amras_de
Sucht im Himmel euern Stern / Search your star only in heaven
Photo: Marc-Chagall-Fenster in St. Stephan, Mainz
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Wohl mir, mein Erlöser naht
1.) Wohl mir, mein Erlöser naht
Und die Not beginnt zu weichen.
Der bisher noch ferne trat,
Will mir nun die Hände reichen,
Dass ich auf der Todesbahn
In das Leben dringen kann.
2.) Löset euch, ihr Fessel, auf,
Die ihr mich bisher gebunden!
Niemand hemme meinen Lauf,
Weil ich schon die Türe funden,
Die mich in die Freiheit führt,
Wo kein Dorn den Fuß berührt.
3.) Jesus Wunden sind der Port, (a)
Da ich sicher Anker werfe
Und so hat der Tod hinfort
Einen Stachel ohne Schärfe.
Er treibt mich nur an das Land,
Wo er selbsten ist verbannt.
4.) Hab ich doch des Kreuzes Last
Nur bis an das Grab getragen,
Da ist nach der Arbeit Rast
Und der Stillstand aller Plagen.
O, wie sanfte schlaf ich hier,
Denn mein Gott wacht über mir.
5.) Meine Seele schwinget sich
Nach den immer grünen Höhen:
O, wie werden da um mich
Die Vorangegangnen stehen!
Wird nicht dieses Wiedersehn
Mit viel tausend Lust geschehn?
6.) Doch die größte Lust wird mir
Jesus süßer Anblick schenken.
Seine Küsse werden hier
Mich mit lauter Wollust tränken.
Wo mein Herz an seinem liegt,
Bin ich ewiglich vergnügt.
7.) Gönnet mir den Wechsel doch,
Die ihr mich als Mutter liebet,
Da Gott für ein hartes Joch
Mir des Glaubens Krone gibet.
Seht es doch mit Freuden an,
Denkt: Wie wohl hat Gott getan!
8.) Zweimal musst ich in der Welt
Mich in Staub und Asche setzen.
Nun verbirget mich ein Zelt,
Das kein Feuer kann verletzen.
Ich bin hier in Gottes Schoß
Nun von allem Übel los.
9.) Seid gesegnet, Kind und Freund,
Gott wird mein Gebet erfüllen.
Hab ich doch nun ausgeweint,
Lasst auch euer Herz sich stillen.
Sucht im Himmel euern Stern:
Die Erlösete des Herrn.
(a) Hafen
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Text: Benjamin Schmolck
Melodie: Jesus lebt, mit ihm auch ich
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gefunden in: 'Schöne Kleider für einen betrübten Geist,
welche denen Traurigen zu Zion in gesammelten Liedern
überreichtet Benjamin Schmolck.
Breslau und Liegnitz, 1727
verlegt bei Michael Rohrlach
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Benjamin Schmolck, geb. 21.12.1672 in Brauchitschdorf (Schlesien), evangelischer Pfarrer in Schweidnitz/Swidnica (heute Polen), bekannt als Erbauungsschriftsteller, zuletzt gelähmt und erblindet; gest. 12.02.1737 in Schweidnitz.
Er wurde 1702 Pfarrer an der Friedenskirche in Schweidnitz, einer der nach dem westfälischen Frieden nur drei verbliebenen evangelischen Kirchen in Schlesien.
Dort war sein Wirken vor allem vom Kampf gegen die Gegenreformation gekennzeichnet. Er dichtete etwa 1200 Lieder, die in 20 Sammlungen herausgegeben wurden, und verfasste zahlreiche Erbauungs- und Gebetbücher. Beeinflusst durch den Pietismus war er ein herausragender und bekannter Kirchenlieddichter von ungewöhnlicher Frömmigkeit, Standhaftigkeit und ausgeprägter Christusliebe.
Das Evangelische Gesangbuch enthält heute fünf seiner Lieder, darunter 'Jesus soll die Losung sein' (EG 62), 'Schmückt das Fest mit Maien' (EG 135) und das allseits beliebte Sonntagslied 'Tut mir auf die schöne Pforte' (EG 166).
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Benjamin Schmolck (1672-1737) was a German Lutheran composer of hymns.
He was born as a pastor's son in Brauchitschdorf (Chróstnik), Silesia on December 21, 1672. After attending the gymnasium in Liegnitz (Legnica), he studied theology at the University of Leipzig from 1693 to 1697. In 1702 he was ordained as a deacon at the Protestant Church of Peace and in 1714 as the pastor of the Church of the Holy Trinity in Schweidnitz (Swidnica), where he stayed for the rest of his life. Influenced by the pietism movement he became the most popular hymn writer of his day. His compositions include 'My Jesus as Thou Wilt' and 'A faithful friend is wandering yonder'. Schmolck died in Schweidnitz on February 12, 1737.
