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Welch ein Glück ward uns zu Teile
Photo: Strand bei Nieblum, Föhr, 1985
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Welch ein Glück ward uns zu Teile
1.) Welch ein Glück ward uns zu Teile,
Als zu unserm ewgen Heile
In der ersten Kindheits Blüte
Uns der Herren Wundergüte
Durch das Wasserbad im Worte
Eingeführt zur Gnadenpforte.
2.) Die drei göttlichen Personen
Waren da mit Millionen
Engeln gnädiglich zugegen
Und bekrönten uns mit Segen,
Dass wir würden ganz erneute (a)
Und in Gott gepflanzte Leute.
3.) Gott, der Vater, voll Erbarmen,
Sprach mit Worten und Umarmen:
Ihr sollt meine Kinder heißen,
Ich will Vatertreu erweisen:
Ich befrei euch vom Verderben
Und setz euch zu meinen Erben.
4.) Gott, der Sohn sprach: Meine Brüder,
Meine Jünger, - alle Güter,
Die ich teuer hab erworben,
Als ich bin für euch gestorben,
Sollen hiermit euch, ihr Lieben,
Samt mir selbst sein zugeschrieben.
5.) Gott, der Heilge Geist ingleichen
Sprach: Ich will nie von euch weichen,
Ich hab euch zum Sitz erkoren
Und dazu jetzt neu geboren.
Lasst euch nur von mir regieren
Und mit meinen Gaben zieren.
6.) Schaut, so hat in diesem Bade
Gott so überaus viel Gnade,
Hat als treuer Hirt und Hüter
So viel tausend Segensgüter
Reichlich über uns ergossen
Und uns ganz zu sich verschlossen.
7.) Lass uns solche Huld ermessen,
Solcher Wohltat nie vergessen,
Sondern vielmehr täglich streben,
Gott mit Herzen, Mund und Leben,
Nach Vermögen Dank zu bringen
Und dies Wunder zu besingen.
8.) Gott, ach Gott, nimm für das Sollen
Gnädig an das Gernewollen,
Lass doch deiner Kinder Lallen,
Dir, o Vater, wohlgefallen,
Und erhör ihr Halleluja!
Halleluja! Halleluja!
(a) Nach christlicher Vorstellung unterliegt jeder Mensch der Erbsünde, die durch den Sündenfall Adams auf ihn gekommen ist und erst durch Jesus Christus und seinen Opfertod am Kreuz aufgehoben wurde.
Ein Symbol für die noch nicht überwundene Erbsünde ist der alte Mensch, d.h. der Mensch, der noch der Erbsünde verhaftet ist. Dieser wird oft in der Person Adams oder Moses dargestellt.
Der durch Christi Opfertod erlöste Mensch ist der Neue Mensch oder der neue Adam.
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Autor: Michael Hörnlein
Melodie: ohne Angaben
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Die geistliche Dichtung von Luther bis Klopstock
ausgewählt und eingeleitet von Paul Pressel
erschienen als 5. Band der Evangelischen Volksbibliothek
Verlag Adolph Becher, Gustav Hoffmann
Stuttgart, 1863
Thema: Taufe
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Michael Hörnlein, (* 01. März 1643 in Rudolstadt, + 29.03.1703 ebenda) war ein evangelisch-lutherischer Pfarrer und Lieddichter.
Hörnlein wurde als Sohn eines Schneiders geboren und studierte evangelische Theologie in Jena. 1681 wurde er als Pastor nach Leutenberg in Thüringen berufen. Ab 1684 wirkte er als Hofprediger und ab 1696 als Superintendent in Rudolstadt. Er stand als Seelsorger in enger Beziehung zu der Kirchenlieddichterin Ämelie Juliane von Schwarzburg-Rudolstadt (1637-1706) und war Zeuge, als diese 1686 ihr berühmtestes Lied 'Wer weiß, wie nahe mir mein Ende' abfasste.
Eine Sammlung seiner Predigten erschien 1707 an den Verlagsorten Frankfurt und Leipzig unter dem Titel 'Bewährteste Kunststücke Wider des Todes Furcht und Bitterkeit'. In das Rudolstädter Gesangbuch von 1734 wurden zwei Tauflieder von Hörnlein aufgenommen und gelangten von da in andere Kirchengesangbücher.
