2648 mast1697
1697: Während Masten in Dreiebenenanordnung hoch, dafür aber schlank sind, ermöglicht die Einebenenanordnung eine niedrige Bauhöhe, weist allerdings eine größere Breite auf. Der Kompromiß zwischen beiden Bauformen für die üblichen zwei Drehstromkreise mit ihren sechs Leiterseilen ist der Donaumast mit einer kürzeren oberen Traverse für zwei Leiterseile und einer längeren unteren Traverse für vier Leiterseile. Bei der Dreiebenenanordnung mit drei gleich langen Leiterseiltraversen liegen die Leiterseile auf jeder Seite genau übereinander. Ist etwas mehr Platz vorhanden, so kann dies umgangen werden durch die Verwendung von Tannenbaum- oder Tonnenmasten. Bei Tonnenmasten ist die mittlere Leiterseiltraverse breiter als die beiden anderen, so dass zumindest nur die oberen und die unteren Leiterseile genau übereinander liegen, während die mittleren nach außen versetzt sind. Bei Tannenbaummasten nimmt die Länge der Leiterseile nach unten zu; kein Leiterseil liegt direkt über einem anderen, dennoch ist der Tannenbaummast noch immer schmaler als der Donaumast, dessen untere Leiterseiltraverse vier Leiterseilen Platz bieten muss. Tannenbaummasten ähneln auf den ersten Blick Donaumasten mit zusätzlicher dritter Leiterseiltraverse, da auch sie drei nach unten breiter werdende Leiterseiltraversen aufweisen. Donaumasten mit zusätzlicher dritter Leiterseiltraverse bieten jedoch Platz für zwölf statt sechs Leiterseile. Hier im nördlichen Vorfeld des großen Umspannwerkes Schwerin-Görries trägt ein Tonnenmast mit einfacher Erdseilspitze eine Leitung in westnordwestliche Richtung nach Schönberg östlich von Lübeck, die mit einer Zweigleitung auch Gadebusch erschließt. Im Hintergrund unmittelbar am Rand des Schaltfeldes des Umspannwerkes stehen drei baugleiche Masten. Über den linken Mast läuft eine recht kurze Leitung nach Norden, die bei Schwerin-Neumühle am Ostufer des Neumühler Sees endet. Über den mittleren laufen in einem Bogen westlich und nördlich um Schwerin herum ein Stromkreis nach Schwerin-Lewenberg am Westufer des Ziegelsees nördlich des Stadtzentrums und ein Stromkreis Richtung Osten zum großen Umspannwerk Güstrow. An dem rechten beginnt die Leitung nach Schönberg. Insgesamt müssen sich 5 verschiedene Leitungen eine schmale Schneise nordwestlich des Umspannwerkes Schwerin-Görries teilen, weshalb für die Masten dieser Leitungen die schlanke Tonnenbauweise gewählt wurde.
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1697: Während Masten in Dreiebenenanordnung hoch, dafür aber schlank sind, ermöglicht die Einebenenanordnung eine niedrige Bauhöhe, weist allerdings eine größere Breite auf. Der Kompromiß zwischen beiden Bauformen für die üblichen zwei Drehstromkreise mit ihren sechs Leiterseilen ist der Donaumast mit einer kürzeren oberen Traverse für zwei Leiterseile und einer längeren unteren Traverse für vier Leiterseile. Bei der Dreiebenenanordnung mit drei gleich langen Leiterseiltraversen liegen die Leiterseile auf jeder Seite genau übereinander. Ist etwas mehr Platz vorhanden, so kann dies umgangen werden durch die Verwendung von Tannenbaum- oder Tonnenmasten. Bei Tonnenmasten ist die mittlere Leiterseiltraverse breiter als die beiden anderen, so dass zumindest nur die oberen und die unteren Leiterseile genau übereinander liegen, während die mittleren nach außen versetzt sind. Bei Tannenbaummasten nimmt die Länge der Leiterseile nach unten zu; kein Leiterseil liegt direkt über einem anderen, dennoch ist der Tannenbaummast noch immer schmaler als der Donaumast, dessen untere Leiterseiltraverse vier Leiterseilen Platz bieten muss. Tannenbaummasten ähneln auf den ersten Blick Donaumasten mit zusätzlicher dritter Leiterseiltraverse, da auch sie drei nach unten breiter werdende Leiterseiltraversen aufweisen. Donaumasten mit zusätzlicher dritter Leiterseiltraverse bieten jedoch Platz für zwölf statt sechs Leiterseile. Hier im nördlichen Vorfeld des großen Umspannwerkes Schwerin-Görries trägt ein Tonnenmast mit einfacher Erdseilspitze eine Leitung in westnordwestliche Richtung nach Schönberg östlich von Lübeck, die mit einer Zweigleitung auch Gadebusch erschließt. Im Hintergrund unmittelbar am Rand des Schaltfeldes des Umspannwerkes stehen drei baugleiche Masten. Über den linken Mast läuft eine recht kurze Leitung nach Norden, die bei Schwerin-Neumühle am Ostufer des Neumühler Sees endet. Über den mittleren laufen in einem Bogen westlich und nördlich um Schwerin herum ein Stromkreis nach Schwerin-Lewenberg am Westufer des Ziegelsees nördlich des Stadtzentrums und ein Stromkreis Richtung Osten zum großen Umspannwerk Güstrow. An dem rechten beginnt die Leitung nach Schönberg. Insgesamt müssen sich 5 verschiedene Leitungen eine schmale Schneise nordwestlich des Umspannwerkes Schwerin-Görries teilen, weshalb für die Masten dieser Leitungen die schlanke Tonnenbauweise gewählt wurde.