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Auf dem Langenauer Berg (Skalický vrch)

Der Langenauer Berg (Skalický vrch) erhebt sich als spitzer Kegel über den gleichnamigen Ort Langenau (Skalice) bei Haida (Nový Bor). Ursprünglich trug die Erhebung den Namen Böhmischer Berg, weil er an der Grenze Böhmens zur Oberlausitz lag. Als Langenau nach der Vertreibung der deutschen Einwohner 1945 in Skalice umbenannt wurde, nannte man den Berg kurzerhand nach dem Dorf "Skalický vrch".

 

Auf dem Gipfel in einer Höhe von 484 m über NN entstand 1732 durch einen Mönch des nahe gelegenen Bürgsteins (Felsenburg Sloup) eine Einsiedelei. Diese hatte bis 1782 bestand, als Kaiser Joseph II. derartige Einrichtungen verbot. Noch heute zeugt der Pflanzenbestand des Gipfels, insbesondere mit seinen Holundersträuchern, vom ehemaligen Garten der Einsiedelei. 1892 wurde der Berg durch einen Wanderweg touristisch erschlossen und nur vier Jahre später entstand eine Schutzhütte. Das durch ein Feuer zerstörte Gebäude wurde 1933 durch einen Neubau ersetzt, der allerdings nach dem Zweiten Weltkrieg verfiel. Heute verhindern ringsum aufgewachsenes Gestrüpp und Bäume eine umfassende Aussicht. Einzelne Blickfenster lassen jedoch interessante Blickbeziehungen zu.

 

Bemerkenswert sind die gewaltigen unterirdischen Hohlräume am nordwestlichen Fuß des Berges. Hier wurde hochwertiger Sandstein zu Zwecken der Glasproduktion abgebaut, wobei bis zu 5 m hohe Hallen mit spitz zulaufenden Gewölben entstanden sind. Der Gipfel des Berges ist demgegenüber durch Basaltgestein aufgebaut, welches entstand, als im Tertiär magmatische Schmelzen durch die Sandsteintafel gebrochen sind.

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Uploaded on June 1, 2023