Back to photostream

Burgruine - Ruine der Burg Tschanüff in Ramosch im Engadin - Unterengadin im Kanton Graubünden - Grischun in der Schweiz

In Ramosch im Engadin des Kanton Graubünden der Schweiz :

.

.

.

Die Ruine der Burg Tschanüff

.

.

.

***************************************************************************************************************

***************************************************************************************************************

 

Burg Tschanüff

 

***************************************************************************************************************

***************************************************************************************************************

.

.

.

- Alternativname(n) : Remüs

 

- Entstehungszeit : 12. Jahrhundert

 

- Burgentyp : Höhenburg

 

- Erhaltungszustand : Ruine

 

- Ständische Stellung : Ministeriale

 

- Ort : Ramosch

 

- Höhe : 1'240 m

.

.

.

Die Ruine der Burg Tschanüff liegt auf einem Geländesporn am Rand des V.al S.inestra

T.obels westlich des Dorfes Ramosch im Unterengadin im schweizerischen Kanton

Graubünden. Tschanüff war neben dem S.chloss T.arasp die bedeutendste Burgen-

anlage im Unterengadin.

 

Der Name Tschanüff leitet sich vom rätoromanischen Casa Nova ab und bedeutet «neues

Haus». Die Bezeichnung taucht erst im 16. Jahrhundert auf, vorher wird die Burg einfach

Ramosch bzw. Remüs genannt.

.

.

.

***************************************************************************************************************

Anlage

***************************************************************************************************************

.

.

.

Die Anlage besteht aus einer Hauptburg aus Turm, Wohntrakt und Nebengebäuden, um-

geben von einem B.ering sowie einer südlich vorgelagerten V.orburg, die von einer Ring-

mauer in unterschiedlicher Dicke umgeben ist.

 

Die beiden Teile waren durch den Torbau miteinander verbunden, durch den ein gewölbter

Gang in den Hof der Hauptburg führte. Zahlreiche Mauerfugen und Unterschiede in der

Mauerstruktur weisen darauf hin, dass der Bau in mehreren Etappen erfolgt sein muss.

 

Zum ältesten Teil gehört offenbar ein Mauerfragment einer Ringmauer im S.üdosten der

Anlage, das wohl schon vor 1200 entstanden ist. Vermutlich aus der ersten Hälfte des

13. Jahrhunderts stammen der H.auptturm im N.orden, die innere Schildmauer und Teile

des südlichen Wohntraktes in der Vorburg.

 

Der Turm weist immer noch fünf Geschosse auf. Der Hocheingang lag auf der Höhe des

4. Geschosses in der S.üdwand. Da das Mauerwerk des Turmes nicht mit den umgeben-

den Mauern verbunden ist, müssen diese jüngeren Datums sein.

 

Das Gebäude südlich des Turms war wohl über den Hocheingang zu erreichen. Erhalten

sind Balkenlöcher auf einer Höhe von vier Geschossen sowie gegen Süden die Reste

einer ungewöhnlich dicken (Schild?-)Mauer.

 

Westlich daran schliesst sich der Südtrakt aus dem 15. Jahrhundert an, ein viergeschoss-

iger, quergeteilter Bau. Die Tonnengewölbe der unteren Geschosse sind teilweise einge.

stürzt. Im dritten Geschoss lag ein durchgehender S.aal mit Balkendecke, darüber war der

Dachraum mit S.chiessluken. Die einzelnen Räume waren von der Hofseite her zugänglich.

.

.

Im N.orden dieses Traktes lag ein Gebäude aus jüngerer Zeit, von dem sich nur noch ein-

ige Mauerreste erhalten haben. Der Südtrakt wurde durch eine ältere Schildmauer mit einer

Stärke von 3 Metern abgeschlossen, die wohl im Zeitalter der F.euerwaffen auf die doppelte

Dicke verstärkt wurde. Zusammen bilden die beiden Mauern nun einen massiven

turmförmigen Block ohne Innenräume, der wohl mit einer Wehrplatte abgeschlossen war.

