Kleinburgstall. Weber-Kreuz, 1716 - Rokoko
Wenn man vom 40-Seelen-Dorf Kleinburgstall (GM Maissau, HL) Richtung Reikersdorf auf der L 1238 fährt steht in den weiten Feldern der Gemeinde dieser barocke Bildstock aus Zogelsdorfer Sandstein. Er steht im Ried Raanfeld auf einer quadratischen Fundamentplatte auf der sich ein würfelförmiger Sockel befindet. Auf ihm eine konische toskanische Säule mit einem Wulstring am Fuss, oben ein Halsring und ein Doppelwulstring unter einer einfachen gestuften Kragenplatte. Darauf ein quaderförmiger Volltabernakel mir sehr seichten Bogennischen und Zwickeln in den oberen Enden. Er hat an drei Seiten Reliefs: an der Vorderseite eine Kruzifix, links Maria mit den sieben Schwertern - eine Darstellungsform das die Serviten einführten nach den Seherworten von Simeons an Maria: "Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen", (Mater Dolorosa). Rechts in der Nische die heilige Barbara mit Kelch, Turm und Krone. In der rückwärtigen Nische eine sehr schwer lesbare Gravur des Stifters: 1716. HAT MICHAEL WEBER DAS CREVZ GOTT ZV EHREN HAT SEZEN LASEN. Am Tabernakel eine gestufte und gekehlte barocke Dachplatte mit einem konkav geschwungenen Steinkreuz mit Lilienenden. Im Kreuz mehrere Reliefs: in der Mitte das griechische Christusmonogramm: IHS mit ein einfachen Kreuz darauf. Unterhalb das Herz-Jesu und an den Kreuzesenden je eine Rose. Warum Michael Weber das Kreuz gestiftet hat, weit ausserhalb des Ortes, kann nur vermutet werden - eventuell zum Dank der Erlöschung und der Verschonung vor der Pest während der Pestjahre 1713/1714. Die Hl. Barbara ist auch eine Patronin der Steinmetze, daher könnte M. Weber beruflich ein Steinmetz gewesen sein. Der Bildstock ist über 300 Jahre alt.
Standort: GPS 48.564829, 15.759739
Denkmalschutz OID 12614 nach § 2a
Kleinburgstall. Weber-Kreuz, 1716 - Rokoko
Wenn man vom 40-Seelen-Dorf Kleinburgstall (GM Maissau, HL) Richtung Reikersdorf auf der L 1238 fährt steht in den weiten Feldern der Gemeinde dieser barocke Bildstock aus Zogelsdorfer Sandstein. Er steht im Ried Raanfeld auf einer quadratischen Fundamentplatte auf der sich ein würfelförmiger Sockel befindet. Auf ihm eine konische toskanische Säule mit einem Wulstring am Fuss, oben ein Halsring und ein Doppelwulstring unter einer einfachen gestuften Kragenplatte. Darauf ein quaderförmiger Volltabernakel mir sehr seichten Bogennischen und Zwickeln in den oberen Enden. Er hat an drei Seiten Reliefs: an der Vorderseite eine Kruzifix, links Maria mit den sieben Schwertern - eine Darstellungsform das die Serviten einführten nach den Seherworten von Simeons an Maria: "Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen", (Mater Dolorosa). Rechts in der Nische die heilige Barbara mit Kelch, Turm und Krone. In der rückwärtigen Nische eine sehr schwer lesbare Gravur des Stifters: 1716. HAT MICHAEL WEBER DAS CREVZ GOTT ZV EHREN HAT SEZEN LASEN. Am Tabernakel eine gestufte und gekehlte barocke Dachplatte mit einem konkav geschwungenen Steinkreuz mit Lilienenden. Im Kreuz mehrere Reliefs: in der Mitte das griechische Christusmonogramm: IHS mit ein einfachen Kreuz darauf. Unterhalb das Herz-Jesu und an den Kreuzesenden je eine Rose. Warum Michael Weber das Kreuz gestiftet hat, weit ausserhalb des Ortes, kann nur vermutet werden - eventuell zum Dank der Erlöschung und der Verschonung vor der Pest während der Pestjahre 1713/1714. Die Hl. Barbara ist auch eine Patronin der Steinmetze, daher könnte M. Weber beruflich ein Steinmetz gewesen sein. Der Bildstock ist über 300 Jahre alt.
Standort: GPS 48.564829, 15.759739
Denkmalschutz OID 12614 nach § 2a