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Hör unser Geber, Geist des Herrn
Hör unser Geber, Geist des Herrn
1.) Hör unser Geber, Geist des Herrn!
Du hörst der Menschen Flehen gern.
Wir wollen unser Herz dir geben:
O lehre heilig uns leben!
Rüst uns mit Stärke, Geist der Kraft,
Der in uns alles Gute schafft,
Dass nicht die Lockungen der Sünden
Uns, Christi Jünger, überwinden,
Durch ihre Macht,
Durch ihre Macht.
2.) Du heiliges Licht! Starker Hort!
Lass uns der Wahrheit helles Wort
Auf dieses Lebens Pfaden leiten,
Dass unsre Füße nicht gleiten.
Treib fern von uns der Irrtums Nacht,
Und stürze deiner Feinde Macht.
Dass Jesu Christ der ganzen Erde
Bekannt, und angebetet werde.
Erhör uns Gott!
Erhör uns Gott!
3.) Lass, freudiger Geist, voll Vertraun,
In Not, auf deine Hilf' uns schaun!
Lehr uns, wenn wir zum Vater treten,
Mit ganzer Zuversicht beten!
Mach uns durch deine Kraft bereit
Zum Sterben und zur Ewigkeit!
Dass wir, als deine Streiter, ringen.
Zu dir durch Tod und Leben dringen.
Halleluja!
Halleluja!
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Autor: Gottfried Benedikt Funk
Melodie: Komm, Heiliger Geist, Herre Gott
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Mitauisches [lutherisches] Gesangbuch
Druck: Johann Friedrich Steffenhagen
Mitau (heute Jelgava, Lettland), 1771
Liednummer 596
Thema: Pfingsten
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Gottfried Benedikt Funk (* 29. November 1734 in Hartenstein/Kurfürstentum Sachsen, † 18. Juni 1814 in Magdeburg) war Pädagoge und Liederdichter. Er wurde als Sohn des Hof- und Stadtkantors und späteren Pfarrers Gottlieb Funk geboren. Er erhielt ersten Unterricht durch seinen Vater und besuchte ab 1747 das Gymnasium in Freiberg im Erzgebirge. Nachdem er bereits eine Zeit als Hauslehrer gearbeitet hatte, immatrikulierte er sich im Jahr 1755 an der Universität Leipzig um Rechtswissenschaften zu studieren. Bereits im darauf folgenden Jahr nahm Funk eine Stelle als Hauslehrer im Haushalt des deutschen Hofpredigers Johann Andreas Cramer (1723-1788) in Kopenhagen an und studierte dort Kunst, orientalische Sprachen und Philosophie. Da ihm Cramer eine Anstellung im dänischen Kirchendienst zu verschaffen versprach, studierte Funk zusätzlich Theologie. Er stand in regem Briefkontakt mit Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803), der ihn dichterisch beeinflusste, und trat als Pädagoge durch eine Sammlung von Fabeln und Erzählungen hervor. 1769 wurde er Subrektor und 1772 Rektor an der Domschule in Magdeburg und 1785 zugleich Konsistorialrat. Von seinen im Geist des Rationalismus gedichteten Liedern ist das Osterlied 'Halleluja, jauchzt, ihr Chöre, singt Jesu Christo Lob und Ehre' und das Ewigkeitslied 'Die auf der Erde wallen, die Sterblichen' in Kirchengesangbücher und Liedanthologien des 18. bis 20. Jahrhunderts gelangt.
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Hör unser Geber, Geist des Herrn
Hör unser Geber, Geist des Herrn
1.) Hör unser Geber, Geist des Herrn!
Du hörst der Menschen Flehen gern.
Wir wollen unser Herz dir geben:
O lehre heilig uns leben!
Rüst uns mit Stärke, Geist der Kraft,
Der in uns alles Gute schafft,
Dass nicht die Lockungen der Sünden
Uns, Christi Jünger, überwinden,
Durch ihre Macht,
Durch ihre Macht.
2.) Du heiliges Licht! Starker Hort!
Lass uns der Wahrheit helles Wort
Auf dieses Lebens Pfaden leiten,
Dass unsre Füße nicht gleiten.
Treib fern von uns der Irrtums Nacht,
Und stürze deiner Feinde Macht.
Dass Jesu Christ der ganzen Erde
Bekannt, und angebetet werde.
Erhör uns Gott!
Erhör uns Gott!
3.) Lass, freudiger Geist, voll Vertraun,
In Not, auf deine Hilf' uns schaun!
Lehr uns, wenn wir zum Vater treten,
Mit ganzer Zuversicht beten!
Mach uns durch deine Kraft bereit
Zum Sterben und zur Ewigkeit!
Dass wir, als deine Streiter, ringen.
Zu dir durch Tod und Leben dringen.
Halleluja!
Halleluja!
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Autor: Gottfried Benedikt Funk
Melodie: Komm, Heiliger Geist, Herre Gott
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Mitauisches [lutherisches] Gesangbuch
Druck: Johann Friedrich Steffenhagen
Mitau (heute Jelgava, Lettland), 1771
Liednummer 596
Thema: Pfingsten
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Gottfried Benedikt Funk (* 29. November 1734 in Hartenstein/Kurfürstentum Sachsen, † 18. Juni 1814 in Magdeburg) war Pädagoge und Liederdichter. Er wurde als Sohn des Hof- und Stadtkantors und späteren Pfarrers Gottlieb Funk geboren. Er erhielt ersten Unterricht durch seinen Vater und besuchte ab 1747 das Gymnasium in Freiberg im Erzgebirge. Nachdem er bereits eine Zeit als Hauslehrer gearbeitet hatte, immatrikulierte er sich im Jahr 1755 an der Universität Leipzig um Rechtswissenschaften zu studieren. Bereits im darauf folgenden Jahr nahm Funk eine Stelle als Hauslehrer im Haushalt des deutschen Hofpredigers Johann Andreas Cramer (1723-1788) in Kopenhagen an und studierte dort Kunst, orientalische Sprachen und Philosophie. Da ihm Cramer eine Anstellung im dänischen Kirchendienst zu verschaffen versprach, studierte Funk zusätzlich Theologie. Er stand in regem Briefkontakt mit Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803), der ihn dichterisch beeinflusste, und trat als Pädagoge durch eine Sammlung von Fabeln und Erzählungen hervor. 1769 wurde er Subrektor und 1772 Rektor an der Domschule in Magdeburg und 1785 zugleich Konsistorialrat. Von seinen im Geist des Rationalismus gedichteten Liedern ist das Osterlied 'Halleluja, jauchzt, ihr Chöre, singt Jesu Christo Lob und Ehre' und das Ewigkeitslied 'Die auf der Erde wallen, die Sterblichen' in Kirchengesangbücher und Liedanthologien des 18. bis 20. Jahrhunderts gelangt.
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