.

.

Westlich an den Hauptturm schloss ein zweigeschossiges Gebäude aus der Zeit um

1.5.0.0 an, Poeschel vermutete eine K.üche oder S.chmiede, im Obergeschoss Wohn-

räume.

 

Im Aussenverputz haben sich Reste einer Sgraffittodekoration erhalten. Fensteröffnungen

in der westlich anschliessenden Umfassungsmauer deuten auf eine ursprüngliche

Fortsetzung gegen Westen hin; diese Gebäudeteile sind jedoch abgerutscht.

.

.

.

***************************************************************************************************************

Geschichte

***************************************************************************************************************

.

.

.

Die Herren von Ramosch sind schon im 12. Jahrhundert als Dienstleute des Bischofs von

C.hur und der Herren von T.arasp urkundlich bezeugt. 1.2.5.6 gestattete Graf Meinrad I.

von G.örz und T.irol dem R.itter Nannes von Ramosch den Bau einer Burg.

 

Da die ältesten Teile Tschanüffs jedoch ins 12. Jahrhundert zurückgehen, ist eher von

einer Erweiterung der bestehenden Anlage auszugehen.

 

Nach der Mitte des 14. Jahrhunderts kam es zwischen den Brüdern Schwiker und Konrad

von Ramosch zu einem Streit. Die Auseinandersetzung wurde 1.36..5 von Herzog Leopold

von Ö.sterreich geschlichtet, der dafür das Zugangsrecht erhielt.

 

1.3.6.7 erstach Schwiker seinen Bruder, worauf Leopold Schikers Besitz für verfallen er-

klärte und Ulrich von M.atsch mit Burg und Herrschaft belehnte. An die von M.atsch des-

halb, weil der ermordete Konrad mit Margarete von M.atsch verheiratet gewesen war.

 

1.3.6.9 konnte von M.atsch vom Sohn des ermordeten Konrad auch dessen Rechte er-

werben. 1.3.7.2 verzichtete auch Margarete auf sämtliche Ansprüche.

 

Der österreichische Vorstoss ins Unterengadin durchkreuzte die Pläne des C.hurer B.ischofs.

 

1.3.9.4 riss B.ischof Hartmann die Burg an sich und zwang die von M.atsch gegen eine

Entschädigung, ihre Rechte an der Festung Ramosch abzutreten.

 

Die Herren von M.atsch widersetzten sich, 1.3.9.5 überfielen sie die Burg und plünderten

sie. Obwohl Ö.sterreich 1.4.0.3 die Belehnung Ulrichs von M.atsch mit Ramosch erneuerte,

blieb die Burg in der Hand des B.ischofs.

 

1.4.1.5 zeichnete sich ein Kompromiss ab, aber erst 1.4.2.1 bestätigte ein Schiedsgericht

in B.ozen die bischöflichen Rechte an Ramosch. Ö.sterreich behielt das Öffnungsrecht,

die Herren von M.atsch vom Bistum erhielten eine weitere Entschädigung. Als bischöfliche

Vögte amteten meisten die von P.lanta.

 

1.4.6.8 besetzten Gotteshausleute im Zusammenhang mit einer Auseinandersetzung mit

dem Bischof die Burg, richteten jedoch keine grösseren Schäden an. 1.4.7.5, im soge-

nannten «Hennenkrieg», als die Engadiner den Ö.sterreichern die Abgabe der

F.asnachtshühner verweigerten, wurde Tschanüff von den Ö.sterreichern in B.rand gesteckt.

 

Im S.chwabenkrieg von 1.4.9.9 steckte der bischöfliche Pfandherr am 25. M.ärz die Burg

selbst in B.rand, um sie nicht den kaiserlichen Truppen überlassen zu müssen. Nach der

Wiederherstellung wurde sie erneut bischöfliches Verwaltungszentrum der Herrschaft

Ramosch, die den ganzen unteren Teil des Unterengadins umfasste.

