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Vom Himmel kam hernieder
Vom Himmel kam hernieder
1.) Vom Himmel kam hernieder
Des höchsten Vaters Sohn.
Zum Segen seiner Brüder
Verließ er Gottes Thron.
Er ward ein Mensch und lebet
Zu aller Menschen Glück.
Er starb für sie und schwebte
Zur Herrlichkeit zurück.
2.) Wie göttlich war die Lehre,
Die seinem Mund entfloss
Und sich zu Gottes Ehre
In fromme Seelen goss!
Vor ihrem Lichte schwanden
Der Torheit Schatten her,
Betrug und Laster fanden
Nun keine Freistatt mehr.
3.) Er übte, was er lebte,
Er tat, was er gebot.
Und wer ihn gläubig ehrte,
Sah froh empor zu Gott.
Er strahlte, gleich der Sonne,
Selbst Feinden Segen zu,
Gab unserm Geiste Wonne
Und unserm Herzen Ruh'.
4.) Wie leichter Dunst verflieget
Nun alle Furchtsamkeit.
Des Mittlers Rechte sieget,
Sie siegt in Ewigkeit.
Zerbrochen sind die Ketten,
Es ist die Welt versöhnt,
Er kam, sie zu erretten,
Mit Gottes Kraft gekrönt.
5.) Was gleicht nun deinem Glücke,
Erlöster, frommer Christ?
Erkenn es ganz und blicke
Zu dem, dess' Kind du bist.
Empfinde seine Gnade
Und preise laut dein Los.
Geh stets auf Jesu Pfade,
So wirst du gut und groß.
6.) Erfleh dir Mut und Stärke
Und frohe Willigkeit
Zur Übung guter Werke,
Die sein Gesetz gebeut! (a)
Bewirb dich um die Würde,
Ein wahrer Christ zu sein!
Dies mindert jede Bürde
Und flößt dir Hoffnung ein.
7.) Dies gibt dir Trost und Frieden,
Wenn nichts dich trösten kann.
Dies hebt dich schon hienieden
Zu Jesu himmelan
Und einst wirst du ihn sehen
Am Ende aller Zeit,
Um mit ihm einzugehen
In seine Herrlichkeit.
(a) gebietet
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Autor: Balthasar Münter
Melodie: Befiehl du deine Wege
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Sammlung geistlicher Lieder - Band 1 -
Herausgegeben von Nikolaus Joachim Guilliam Evers
Archediakonus an der Jakobi-Kirche, Hamburg
Druck und Verlag: G.F.Schniebes, E.E.Raths
Hamburg, 1817
Liednummer 338
Thema: Gottvertrauen, Kreuz und Trost
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Balthasar Münter (* 24. März 1735 in Lübeck: † 5. Oktober 1793 in Kopenhagen (Dänemark)) war evangelischer Pfarrer, Aufklärer, Hofprediger in Gotha und Kopenhagen und Kirchenlieddichter.
Münters Vater war in Lübeck ein angesehener Kaufmann, Münter besuchte das Katharineum zu Lübeck unter Rektor Johann Daniel Overbeck und studierte dann ab 1754 in Jena Theologie. 1757 habilitierte er sich hier als Privatdozent und war im folgenden Jahre Adjunkt der philosophischen Fakultät. Außer einigen akademischen Dissertationen schrieb er über die Allgemeine Redekunst. Er hielt beachtete Reden in der Freimaurerloge zur Hoffnung, die in fünf Sammlungen von je fünf Reden in den Jahren 1759 bis 1762 gedruckt wurden.
Bald darauf erhielt einen Ruf des Herzogs zu Gotha, der ihm eine Stellung als Hofdiakon und Waisenhausprediger in die Residenzstadt gab. 1763 wurde er auf seinen Wunsch als Superintendent nach Tonna versetzt, wobei er die Bedingung akzeptierte, monatlich einmal vor der herzoglichen Familie in Gotha zu predigen.
1765 wurde er, in Folge einer in seiner Vaterstadt Lübeck gehaltenen Gastpredigt, zum Hauptprediger an der deutschen St. Petrikirche in Kopenhagen berufen. 1769 wurde er Mitglied der dänischen Königlichen Akademie der Wissenschaften. In dieser Stellung blieb er bis an sein Lebensende.
