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Auf der Andacht heilgen Schwingen
Photo: Kreuzdarstellung auf einem Grabmal auf dem Schiersteiner Friedhof, Wiesbaden
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Auf der Andacht heilgen Schwingen
1.) Auf der Andacht heilgen Schwingen
Darfst du, Herz, zum Lichte dringen -
Zu der Gnade ew'gem Licht!
Meine Seele, trüb umnachtet,
Herr, nach deinem Frieden schmachtet!
Heiland, ach, verwirf sie nicht!
2.) Nur bei dir, dem guten Hirten,
Lächelt Ruhe dem Verirrten -
Ruhe bei der Reue Schmerz.
Ach, du siehst die heißen Tränen,
Siehst das reine, gläub'ge Sehnen,
Dein entsagend schlägt dies Herz!
3.) Nimm es auf, so tief gesunken!
Gift und Tod hat es getrunken
Aus dem Freudenkelch der Welt.
Arm und elend kehrt es wieder,
Fällt im Glauben vor dir nieder,
Dran der Sünde macht zerschellt! -
4.) Pochend Herz, wie wirst du stille,
Weil aus Jesu Gnadenfülle
Sich ein Strahl in dich gesenkt!
Dein, Erlöser, sei dies Leben,
All sein Wollen, Ringen, Streben,
Was es jubelt, weint und denkt!
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Autor: Julius Magewirth
mögl. Melodie: Jesus Christus herrscht als König
oder: Alles ist an Gottes Segen
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Glockentöne - Geistliche Dichtungen
von Julius Magewirth
Gebrüder Knauer Verlag
Frankfurt/Main, 1900
Thema: Sünde, Buße und Umkehr
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Jakob Julius Hermann Adalbert Magewirth (* 17. September 1830 in Worms; 29. Mai 1893 in Bad Homburg v. d. Höhe) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer und Lieddichter. Anfänglich beabsichtigte er, Kunst in München zu studieren, konnte aber wegen der dort ausgebrochenen Cholera nicht dorthin gelangen. Daraufhin besuchte er weiter das Gymnasium in Worms und immatrikulierte sich im Jahr 1860 an der Universität in Gießen, wo er Theologie und Alte Sprachen studierte. Er unterbrach sein Studium für ein Jahr, studierte Geschichte und Literatur in Heidelberg, und schloss sein Theologiestudium 1863 ab. Hierauf besuchte er das Theologische Seminar in Friedberg, wurde als Pfarrer ordiniert und versah seinen ersten Dienst im geistlichen Amt als Hofprediger in Schloss Schaumburg im Herzogtum Oldenburg. Anschließend war er von 1866 bis 1868 Pfarrer in Naurod, anschließend bis 1873 Gemeindepfarrer in Oberursel und betreute anschließend Gemeinden in Dörnberg (drei Monate), Langenscheid (18 Monate) und Cramberg bei Diez (acht Jahre). Vom 1. November 1883 bis zu seinem Tod wirkte er dann als Oberpfarrer in Bad Homburg, wo er zuletzt in der Schulstraße 3 lebte. Als er in Bad Homburg seinen Dienst aufnahm, war bereits verwitwet, mit ihm zogen seine Kinder an die neue Wirkungsstätte. Ein ausführlicher Nachruf mit detaillierter Beschreibung der Beerdigungsfeierlichkeiten auf dem Friedhof am Untertor erschien im 'Taunusboten' vom 1. Juni 1893. Magewirth hatte im Jahr 1883 eine Sammlung eigener geistlicher Lieder unter dem Titel 'Glockentöne - Geistliche Dichtungen' im Verlag der Gebrüder Knauer in Frankfurt am Main veröffentlicht.
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Auf der Andacht heilgen Schwingen
Photo: Kreuzdarstellung auf einem Grabmal auf dem Schiersteiner Friedhof, Wiesbaden
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Auf der Andacht heilgen Schwingen
1.) Auf der Andacht heilgen Schwingen
Darfst du, Herz, zum Lichte dringen -
Zu der Gnade ew'gem Licht!
Meine Seele, trüb umnachtet,
Herr, nach deinem Frieden schmachtet!
Heiland, ach, verwirf sie nicht!
2.) Nur bei dir, dem guten Hirten,
Lächelt Ruhe dem Verirrten -
Ruhe bei der Reue Schmerz.
Ach, du siehst die heißen Tränen,
Siehst das reine, gläub'ge Sehnen,
Dein entsagend schlägt dies Herz!
3.) Nimm es auf, so tief gesunken!
Gift und Tod hat es getrunken
Aus dem Freudenkelch der Welt.
Arm und elend kehrt es wieder,
Fällt im Glauben vor dir nieder,
Dran der Sünde macht zerschellt! -
4.) Pochend Herz, wie wirst du stille,
Weil aus Jesu Gnadenfülle
Sich ein Strahl in dich gesenkt!
Dein, Erlöser, sei dies Leben,
All sein Wollen, Ringen, Streben,
Was es jubelt, weint und denkt!
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Autor: Julius Magewirth
mögl. Melodie: Jesus Christus herrscht als König
oder: Alles ist an Gottes Segen
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Glockentöne - Geistliche Dichtungen
von Julius Magewirth
Gebrüder Knauer Verlag
Frankfurt/Main, 1900
Thema: Sünde, Buße und Umkehr
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Jakob Julius Hermann Adalbert Magewirth (* 17. September 1830 in Worms; 29. Mai 1893 in Bad Homburg v. d. Höhe) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer und Lieddichter. Anfänglich beabsichtigte er, Kunst in München zu studieren, konnte aber wegen der dort ausgebrochenen Cholera nicht dorthin gelangen. Daraufhin besuchte er weiter das Gymnasium in Worms und immatrikulierte sich im Jahr 1860 an der Universität in Gießen, wo er Theologie und Alte Sprachen studierte. Er unterbrach sein Studium für ein Jahr, studierte Geschichte und Literatur in Heidelberg, und schloss sein Theologiestudium 1863 ab. Hierauf besuchte er das Theologische Seminar in Friedberg, wurde als Pfarrer ordiniert und versah seinen ersten Dienst im geistlichen Amt als Hofprediger in Schloss Schaumburg im Herzogtum Oldenburg. Anschließend war er von 1866 bis 1868 Pfarrer in Naurod, anschließend bis 1873 Gemeindepfarrer in Oberursel und betreute anschließend Gemeinden in Dörnberg (drei Monate), Langenscheid (18 Monate) und Cramberg bei Diez (acht Jahre). Vom 1. November 1883 bis zu seinem Tod wirkte er dann als Oberpfarrer in Bad Homburg, wo er zuletzt in der Schulstraße 3 lebte. Als er in Bad Homburg seinen Dienst aufnahm, war bereits verwitwet, mit ihm zogen seine Kinder an die neue Wirkungsstätte. Ein ausführlicher Nachruf mit detaillierter Beschreibung der Beerdigungsfeierlichkeiten auf dem Friedhof am Untertor erschien im 'Taunusboten' vom 1. Juni 1893. Magewirth hatte im Jahr 1883 eine Sammlung eigener geistlicher Lieder unter dem Titel 'Glockentöne - Geistliche Dichtungen' im Verlag der Gebrüder Knauer in Frankfurt am Main veröffentlicht.
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