Back to photostream

Kudstag Marsch in Berlin

Rund 1.000 Menschen nehmen in Berlin am alljährlichen Al Kuds Tags Marsch durch die westberliner Innenstadt teil. Kern der Forderungen der antisemitischen Demonstration ist die Zerstörung Israels und bis dahin ein Boykott des Staates. In Reden und Sprechchören wird beklagt, dass Deutschland "ihnen", ergo den Juden, die "Füße küssen" würden und die Zionisten das schlechte Gewissen der Deutschen ausnutzen würden.

Unter den Rednern befand sich auch Christoph Hörstel von der obskuren Kleinstpartei "Deutsche Mitte", der auf der Auftaktkundgebung offen das Ende Israels forderte, die Palästinenser jedoch dazu aufrief, nach ihrer Rückkehr den Juden "nichts anzutun", auch wenn es ihnen nach ihren Erfahrungen "schwer fallen würde". Ebenso bemerkenswert und zudem Holocaust relativierend waren Schilder, auf denen "#niewieder" stand, sowie die deutsche und palästinensische Flagge abgebildet war. Auch auf diversen anderen Schildern waren antisemitische Inhalte zu lesen. Anhänger des Regimes von Bashar al-Assad in Syrien schwenkten die offizielle Fahne Syriens. Auch die Fahne des Irans wird oftmals gezeigt. Auch der stadtbekannte Antisemit Usama Zimmermann nahm am Aufzug teil, zudem Organisator Jürgen Graßmann.

Eine Person wurde wegen beigeführter Schilder festgenommen.

Am Rande des Marsches kam es zu kleineren Protestkundgebungen und Wortgefechten. Starke Polizeipräsenz trennte die Kontrahenten. Angeblich soll aus der Kuds Demonstration heraus ein Stein auf Gegendemonstranten geworfen worden sein.

312 views
0 faves
0 comments
Uploaded on June 9, 2018
Taken on June 9, 2018