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Welch ein Glück ward uns zu Teile
Photo: Strand bei Nieblum, Föhr, 1985
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Welch ein Glück ward uns zu Teile
1.) Welch ein Glück ward uns zu Teile,
Als zu unserm ewgen Heile
In der ersten Kindheits Blüte
Uns der Herren Wundergüte
Durch das Wasserbad im Worte
Eingeführt zur Gnadenpforte.
2.) Die drei göttlichen Personen
Waren da mit Millionen
Engeln gnädiglich zugegen
Und bekrönten uns mit Segen,
Dass wir würden ganz erneute (a)
Und in Gott gepflanzte Leute.
3.) Gott, der Vater, voll Erbarmen,
Sprach mit Worten und Umarmen:
Ihr sollt meine Kinder heißen,
Ich will Vatertreu erweisen:
Ich befrei euch vom Verderben
Und setz euch zu meinen Erben.
4.) Gott, der Sohn sprach: Meine Brüder,
Meine Jünger, - alle Güter,
Die ich teuer hab erworben,
Als ich bin für euch gestorben,
Sollen hiermit euch, ihr Lieben,
Samt mir selbst sein zugeschrieben.
5.) Gott, der Heilge Geist ingleichen
Sprach: Ich will nie von euch weichen,
Ich hab euch zum Sitz erkoren
Und dazu jetzt neu geboren.
Lasst euch nur von mir regieren
Und mit meinen Gaben zieren.
6.) Schaut, so hat in diesem Bade
Gott so überaus viel Gnade,
Hat als treuer Hirt und Hüter
So viel tausend Segensgüter
Reichlich über uns ergossen
Und uns ganz zu sich verschlossen.
7.) Lass uns solche Huld ermessen,
Solcher Wohltat nie vergessen,
Sondern vielmehr täglich streben,
Gott mit Herzen, Mund und Leben,
Nach Vermögen Dank zu bringen
Und dies Wunder zu besingen.
8.) Gott, ach Gott, nimm für das Sollen
Gnädig an das Gernewollen,
Lass doch deiner Kinder Lallen,
Dir, o Vater, wohlgefallen,
Und erhör ihr Halleluja!
Halleluja! Halleluja!
(a) Nach christlicher Vorstellung unterliegt jeder Mensch der Erbsünde, die durch den Sündenfall Adams auf ihn gekommen ist und erst durch Jesus Christus und seinen Opfertod am Kreuz aufgehoben wurde.
Ein Symbol für die noch nicht überwundene Erbsünde ist der alte Mensch, d.h. der Mensch, der noch der Erbsünde verhaftet ist. Dieser wird oft in der Person Adams oder Moses dargestellt.
Der durch Christi Opfertod erlöste Mensch ist der Neue Mensch oder der neue Adam.
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Autor: Michael Hörnlein
Melodie: ohne Angaben
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Die geistliche Dichtung von Luther bis Klopstock
ausgewählt und eingeleitet von Paul Pressel
erschienen als 5. Band der Evangelischen Volksbibliothek
Verlag Adolph Becher, Gustav Hoffmann
Stuttgart, 1863
Thema: Taufe
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Michael Hörnlein, (* 01. März 1643 in Rudolstadt, + 29.03.1703 ebenda) war ein evangelisch-lutherischer Pfarrer und Lieddichter.
Hörnlein wurde als Sohn eines Schneiders geboren und studierte evangelische Theologie in Jena. 1681 wurde er als Pastor nach Leutenberg in Thüringen berufen. Ab 1684 wirkte er als Hofprediger und ab 1696 als Superintendent in Rudolstadt. Er stand als Seelsorger in enger Beziehung zu der Kirchenlieddichterin Ämelie Juliane von Schwarzburg-Rudolstadt (1637-1706) und war Zeuge, als diese 1686 ihr berühmtestes Lied 'Wer weiß, wie nahe mir mein Ende' abfasste.
Eine Sammlung seiner Predigten erschien 1707 an den Verlagsorten Frankfurt und Leipzig unter dem Titel 'Bewährteste Kunststücke Wider des Todes Furcht und Bitterkeit'. In das Rudolstädter Gesangbuch von 1734 wurden zwei Tauflieder von Hörnlein aufgenommen und gelangten von da in andere Kirchengesangbücher.
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