiner Angehörigen erleben. 1659 verlor er sein einziges Töchterchen noch im Kindesalter, 1666 starb sein einziger Sohn mit 25 Jahren, bald danach folgte seine Frau. Solches Leid ließ seine alte Gemütskrankheit noch einmal aufbrechen, sodass er 1668 seinen Dienst aufgeben musste. In den ihm noch verbliebenen Lebensjahren beschäftigte er sich weiter mit der heiligen Schrift, besonders mit Blick auf ein seliges Ende. Trotz seines plötzlichen Todes am 1673 starb er doch 'mit fertiger Lampe' nach den Schlusszeilen seines Adventsliedes, in denen er sich auf das Gleichnis von den zehn Jungfrauen bezieht: 'Halt eure Lampen fertig, und seid stets sein gewärtig, er ist schon auf der Bahn.'
Wegen dieser vielfachen Bedrängnisse und Krankheiten wurde er (auch von sich selbst) der 'deutsche Hiob' genannt.
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Michael Schirmers Lieder/ Hymns
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Ach, Jesu, meiner Seelen Freude
Also heilig ist der Tag, das ihn niemand mit Lob
Der Hölle Pforten sind zerstört
Ermuntert euch, ihr müden Seelen
Gott lob, die schwere Kriegeslast hat endlich
Herr, nun lasse deinen Knecht, der ich bin
Hier lieg ich armes Würmelein und ruh
Komm, komm zu uns, o Geist des Herrn
Nun lieg ich armes Würmelein und ruh in meinem
Nun, Gott lob, es ist vollbracht, mit des ewgen Lebens Lehren
O Gott, der du das Firmament mit Wolken tust bedecken
O Heilger Geist, kehr bei uns ein
Schaue, Jesu, schau vom Himmel
Schmückt, schmückt das Fest mit Maien
Gott lob, die schwere Kriegeslast hat endlich abgenommen
Photo: Der Vater Rhein übergibt der Mosel die Wacht (Warnhorn) über die deutschen Westgrenze, Detail am Niederwalddenkmal
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Gott lob, die schwere Kriegeslast
1.) Gott lob, die schwere Kriegeslast
Hat endlich abgenommen.
Was du, Herr Gott, versprochen hast,
Das haben wir bekommen.
Fried', Treu', Güt' und Gerechtigkeit
Begegnen uns zu unsrer Zeit
Und sich erfreulich küssen.
2.) Gott lob, nun hört man überall
Von Fried' und Ruhe singen.
Es tönt der Instrumenten Schall,
Dass Städt' und Kirchen klingen.
Was war bedrängt, verflucht den Krieg
Und ruft mit Freuden: Fried' und Sieg!
Fried' soll ein jeder wissen. (a)
3.) Gott, dir sei Ehre, Preis und Dank
Für diese deine Güte,
Gerechtigkeit geht nun im Schwang
In deines Reichs Gebiete.
Dein Volk empfindet dieses schon,
Drum stimmt es an den Freudenton:
Fried', Fried' ist uns gegeben.
4.) Gott, dir, dir sei allein der Ruhm,
Dich loben alle Zungen,
Dass deinem Volk und Eigentum
So glücklich ist gelungen,
Du, du hast an dein Volk gedacht,
Du hast den Frieden wiederbracht
Und uns geschenkt das Leben.
5.) Ach, Herr, wir bitten ferner dich,
Der du uns Ruh' gegeben,
Erhalt den Frieden gnädiglich
In unserm Land und Leben,
Zerbrich der Feinde Spieß und Schwert,
Verheere den, der uns verheert
Und sucht uns zu verderben.
6.) Du Friedensfürst, Herr Jesu Christ,
Lass Fried' und Ruhe grünen,
Wo du mit deinem Worte bist
Und wir dir christlich dienen.
Erhalt dein Land und Kirchenfried,
Vor falscher Lehr uns stets behüt',
Dass wir im Frieden sterben.