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Vom Himmel kam hernieder
Vom Himmel kam hernieder
1.) Vom Himmel kam hernieder
Des höchsten Vaters Sohn.
Zum Segen seiner Brüder
Verließ er Gottes Thron.
Er ward ein Mensch und lebet
Zu aller Menschen Glück.
Er starb für sie und schwebte
Zur Herrlichkeit zurück.
2.) Wie göttlich war die Lehre,
Die seinem Mund entfloss
Und sich zu Gottes Ehre
In fromme Seelen goss!
Vor ihrem Lichte schwanden
Der Torheit Schatten her,
Betrug und Laster fanden
Nun keine Freistatt mehr.
3.) Er übte, was er lebte,
Er tat, was er gebot.
Und wer ihn gläubig ehrte,
Sah froh empor zu Gott.
Er strahlte, gleich der Sonne,
Selbst Feinden Segen zu,
Gab unserm Geiste Wonne
Und unserm Herzen Ruh'.
4.) Wie leichter Dunst verflieget
Nun alle Furchtsamkeit.
Des Mittlers Rechte sieget,
Sie siegt in Ewigkeit.
Zerbrochen sind die Ketten,
Es ist die Welt versöhnt,
Er kam, sie zu erretten,
Mit Gottes Kraft gekrönt.
5.) Was gleicht nun deinem Glücke,
Erlöster, frommer Christ?
Erkenn es ganz und blicke
Zu dem, dess' Kind du bist.
Empfinde seine Gnade
Und preise laut dein Los.
Geh stets auf Jesu Pfade,
So wirst du gut und groß.
6.) Erfleh dir Mut und Stärke
Und frohe Willigkeit
Zur Übung guter Werke,
Die sein Gesetz gebeut! (a)
Bewirb dich um die Würde,
Ein wahrer Christ zu sein!
Dies mindert jede Bürde
Und flößt dir Hoffnung ein.
7.) Dies gibt dir Trost und Frieden,
Wenn nichts dich trösten kann.
Dies hebt dich schon hienieden
Zu Jesu himmelan
Und einst wirst du ihn sehen
Am Ende aller Zeit,
Um mit ihm einzugehen
In seine Herrlichkeit.
(a) gebietet
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Autor: Balthasar Münter
Melodie: Befiehl du deine Wege
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Sammlung geistlicher Lieder - Band 1 -
Herausgegeben von Nikolaus Joachim Guilliam Evers
Archediakonus an der Jakobi-Kirche, Hamburg
Druck und Verlag: G.F.Schniebes, E.E.Raths
Hamburg, 1817
Liednummer 338
Thema: Gottvertrauen, Kreuz und Trost
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Balthasar Münter (* 24. März 1735 in Lübeck: † 5. Oktober 1793 in Kopenhagen (Dänemark)) war evangelischer Pfarrer, Aufklärer, Hofprediger in Gotha und Kopenhagen und Kirchenlieddichter.
Münters Vater war in Lübeck ein angesehener Kaufmann, Münter besuchte das Katharineum zu Lübeck unter Rektor Johann Daniel Overbeck und studierte dann ab 1754 in Jena Theologie. 1757 habilitierte er sich hier als Privatdozent und war im folgenden Jahre Adjunkt der philosophischen Fakultät. Außer einigen akademischen Dissertationen schrieb er über die Allgemeine Redekunst. Er hielt beachtete Reden in der Freimaurerloge zur Hoffnung, die in fünf Sammlungen von je fünf Reden in den Jahren 1759 bis 1762 gedruckt wurden.
Bald darauf erhielt einen Ruf des Herzogs zu Gotha, der ihm eine Stellung als Hofdiakon und Waisenhausprediger in die Residenzstadt gab. 1763 wurde er auf seinen Wunsch als Superintendent nach Tonna versetzt, wobei er die Bedingung akzeptierte, monatlich einmal vor der herzoglichen Familie in Gotha zu predigen.
1765 wurde er, in Folge einer in seiner Vaterstadt Lübeck gehaltenen Gastpredigt, zum Hauptprediger an der deutschen St. Petrikirche in Kopenhagen berufen. 1769 wurde er Mitglied der dänischen Königlichen Akademie der Wissenschaften. In dieser Stellung blieb er bis an sein Lebensende.
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