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Germany / North Rhine-Westphalia - Inden surface mine

Deutschland / Nordrhein-Westfalen - Tagebau Inden

 

seen from Viewpoint Düren-Merken

 

gesehen vom Aussichtspunkt Düren-Merken

 

Der Tagebau Inden der RWE Power AG liegt im Rheinischen Braunkohlerevier nahe Inden, zwischen Eschweiler und Jülich. Die Jahresförderung beträgt 22 Millionen Tonnen Braunkohle und dient ausschließlich der Versorgung des Kraftwerks Weisweiler. Die Kohleflöze sind bis zu 45 Meter mächtig. Der Abbau erfolgt mit Hilfe von Schaufelradbaggern, die Wiederverfüllung vor der Rekultivierung mit Absetzern. In diesem Betrieb sind 850 Menschen beschäftigt. Voraussichtlich 2030 ist der Tagebau ausgekohlt. Leiter des Tagebaus ist der Bauingenieur Andreas Wagner.

 

Der Tagebau Inden besitzt Braunkohlereserven von derzeit noch abbaubaren 440 Millionen Tonnen. Die Braunkohle entstand aus weitflächigen Wäldern und Mooren, die sich in der Niederrheinischen Bucht vor 30 bis vor 5 Mio. Jahren entwickelten. Die Geologie der Niederrheinischen Bucht ist gekennzeichnet durch langanhaltende Senkungsbewegungen in den letzten 30 Mio. Jahren, die in dieser Region zur Ablagerung eines bis zu 1.300 m mächtigen Sedimentpaketes durch die Nordsee und durch viele Flüsse geführt haben.

 

Der Aufschluss des Tagebaues erfolgte 1957 durch die Braunkohlen- und Brikettwerke Roddergrube AG. Bereits 1959 wurde etwa eine Million Tonnen Braunkohle für das Kraftwerk in Weisweiler abgebaut. Zwischen 1969 und 1981 war der Abbau gestundet, da die Förderung im Tagebau Zukunft-West für dessen Betrieb ausreichte. Mit zunehmender Auskohlung zogen die Abbaugeräte von dort zwischen 1981 und 1987 um.

 

Am 12. März 2010 kam es zum Abrutschen einer Arbeitsböschung.

 

Der großflächige Abbau machte es notwendig, dass einige Ortschaften komplett aufgegeben und die Bewohner umgesiedelt werden mussten. In der Bevölkerung regte sich hiergegen teilweise vehementer Widerstand, dennoch wird die Umsiedlung von den Tagebau-Betreibern als unausweichlich angesehen, da der Kohlegewinn aus dem Tagebau rechtlich dem Wohl der Allgemeinheit diene. Die Rheinbraun AG kauft die Grundstücke und Häuser der Anwohner auf, um sie anschließend abzureißen. Wenn der gesamte Ort abgerissen ist, werden die Braunkohleflöze freigelegt und abgebaut.

 

Teilweise werden neue Ortschaften gegründet, die den Namen der alten Ortschaft oder Namensverbindungen wie Inden/Altdorf enthalten. Der offizielle Name des Indener Ortsteils Inden/Altdorf mit Schrägstrich ist in Deutschland einmalig.

 

Im Falle Inden untersuchen Archäologen erstmals in Deutschland – bevor der Ort abgebaggert wird – ein gesamtes Kirchspiel mit zugehörigen Dörfern und Straßen. Es handelt sich um das Kirchspiel Geuenich mit Altdorf und Inden. Anders als im Tagebau Zukunft, wo archäologische Rettungsgrabungen etwa im Kirchspiel Lohn zu spät begannen und daher „nicht optimal“ waren, begannen die Untersuchungen in Inden 1988 und damit 15 Jahre vor der Abbaggerung.

 

Der Tagebau Inden bewegt sich ostwärts. Das heißt, dass am Ostrand des Tagebaus die Schichten über der Kohle abgetragen werden, bis diese freiliegt. Der Abraum, der dabei anfällt, wird auf der gegenüberliegenden Seite wieder aufgeschüttet und die Landschaft rekultiviert, so dass der Tagebau quasi „wandert“. Nach der Auskohlung soll der Indesche See entstehen.

 

Da der Fluss Inde das Abbaugebiet durchkreuzt, wurde ein neues Flussbett geschaffen, das den Fluss seit Ende 2005 westlich um den Tagebau herumführt.

 

(Wikipedia)

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Uploaded on June 5, 2021
Taken on April 24, 2021