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Nun ist es Zeit zu singen hell
Nun ist es Zeit zu singen hell
1.) Nun ist es Zeit zu singen hell,
Geboren ist Immanuel, (a)
Von Maria, der reinen Magd,
Wie Esais vor gesagt.
2.) Es freu sich aller Menschen Seel',
Geboren ist Immanuel.
Wir sind nicht mehr, wie vor, allein,
Der Herr ist bei uns insgemein.
3.) Der Freude sei kein Maß noch Ziel,
Geboren ist Immanuel,
Gott ist mit uns in gleichem Fleisch,
Doch ohne Sünde worden Mensch.
4.) Nicht schaden muss der alte Fehl, (b)
Geboren ist Immanuel,
Er ist geboren uns zu gut,
Er kann und will helfen aus Not.
5.) Trotz sei dem Teufel und der Höll',
Geboren ist Immanuel,
Trotz sei der Sünden und dem Tod,
Er ist mit uns, der starke Gott.
6.) Es zürn' der Papst und ein Gesell',
Geboren ist Immanuel,
Es rüste sich gleich Erd' und Meer,
Hier ist der Herr, der ihnen wehr'.
7.) Es toben wenig oder viel,
Geboren ist Immanuel,
Was uns bedrängt, das geht ihn an,
Er schlägt zu Boden Ross und Mann.
8.) Wahrlich, wir hab'n gewonnen Spiel,
Geboren ist Immanuel,
Wer an ihn glaubt, dem ist bereit'
Himmlische Freud' und Seligkeit.
9.) Die Welt vergeh nun, wenn sie will,
Geboren ist Immanuel,
Bei Gott sollen wir ewig sein,
Eia, ihm sei der Preis allein.
(a) Immanuel stammt aus dem Hebräischen. Immanu'el („Gott ist mit uns“ oder „Gott sei mit uns“). El ist der Singular des Wortes Elohim. Elohim wiederum war der Name, den die Juden im Norden des Königreichs Israel ihrem Gott gaben (während Yahweh (JHWH) hauptsächlich im Süden verwendet wurde).
(b) gemeint ist die Erbsünde. Nach dem Alten Testament waren die Menschen mit der Erbsünde behaftet, nach dem Neuen Testament hat Jesus Christus die Menschheit von diesem Fluch durch seinen Tod und sein Sühneopfer erlöst.
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Autor: Ludwig Helmbold
Melodie: Vom Himmel hoch, da komm ich her
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Die geistliche Dichtung von Luther bis Klopstock
ausgewählt und eingeleitet von Paul Pressel
erschienen als 5. Band der Evangelischen Volksbibliothek
Verlag Adolph Becher, Gustav Hoffmann
Stuttgart, 1863
Thema: Weihnachten
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Ludwig Helmbold (* 21. Januar 1532 in Reichsstadt Mühlhausen; † 8. April 1598 ebenda) war evangelisch-lutherischer Pfarrer, Gelehrter und Lieddichter. Helmbold wurde als Sohn des Webermeisters und Senators Stephan Helmbold und seiner Frau Anna, geb. Urbach, geboren. Die Familie trat in Jahr 1542 zur lutherischen Konfession über. Ludwig besuchte die Stadtschule, wo er auch Unterricht in Poesie und Latein erhielt. Er besuchte bereits mit 15 Jahren die Universität Leipzig und wechselte im Jahr 1549 an die Hochschule Erfurts, wo er das Studium im September 1550 abschloss. Zunächst verdiente Helmold seinen Lebensunterhalt als Lehrer, kehrte aber an die Universität in Erfurt zurück, wo er 1554 den Magistertitel erwarb. Er heiratete 1559 die Tochter des Senators Bobezahn und wurde in der Folgezeit Vater von sechs Kindern. Helmbold war ab 1554 Konrektor und Professor der Philosophie an der Universität Erfurt. In Folge der Bedrückungen durch die Gegenreformation wurde er 1570 zur Abdankung gezwungen. Im Jahr 1571 trat er als Pfarrer der Marienkirche in Mühlhausen sein Amt an und stieg später zum Superintendenten auf. Helmbold schrieb Gedichte in deutscher und Oden in lateinischer Sprache. Er wurde 1566 auf dem Reichstag zu Augsburg von Kaiser Maximilian II. zum gekrönten Dichter ernannt. Helmbolds geistliche Lieder wurden, zum Teil nach seinem Tod, in zehn Sammlungen veröffentlicht. Die Mühlhäuser Kantoren Joachim à Burck und Johannes Eccard vertonten viele von Helmbolds über 100 Lieder, die sich in Kirchengesangbüchern und Liedanthologien des 17. bis 21. Jahrhunderts finden. Im Evangelischen Gesangbuch (EG) von 1993 ist er mit den Liedern 'Nun lasst uns Gott dem Herren Dank sagen und ihn ehren' (EG 320) und 'Von Gott will ich nicht lassen' (EG 365) vertreten.