 

1..5.6.5 wurde die Burg während einem Volksaufstand von sechzehn jungen Einheim-

ischen geplündert und in B.rand gesteckt. Ein Gericht zwang die Verschwörer zur

Finanzierung des Wiederaufbaus und zur Mithilfe bei den Bauarbeiten.

 

In den Bündner Wirren wurde die Burg Ramosch am 2. A.ugust 1.6.2.2 von Truppen aus

G.larus erneut angezündet. Sie wurde notdürftig wiederhergestellt und weiter als

bischöflicher Verwaltungssitz genutzt.

 

Nicolin Sererhard fand die Burg 1.76.0 wohl noch als intakt, aber innenam Zerfallen und

beschrieb sie als nicht wohl gebauen. Wegen zunehmenden Zerfalls und Rutschungen

westlicher Bauteile wurde die Burg 1.7.8.0 aufgegeben.

.

.

.

***************************************************************************************************************

Heute

***************************************************************************************************************

.

.

.

Die Vereinigung Pro Tschanüff hat sich zum Ziel gesetzt, die Ruine vor dem weiteren Zer-

fall zu retten. Seit einigen Jahren sind Sicherungsarbeiten im Gang. Eigentümerin der Burg

ist die Fundazium Tschanüff.

.

.

.

.

( BeschriebBurgTschanüff BeschriebRuineTschanüff AlbumBurgruinenGraubünden

AlbumSchweizerSchlösser,BurgenundRuinen château AlbumBurgTschanüff castello

AlbumSchweizerSchlösserBurgenundRuinen BurgTschanüff BurgruineTschanüff

RuineTschanüff城 Ruine Ruin ruiner Ruïne ruins Burg Burgruine Castillo Castle linna

rauniot Руины rovine 廃墟 kasteel slott zamek castelo castillo ruïnes ruiny ruínas руины

ruinas Rovina Ruina Mittelalter Geschichte History Wehrbau Burganlage Festung

Graubünden Grischun Grigioni Grisons Bündner KantonGraubünden AlbumGraubünden

Alps Alpit Alpes Alpi アルプス山脈 Alpene Alpy Alperna Alpen Alperne Schweiz Suisse

Switzerland Svizzera Suissa Swiss Sveitsi Sviss スイス Zwitserland Sveits Szwajcaria

Suíça Suiza )

.

.

.

.

***************************************************************************************************************

.

.

Burgentour durch`s E.ngadin am Montag den 26. Oktober 2009

.

.

Mit dem Z.ug von B.ern über Z.ürich - L.andquart - K.losters - V.ereinatunnel nach A.rdez

im E.ngadin

.

.

B.esuch der R.uine der B.urg S.teinisberg

.

.

Weiter mit dem F.ahrrad nach F.tan - M.uot P.ednal (GR - 1`770m) - S.cuol - R.amosch

(GR - 1`231m) - B.esuch der R.uine B.urg T.schanüff - S.an N.icla - S.clamischutt P.T.T

(GR - 1`050m) - M.artina P.T.T (GR - 1`035m) - R.uine A.lt F.instermünz ( Ö.stereich ) -

M.artina P.T.T (GR - 1`035m)

.

.

Mit dem P.ostauto über S.cuol T.arasp nach A.rdez und weiter mit dem Z.ug durch den

V.ereinatunnel nach L.andquart und mit der S.B.B über Z.ürich nach B.ern

.

.

***************************************************************************************************************

 

Hurni091026 AlbumZZZZ091026BurgentourEngadin AlbumGraubünden KantonGraubünden KantonGrischun

 

E - Mail : chrigu.hurni@bluemail.ch

 

***************************************************************************************************************

Letzte Aktualisierung - Ergänzung des Textes : 161215

***************************************************************************************************************

 

NIF

814 views
0 faves
0 comments
Uploaded on October 27, 2009
Taken on October 26, 2009