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Denkmal von Kaiser Friedrich III.

Photo: Standbild des deutschen Kaisers Friedrich III. an der Wilhelmstr., Wiesbaden

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Gib, Gott, wenn ich dir diene

 

1.) Gib, Gott, wenn ich dir diene,

Dass ich mich nicht erkühne,

Darüber stolz zu sein!

Wer kann bei seinen Werken,

Wie oft er fehlet, merken?

Wer ist von Mängeln völlig rein?

 

2.) Such ich stets deinen Willen

So eifrig zu erfüllen,

Als es dein Wort gebeut? (a)

Kann ich auch etwas wagen,

Auch Müh' und Trübsal tragen

Für Tugend und für Frömmigkeit?

 

3.) Entzieh ich mich den Sünden

Auch stets aus rechten Gründen?

Aus wahrer Frömmigkeit?

Oft sind die guten Triebe

Nicht Früchte deiner Liebe,

Nur Früchte der Natur und Zeit.

 

4.) Der Sünden meiner Jugend,

Der Mängel meiner Tugend,

O Herr, gedenke nicht!

Willst du mit deinen Knechten,

Wie sie's verdienen, rechten,

So trifft sie alle dein Gericht.

 

5.) Doch wenn auch, dir zur Ehre,

Rein meine Tugend wäre,

Wes ist dies Eigentum? (b)

Wer ließ mich unterrichten?

Wer ließ in meinen Pflichten

Mein Glück mich sehn und meinen Ruhm?

 

6.) Wer gab mir, dich zu lieben

Und dein Gebot zu üben,

Die Lust und Freudigkeit?

Wer stärkte meine Kräfte

Im Heiligungsgeschäfte?

Wer gab mir Mut und Sieg im Streit?

 

7.) Du schaffst, dass ich dich wähle,

Du rufst mich, wenn ich fehle (c)

Auf rechten Weg zurück.

Du ziehst mich ab von Sünden

Und lässt mich Gnade finden

Und gibst zu meiner Bessrung Glück.

 

8.) Sollt ich mich dess' erheben,

Was du, Herr, mir gegeben

Hab ich auf Lohn ein Recht?

Könnt ich auch alles üben,

Was du mir vorgeschrieben,

Wer bin ich? Ein unnützer Knecht!

 

(a) gebietet

(b) Verdienst

(c) fehl gehe

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Text: Christian Fürchtegott Gellert

Musik: In allen meinen Taten

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Gefunden im Fürstlich Nassauischen neuen

verbesserten Gesangbuch, Wetzlar, 1806

Liednummer 411- Kapitel Selbsterkenntnis und Demut

gedruckt bei Georg Ernst Winkler

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Christian Fürchtegott Gellert (* 4. Juli 1715 in Hainichen; † 13. Dezember 1769 in Leipzig) war ein deutscher Dichter und Philosoph.

Gellert wuchs zunächst als fünfter Sohn von 19 Kindern einer evangelischen Pastorenfamilie in ärmlichen Verhältnissen auf, besuchte aber ab 1729 die Fürstenschule St. Afra in Meißen.

Sein älterer Bruder Christlieb Ehregott wurde als Metallurge und Mineraloge bekannt. 1734 nahm Gellert an der Universität Leipzig sein Studium auf. Er schloss sein Studium 1744 mit einer Dissertation über Theorie und Geschichte der Fabel ab.

Seit 1745 hielt er in Leipzig Vorlesungen über Poesie, Beredsamkeit und Moral, 1751 wurde er zum außerordentlichen Professor für Philosophie ernannt und war seitdem als Hochschullehrer tätig. Seine Vorlesungen über Moral erregten bei den Zeitgenossen großes Aufsehen.

Darüber hinaus trat er als Dichter noch heute bekannter Kirchenlieder hervor.

Goethe bezeichnete Gellerts Morallehre als 'Fundament der deutschen sittlichen Kultur'.

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Friedrich III. (voller Name Friedrich Wilhelm Nikolaus Karl; * 18. Oktober 1831 in Potsdam; † 15. Juni 1888 in Potsdam) war 99 Tage Deutscher Kaiser und König von Preußen.

Er war der Sohn Kaiser Wilhelms I. (1797-1888) und Kaiserin Augusta (1811-1890).

 

Das Denkmal steht an der Wilhelmstraße in Wiesbaden

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Uploaded on February 17, 2007
Taken on February 16, 2007