(a) erfahren
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Autor: Michael Schirmer
Melodie: Allein Gott in der Höh' sei Ehr'
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gefunden in:
Geistliches neuvermehrtes (evangelisches)
Altenburgisches Gesang- und Gebetbuch,
Altenburg, 1778.
Liednummer 530
Thema: Gottvertrauen, Kreuz und Trost
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Michael Schirmer (getauft am 18. Juli 1606 in Leipzig; † 4. Mai 1673 in Berlin) war ein Pädagoge und evangelischer Kirchenliederdichter der Barockzeit.
Nach dem Gymnasialabschluss bezog er die Universität, um hier 1630 die Magisterwürde zu erlangen, die ihn zum Lehrberuf befähigte.
1636 wurde er als Subrektor an das berühmte Berliner Gymnasium zum Grauen Kloster berufen, ab 1651 als Konrektor bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1668. Im Jahr 1637 wurde er zum kaiserlichen Poeten gekrönt.
Der Dreißigjährige Krieg brachte es mit sich, dass das Gymnasium zeitweise geschlossen werden musste und Schirmer ohne Einkommen, was ihn zwang, sich als Kostgänger in Bürgerhäuser durchzuschlagen. Etwa ab 1640 war er wieder im Dienst, doch ab 1644 quälte ihn, wohl zumindest teilweise durch die Nöte und Entbehrungen der vergangenen Jahre verursacht, fünf Jahre lang ein schweres Nervenleiden, was auch mit viel geistlicher Anfechtung verbunden war. Paul Gerhardt und Johann Crüger, Pfarrer bzw. Kantor an der Nicolaikirche in Berlin, mit denen ihn eine herzliche Freundschaft verband, waren ihm Trost und Stütze in dieser schweren Zeit.
Nach seiner Genesung, die er als Gottes Geschenk ansah, nahm Schirmer seine Tätigkeit wieder auf und stieg 1651 zum Konrektor des Berliner Gymnasiums zum Grauen Kloster auf.
Schirmer musste in der Folgezeit den Tod seiner Angehörigen erleben. 1659 verlor er sein einziges Töchterchen noch im Kindesalter, 1666 starb sein einziger Sohn mit 25 Jahren, bald danach folgte seine Frau. Solches Leid ließ seine alte Gemütskrankheit noch einmal aufbrechen, sodass er 1668 seinen Dienst aufgeben musste. In den ihm noch verbliebenen Lebensjahren beschäftigte er sich weiter mit der heiligen Schrift, besonders mit Blick auf ein seliges Ende. Trotz seines plötzlichen Todes am 1673 starb er doch 'mit fertiger Lampe' nach den Schlusszeilen seines Adventsliedes, in denen er sich auf das Gleichnis von den zehn Jungfrauen bezieht: 'Halt eure Lampen fertig, und seid stets sein gewärtig, er ist schon auf der Bahn.'
Wegen dieser vielfachen Bedrängnisse und Krankheiten wurde er (auch von sich selbst) der 'deutsche Hiob' genannt.
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Michael Schirmers Lieder/ Hymns
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Ach, Jesu, meiner Seelen Freude
Also heilig ist der Tag, das ihn niemand mit Lob
Der Hölle Pforten sind zerstört
Ermuntert euch, ihr müden Seelen
Gott lob, die schwere Kriegeslast hat endlich
Herr, nun lasse deinen Knecht, der ich bin
Hier lieg ich armes Würmelein und ruh
Komm, komm zu uns, o Geist des Herrn
Nun lieg ich armes Würmelein und ruh in meinem
Nun, Gott lob, es ist vollbracht, mit des ewgen Lebens Lehren
O Gott, der du das Firmament mit Wolken tust bedecken
O Heilger Geist, kehr bei uns ein
Schaue, Jesu, schau vom Himmel
Schmückt, schmückt das Fest mit Maien