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Oranier-Gedächtniskirche in Wiesbaden-Biebrich - Christus vor Pilatus

Die Oranier-Gedächtniskirche ist eine evangelische Kirche, die im Stil der Neugotik 1902 direkt am Rheinufer errichtet wurde. Dem Architekten Karl von Loehr wurde die Oberbauleitung übertragen, die technische Leitung hatte der Bauwerksmeister Adolf Kieß aus Tübingen inne. Am 15. Mai 1905 war Kirchweihe.

Der Name Oranier leitet sich von dem bedeutendsten Vertreter der ottonischen Linie ab: Wilhelm von Oranien, genannt der Schweiger (* 24. April 1533 in Dillenburg; † 10. Juli 1584 in Delft), der Vorkämpfer des Protestantismus in den Niederlanden gegen die Spanier war.

 

de.wikipedia.org/wiki/Oranier-Ged%c3%a4chtniskirche

 

Die Kirchenfenster sind gestaltet worden von Margret Thomann-Hegner (* 1911, + 2005). Sie war seit 1939 verheiratet mit dem Künstler Ernst Thomann und ist Mutter des 1940 geborenen Fotokünstlers und Fotojournalisten Peter Thomann. Aufgewachsen in Emmendingen in Südbaden, absolvierte Thomann-Hegner ein Studium an der Kunstgewerbeschule Stuttgart bei Prof. Otto Pankok. An den Münchner Lehrwerkstätten studierte sie bei Prof. Eduard Ege. Sie arbeitete in verschiedenen Techniken: Öl, Pastell, Aquarell und Mischtechniken. Darüber hinaus entwarf sie Wand- und Fensterglasgestaltungen für öffentliche Gebäude und Kirchen.

1967 entwarf sie die Seitenfenster in der evangelischen Oranier-Gedächtniskirche in Wiesbaden-Biebrich.

Es zeigt Jesus Christus vor Pilatus und das Pfingstereignis (Herabkunft des Heiligen Geistes).

 

de.wikipedia.org/wiki/Margret_Thomann-Hegner

 

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Wie bist du mir so innig gut

 

1. Wie bist du mir so innig gut,

Mein Hohepriester du!

Wir teur und kräftig ist dein Blut,

Es bringt mich stets zur Ruh.

 

2.) Wenn mein Gewissen zagen will

Vor meiner Sünden Schuld,

So macht dein Blut mich wieder still,

Setzt mich bei Gott in Huld.

 

3.) Hab ich gestrauchelt hie und da

Und will verzagen fast,

So ist dein sühnend Blut mir nah,

Das nimmt mir meine Last.

 

4.) Es sänftigt meinen Schmerz so mild

Durch seine Balsamkraft,

Die mein geängstet Herze stillt

Und neuen Glauben fasst.

 

5.) So senkt sich denn mein schlichter (a) Sinn

In deine Wunden ein,

Da ich dann ganz geborgen bin.

Mein Gott, wie kann es sein?

 

6.) Wie kann es sein? Ich sag es noch,

Herr, ist es auch Betrug?

Ich großer Sünder hab ja doch

Verdienet deinen Fluch.

 

7.) Nein, Jesus, du betrügest nicht,

Dein Geist mir Zeugnis gibt.

Dein Blut und Gnad und Fried verspricht,

Ich werd umsonst (b) geliebt.

 

8.) Umsonst will ich auch lieben dich,

Mein Gott, mein Trost, mein Teil!

Ich will nicht denken mehr an mich,

In dir ist all mein Heil.

 

9.) Zieh mich in dein versöhnend Herz,

Mein Jesu, tief hinein.

Lass es in aller Not und Schmerz

Mein Schloss und Zuflucht sein.

 

10.) Kommt groß und kleine Sünder doch,

Die ihr mühselig seid!

Dies liebend Herz steht offen noch,

Das euch von Sünd befreit.

 

 

 

(a) im Original steht blöder Sinn,

was heute eine negative Bedeutung hat

(b) ohne Vorbehalt

 

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Text: Gerhard Tersteegen

Melodie: Nun sich der Tag geendet hat

 

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Gefunden im Evangelischen Gesangbuch

für die Provinz Pommern, 1896

 

Liednummer 393 - Kapitel Glaube und Rechtfertigung

gedruckt bei F. Hessenland, Stettin

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Gerhard Tersteegen (niederdeutsch: Gerrit ter Steegen

* 25. November 1697 in Moers; † 3. April 1769 in Mülheim an der Ruhr),

deutscher Theologe, niederrheinischer Prediger, Seelsorger, Schriftsteller,

bedeutender Kirchenlieddichter und Mystiker des reformierten Pietismus.

Zuerst Kaufmann in Mülheim/Ruhr, dann Bandwirker, um abgeschieden

leben zu können; Laientheologe und tiefgründiger Mystiker des refor-

mierten Pietismus; seine Lieder besingen die pilgernde Gemeinschaft

der Gläubigen und die kindlich vertrauende Anbetung Gottes.

 

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Uploaded on April 1, 2007
Taken on April 1, 2007