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Nun ist es Zeit zu singen hell
Nun ist es Zeit zu singen hell
1.) Nun ist es Zeit zu singen hell,
Geboren ist Immanuel, (a)
Von Maria, der reinen Magd,
Wie Esais vor gesagt.
2.) Es freu sich aller Menschen Seel',
Geboren ist Immanuel.
Wir sind nicht mehr, wie vor, allein,
Der Herr ist bei uns insgemein.
3.) Der Freude sei kein Maß noch Ziel,
Geboren ist Immanuel,
Gott ist mit uns in gleichem Fleisch,
Doch ohne Sünde worden Mensch.
4.) Nicht schaden muss der alte Fehl, (b)
Geboren ist Immanuel,
Er ist geboren uns zu gut,
Er kann und will helfen aus Not.
5.) Trotz sei dem Teufel und der Höll',
Geboren ist Immanuel,
Trotz sei der Sünden und dem Tod,
Er ist mit uns, der starke Gott.
6.) Es zürn' der Papst und ein Gesell',
Geboren ist Immanuel,
Es rüste sich gleich Erd' und Meer,
Hier ist der Herr, der ihnen wehr'.
7.) Es toben wenig oder viel,
Geboren ist Immanuel,
Was uns bedrängt, das geht ihn an,
Er schlägt zu Boden Ross und Mann.
8.) Wahrlich, wir hab'n gewonnen Spiel,
Geboren ist Immanuel,
Wer an ihn glaubt, dem ist bereit'
Himmlische Freud' und Seligkeit.
9.) Die Welt vergeh nun, wenn sie will,
Geboren ist Immanuel,
Bei Gott sollen wir ewig sein,
Eia, ihm sei der Preis allein.
(a) Immanuel stammt aus dem Hebräischen. Immanu'el („Gott ist mit uns“ oder „Gott sei mit uns“). El ist der Singular des Wortes Elohim. Elohim wiederum war der Name, den die Juden im Norden des Königreichs Israel ihrem Gott gaben (während Yahweh (JHWH) hauptsächlich im Süden verwendet wurde).
(b) gemeint ist die Erbsünde. Nach dem Alten Testament waren die Menschen mit der Erbsünde behaftet, nach dem Neuen Testament hat Jesus Christus die Menschheit von diesem Fluch durch seinen Tod und sein Sühneopfer erlöst.
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Autor: Ludwig Helmbold
Melodie: Vom Himmel hoch, da komm ich her
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Die geistliche Dichtung von Luther bis Klopstock
ausgewählt und eingeleitet von Paul Pressel
erschienen als 5. Band der Evangelischen Volksbibliothek
Verlag Adolph Becher, Gustav Hoffmann
Stuttgart, 1863
Thema: Weihnachten
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Ludwig Helmbold (* 21. Januar 1532 in Reichsstadt Mühlhausen; † 8. April 1598 ebenda) war evangelisch-lutherischer Pfarrer, Gelehrter und Lieddichter. Helmbold wurde als Sohn des Webermeisters und Senators Stephan Helmbold und seiner Frau Anna, geb. Urbach, geboren. Die Familie trat in Jahr 1542 zur lutherischen Konfession über. Ludwig besuchte die Stadtschule, wo er auch Unterricht in Poesie und Latein erhielt. Er besuchte bereits mit 15 Jahren die Universität Leipzig und wechselte im Jahr 1549 an die Hochschule Erfurts, wo er das Studium im September 1550 abschloss. Zunächst verdiente Helmold seinen Lebensunterhalt als Lehrer, kehrte aber an die Universität in Erfurt zurück, wo er 1554 den Magistertitel erwarb. Er heiratete 1559 die Tochter des Senators Bobezahn und wurde in der Folgezeit Vater von sechs Kindern. Helmbold war ab 1554 Konrektor und Professor der Philosophie an der Universität Erfurt. In Folge der Bedrückungen durch die Gegenreformation wurde er 1570 zur Abdankung gezwungen. Im Jahr 1571 trat er als Pfarrer der Marienkirche in Mühlhausen sein Amt an und stieg später zum Superintendenten auf. Helmbold schrieb Gedichte in deutscher und Oden in lateinischer Sprache. Er wurde 1566 auf dem Reichstag zu Augsburg von Kaiser Maximilian II. zum gekrönten Dichter ernannt. Helmbolds geistliche Lieder wurden, zum Teil nach seinem Tod, in zehn Sammlungen veröffentlicht. Die Mühlhäuser Kantoren Joachim à Burck und Johannes Eccard vertonten viele von Helmbolds über 100 Lieder, die sich in Kirchengesangbüchern und Liedanthologien des 17. bis 21. Jahrhunderts finden. Im Evangelischen Gesangbuch (EG) von 1993 ist er mit den Liedern 'Nun lasst uns Gott dem Herren Dank sagen und ihn ehren' (EG 320) und 'Von Gott will ich nicht lassen' (EG 365) vertreten.
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