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Marktplatz zu Nachod (Náchod) mit der Kirche St. Laurentius

Die Stadt Nachod (Náchod), deren Name „Ort des Ankommens“ bedeutet, markiert einen bedeutenden Grenzort zwischen Böhmen und dem zu Polen (Schlesien) gehörenden Glatzer Land. Vermutlich wurde hier Mitte des 13. Jahrhunderts eine bestehende Burg zur Grenzfestung ausgebaut und in ihrem Schutz die Stadt gegründet. Durch das im 15. Jahrhundert erlangte Marktrecht wuchs die Bedeutung Nachods als Handelszentrum an der von Böhmen nach Breslau führenden Straße.

 

Die über der Stadt thronende Burg wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu einem Renaissanceschloss umgebaut. Unter dem kaiserlichen General Ottavio Piccolomini erfolgte 1650-55 eine Umgestaltung im Stil des Frühbarocks. Als letzte adelige Besitzer wurde die Familie Schaumburg-Lippe 1945 vom sozialistischen Regime der Tschechoslowakei enteignet.

 

Stadtbildprägend ist zudem die auf der Mitte des Marktplatzes stehende Dekanatskirche St. Laurentius. Das doppeltürmige Gotteshaus geht auf das 14. Jahrhundert zurück, wobei 1570-78 eine Umgestaltung im Stil der Renaissance erfolgte. Das Alte Rathaus entstand unter Baumeister Carlo Lurago im Stil des Frühbarocks 1637-59. Eine Umgestaltung wurde Mitte des 19. Jahrhunderts vorgenommen, wodurch das Bauwerk eine klassizistische Gestaltung erhielt. 1902-04 entstand am Marktplatz das Neue Rathaus. Das Bauwerk im Stile der Neorenaissance wurde von Mikoláš Aleš mit Sgraffitoputz verziert.

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Uploaded on August 19, 2025