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Sucht im Himmel euern Stern / Search your star only in heaven
Photo: Marc-Chagall-Fenster in St. Stephan, Mainz
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Wohl mir, mein Erlöser naht
1.) Wohl mir, mein Erlöser naht
Und die Not beginnt zu weichen.
Der bisher noch ferne trat,
Will mir nun die Hände reichen,
Dass ich auf der Todesbahn
In das Leben dringen kann.
2.) Löset euch, ihr Fessel, auf,
Die ihr mich bisher gebunden!
Niemand hemme meinen Lauf,
Weil ich schon die Türe funden,
Die mich in die Freiheit führt,
Wo kein Dorn den Fuß berührt.
3.) Jesus Wunden sind der Port, (a)
Da ich sicher Anker werfe
Und so hat der Tod hinfort
Einen Stachel ohne Schärfe.
Er treibt mich nur an das Land,
Wo er selbsten ist verbannt.
4.) Hab ich doch des Kreuzes Last
Nur bis an das Grab getragen,
Da ist nach der Arbeit Rast
Und der Stillstand aller Plagen.
O, wie sanfte schlaf ich hier,
Denn mein Gott wacht über mir.
5.) Meine Seele schwinget sich
Nach den immer grünen Höhen:
O, wie werden da um mich
Die Vorangegangnen stehen!
Wird nicht dieses Wiedersehn
Mit viel tausend Lust geschehn?
6.) Doch die größte Lust wird mir
Jesus süßer Anblick schenken.
Seine Küsse werden hier
Mich mit lauter Wollust tränken.
Wo mein Herz an seinem liegt,
Bin ich ewiglich vergnügt.
7.) Gönnet mir den Wechsel doch,
Die ihr mich als Mutter liebet,
Da Gott für ein hartes Joch
Mir des Glaubens Krone gibet.
Seht es doch mit Freuden an,
Denkt: Wie wohl hat Gott getan!
8.) Zweimal musst ich in der Welt
Mich in Staub und Asche setzen.
Nun verbirget mich ein Zelt,
Das kein Feuer kann verletzen.
Ich bin hier in Gottes Schoß
Nun von allem Übel los.
9.) Seid gesegnet, Kind und Freund,
Gott wird mein Gebet erfüllen.
Hab ich doch nun ausgeweint,
Lasst auch euer Herz sich stillen.
Sucht im Himmel euern Stern:
Die Erlösete des Herrn.
(a) Hafen
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Text: Benjamin Schmolck
Melodie: Jesus lebt, mit ihm auch ich
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gefunden in: 'Schöne Kleider für einen betrübten Geist,
welche denen Traurigen zu Zion in gesammelten Liedern
überreichtet Benjamin Schmolck.
Breslau und Liegnitz, 1727
verlegt bei Michael Rohrlach
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Benjamin Schmolck, geb. 21.12.1672 in Brauchitschdorf (Schlesien), evangelischer Pfarrer in Schweidnitz/Swidnica (heute Polen), bekannt als Erbauungsschriftsteller, zuletzt gelähmt und erblindet; gest. 12.02.1737 in Schweidnitz.
Er wurde 1702 Pfarrer an der Friedenskirche in Schweidnitz, einer der nach dem westfälischen Frieden nur drei verbliebenen evangelischen Kirchen in Schlesien.
Dort war sein Wirken vor allem vom Kampf gegen die Gegenreformation gekennzeichnet. Er dichtete etwa 1200 Lieder, die in 20 Sammlungen herausgegeben wurden, und verfasste zahlreiche Erbauungs- und Gebetbücher. Beeinflusst durch den Pietismus war er ein herausragender und bekannter Kirchenlieddichter von ungewöhnlicher Frömmigkeit, Standhaftigkeit und ausgeprägter Christusliebe.
Das Evangelische Gesangbuch enthält heute fünf seiner Lieder, darunter 'Jesus soll die Losung sein' (EG 62), 'Schmückt das Fest mit Maien' (EG 135) und das allseits beliebte Sonntagslied 'Tut mir auf die schöne Pforte' (EG 166).
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Benjamin Schmolck (1672-1737) was a German Lutheran composer of hymns.
He was born as a pastor's son in Brauchitschdorf (Chróstnik), Silesia on December 21, 1672. After attending the gymnasium in Liegnitz (Legnica), he studied theology at the University of Leipzig from 1693 to 1697. In 1702 he was ordained as a deacon at the Protestant Church of Peace and in 1714 as the pastor of the Church of the Holy Trinity in Schweidnitz (Swidnica), where he stayed for the rest of his life. Influenced by the pietism movement he became the most popular hymn writer of his day. His compositions include 'My Jesus as Thou Wilt' and 'A faithful friend is wandering yonder'. Schmolck died in Schweidnitz on February 12, 1737.
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